Bayern-Leihgabe: Paul Wanner spricht über seine steile Entwicklung beim 1. FC Heidenheim - "Ein bisschen zocken"

Paul Wanner ist der große Gewinner der ersten beiden Spieltage. Der 1. FC Heidenheim hat mit dem 18-Jährigen bisher alle seiner fünf Pflichtspiele gewonnen, darf in der Conference League starten und führt die Bundesliga zum jetzigen Zeitpunkt an. Die Bayern-Leihgabe ist dabei der kreative Dreh- und Angelpunkt. Jetzt hat der Offensivspieler darüber gesprochen, warum er in Heidenheim so aufblüht.

Lust auf Zocken: Wanner analysiert seine Stärken und Schwächen

Quelle: Perform

Vier Spiele, vier Tore, zwei Vorlagen - keine schlechte Bilanz für einen, der bis zum Sommer noch in der zweiten Liga beim SV Elversberg kickte. Paul Wanner hat beim 1. FC Heidenheim eingeschlagen wie eine Bombe.
Dabei überzeugt der 18-Jährige nicht nur mit starken Zahlen, sondern auch mit seiner unbekümmerten, kreativen Art, Fußball zu spielen. "Das ist einfach mein Spiel, mutige Entscheidungen zu treffen, vielleicht auch so ein bisschen den Unterschied zu machen", sagte Wanner vor dem Auswärtsspiel des FCH bei Borussia Dortmund (Freitag, ab 20:30 Uhr im Liveticker).
Der Deutsch-Österreicher gehört mit seinem Spielstil zu der Sorte Spieler, die etwa in Person von Florian Wirtz oder Jamal Musiala in diesem EM-Sommer die Sehnsüchte vieler deutscher Fußballfans befriedigten. "Ich glaube, es ist immer ein bisschen Instinkt dabei. Du kannst nicht auf alle Situationen vorbereitet sein und dann ist im letzten Drittel auch ein bisschen zocken. Da habe ich meine Qualitäten im Eins-gegen-Eins", betonte Wanner.
Die Entscheidung, die ersten großen Schritte in der Bundesliga in Heidenheim zu gehen, hat der Spielmacher bewusst getroffen. "Es ist ganz gut, dass in einem kleinen Verein der Fokus nur auf Fußball ist. Da kann man sich gut entwickeln", sagte Wanner, der aber vor allem im Defensivbereich noch Verbesserungsbedarf bei sich selbst sieht.
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Quelle: Eurosport

Schmidt mit klarem Rat zur Länderwahl

"Gegenpressing, Unmschalten, Intensität - da habe ich noch Luft nach oben", so Wanner. Heidenheim-Trainer Frank Schmidt dürfte da genau der richtige Mann sein. "In den Punkten kann ich bei so einem Trainer ganz, ganz viel lernen und das wird mir enorm viel helfen in der Zukunft", betonte Wanner.
Ur-Heidenheimer Schmidt äußerte sich in der "Bild" zum Mega-Talent und sieht den offensiven Mittelfeldspieler "extrem weit und sehr auf dem Boden geblieben".
Im Verein könnte es für den Leihspieler des FC Bayern kaum besser laufen. Was bleibt, ist die Frage nach der Nationalmannschaft. Der gebürtige Österreicher dürfte für Deutschland oder sein Geburtsland auflaufen. In den U-Nationalmannschaften hat das Offensiv-Juwel bisher das Deutschlandtrikot getragen. Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick hat aber ebenfalls vermehrt Interesse an Wanner bekundet.
Für Schmidt ist die Sache klar. "Als mehrmaliger deutscher U-Nationalspieler würde ich ihm natürlich raten, sich für den DFB zu entscheiden. Diese Spielertypen brauchen wir, Paul ist in seinem Jahrgang 2005 die unumstrittene Nummer 1", betonte der 50-Jährige.
Spielt der Shootingstar so weiter, wird er die Entscheidung, für welches Land er spielen möchte, bald treffen müssen.
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Quelle: Perform


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