FC Bayern München: Vincent Kompany erfolgloser als Vorgänger Thomas Tuchel – Reaktion gegen RB Leipzig gefordert
Publiziert 15/12/2024 um 11:18 GMT+1 Uhr
Max Eberl und Vincent Kompany waren bemüht, die erste Bundesliga-Niederlage der Saison schnell abzuhaken und den Blick auf das nächste Spiel gegen RB Leipzig zu richten. Joshua Kimmich hingegen schlug Alarm. Der Blick auf die Zwischenbilanz verrät, warum. Denn unter dem hochgepriesenen Kompany sieht die Statistik schlechter aus, als unter dessen viel gescholtenem Vorgänger Thomas Tuchel.
Kompany spielt Niederlage herunter: Können nicht mehr gewinnen
Quelle: Perform
Die mitgereisten Fans bewiesen Fingerspitzengefühl. Trotz der 1:2-Niederlage beim 1. FSV Mainz 05 gab es einen aufbauenden Applaus. Möglicherweise war ihnen bewusst, dass aufgrund des Verletzungspechs die erste Bundesliga-Niederlage nur eine Frage der Zeit war.
Joshua Kimmich hingegen ließ dies nicht als Ausrede gelten: "Generell merkt man, dass wir einen sehr guten Kader haben - auch in der Breite. Natürlich haben wir sehr viele Verletzte. Trotzdem hat man das Gefühl, dass eine sehr, sehr gute Mannschaft auf dem Platz steht."
Sportvorstand Max Eberl stimmte zu: "Es gibt keine Ausreden wegen des Platzes, dem Schiedsrichter oder den Verletzten. Wir haben unsere Leistung nicht gebracht und verdient verloren."
Überdramatisieren wollte er den schwachen Auftritt dennoch nicht: "Das kann mal passieren bei Menschen. Jeder hat mal eine Phase, in der es nicht so klappt. Das ist jetzt das 22. Pflichtspiel gewesen. Irgendwann kann solch ein Spiel passieren."
Kane-Ausfall schmerzt – Eberl will keinen Ersatz
Weil der FC Bayern spielerisch keine Lösungen fand, versuchten die Stars oftmals mit langen Bällen ihr Glück. Umso mehr schmerzte der Ausfall von Harry Kane. "Es hätte gut getan, einen langen Ball spielen zu können und jemanden zu haben, der den Ball behauptet - hatten wir aber nicht", sagte Eberl.
Kane könnte möglicherweise kommenden Freitag zum Heimspiel gegen RB Leipzig in den Kader zurückkehren. Doch was passiert, wenn der Superstar in der entscheidenden Saisonphase noch einmal ausfällt? Die Verpflichtung eines weiteren Stürmers schließt Eberl trotz dieser Unwägbarkeit aber weiterhin aus.
"Wir denken, dass wir einen Kader haben, mit dem sich die Ziele erreichen lassen, die wir uns vorgenommen haben. Und wie sagt man so schön: Bayern ist auch kein Geldscheißer", stellte er klar.
"Es ist klar, dass wir als Bayern München tolle (wirtschaftliche, Anm. d. Red.) Zahlen haben. Aber wir haben deswegen tolle Zahlen, weil wir wirtschaftlich denken. Es ist nicht so, dass wir sagen: Jetzt fehlt einer, jetzt hauen wir noch einmal Summe X raus. Stürmer kosten Geld."
Kompany schwächere Bilanz als Tuchel
Der FC Bayern führt unverändert die Tabelle an. Allerdings ist Bayer Leverkusen durch ein 0:2 gegen den FC Augsburg bis auf vier Punkte herangerückt. Eintracht Frankfurt könnte mit einem Sieg am Sonntag gegen RB Leipzig (ab 19:30 Uhr im Liveticker) sogar bis auf drei Zähler herankommen.
Kimmich möchte die Situation nicht schönreden: "Wir sehen schon, dass wir jetzt vier Niederlagen haben - zwei in der Champions League, im Pokal sind wir raus, und jetzt die Niederlage in der Bundesliga."
Blickt man auf die Statistik, ist eine Verbesserung gegenüber der Vorsaison nicht erkennbar. Im Gegenteil: Nach 14 Spielen hat der FC Bayern 33 Punkte auf dem Konto. Vergangene Saison, als Thomas Tuchel noch der Trainer war, hatten die Münchner nach 14 absolvierten Bundesliga-Spielen zwei Punkte mehr.
In der Champions League sind es zum gleichen Zeitpunkt (wenn auch in einem anderen Modus) vier Zähler mehr gewesen. Aus dem DFB-Pokal waren sie damals wie heute bereits ausgeschieden.
Reaktion gegen RB Leipzig gefordert
Wie die Gesamtsituation einzuordnen ist? Die Meinungen gehen auseinander. Kimmich sprach von einem "gefährlichen Moment." Eberl hingegen gab sich optimistisch: "Wir haben drei Niederlagen in dieser Saison gehabt – zweimal in der Champions League, einmal im Pokal. Und wir haben danach immer eine sehr, sehr gute Reaktion gezeigt. Das wollen wir jetzt im letzten Spiel gegen Leipzig genauso tun."
Auch Kompany war bemüht, die Niederlage schnellstmöglich abzuhaken: "Dieses Spiel können wir nicht mehr spielen. Es ist vorbei. Also werden wir die Energie und diese Niederlage nutzen, um in den nächsten Tagen bis zu unserem Spiel am Freitag Feuer und Flamme zu sein. Denn das ist der einzige Moment, in dem wir eine Antwort geben können."
Sollte das nicht gelingen, könnten die Fans möglicherweise weniger Fingerspitzengefühl haben.
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Quelle: Perform
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