Bayer 04 Leverkusen rückt auf vier Punkte an den FC Bayern heran - und will aber nichts von einer Jagd wissen

Bayer Leverkusen hat seine Siegesserie fortgesetzt und rückt durch ein souveränes 2:0 gegen den FC Augsburg an den Spitzenreiter FC Bayern München heran. Vier Punkte trennen die Werkself noch vom Tabellenführer, der am Samstag gegen Mainz 05 stolperte. Doch mit Kampfansagen an den deutschen Rekordmeister hält man sich beim Double-Sieger der vergangenen Saison weiterhin zurück.

Granit Xhaka beim Sieg von Leverkusen in Augsburg

Fotocredit: Getty Images

Im Block "W" des Stadions in Augsburg sangen die Anhänger von Bayer Leverkusen schon wieder von der Meisterschaft. Und warum auch nicht? Siebtes Spiel in Serie gewonnen, nur noch vier Punkte Rückstand auf den FC Bayern: Der Meister ist im Kommen!
Doch mit Kampfansagen in Richtung München hielten sie sich bei der Werkself zurück. "Die Tabelle im Dezember bedeutet mir nicht viel", sagte Trainer Xabi Alonso nach dem souveränen 2:0 (2:0) beim FC Augsburg: "Es ist noch zu früh."
In Leverkusen schauen sie lieber auf sich selbst. Ja, "aus Mainz kamen natürlich gute Nachrichten", erwähnte Kapitän Lukas Hradecky, aber viel wichtiger war dem Torwart, die Erfolgsserie in der Bundesliga, der Champions League und im Pokal zu betonen.
"Das zeigt, dass die Mannschaft will", sagte er und ergänzte: "Letztes Jahr waren wir meistens die Gejagten und haben das gut gemacht. Jetzt wollen wir die andere Rolle übernehmen." Und diese Rolle füllt Leverkusen seit einem möglichen Umkehrpunkt der Saison gut aus.

Remis gegen Bochum als Wendepunkt

Am zehnten Spieltag spielte Bayer beim VfL Bochum zum fünften Mal in dieser Bundesliga-Saison nur Unentschieden, "aber vielleicht", sinnierte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes, "hat gerade dieses 1:1 in Bochum, so ärgerlich das war, zu einer Wendung geführt. Das hat uns massiv geärgert, daraus haben wir die richtigen Schlüsse gezogen."
Es hätten "bei jedem Einzelnen ein paar Prozent gefehlt". Nun aber, betonte Rolfes, "sind wir auf dem Weg, auf höchstem Niveau zu spielen".
Vor allem die Einstellung hat sich wohl geändert, gut zu erkennen in Augsburg, wo die Leverkusener nach dem 1:0 in der Champions League gegen Inter Mailand einen Durchhänger wie noch zu Saisonbeginn nach großen Spielen vermieden.
"Es ist wirklich nicht einfach, immer mental auf diesem Level zu sein", sagte Jonathan Tah und betonte: "Das haben wir heute echt sehr, sehr gut gemacht." Verbessert habe sich zuletzt vor allem das Gegenpressing, die Kompaktheit, "die letzten Spiele haben wir das überragend gemacht".

Augsburg-Spiel als Zeichen der Stabilität

Der Auftritt in Augsburg war ein Beweis der wiedergewonnenen Stabilität - und damit zugleich der Souveränität. Nach dem Treffer von Martin Terrier (14.) kontrollierte Leverkusen dank stabiler Defensive das Spiel, mit dem zweiten durch Florian Wirtz (40.) bewies Bayer seine Effizienz.
"Es war eine sehr reife, erwachsene und konzentrierte Leistung", sagte Rolfes und betonte: "Wir arbeiten dafür, unsere Stärke alle drei Tage zu zeigen. Dann setzen wir andere unter Druck." In diesem Fall: den FC Bayern.
Viel mehr wollten die Leverkusener dann auch nicht sagen zum Tabellenführer, dessen Patriarch Uli Hoeneß ja schon vollmundig die Meisterschaft garantiert hat. "Gratulation an Mainz", sagte Rolfes nur noch, "aber entscheidend ist, dass wir unsere Spiele gewinnen."
Dass die Anhänger schon die nächste Meisterschaft des Double-Gewinners besangen? "Ich hab's gehört", sagte Tah. Und? "Ja, schön."
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(SID)
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Quelle: Perform


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