Borussia Dortmund: Lars Ricken spricht über Zukunft von Jamie Gittens, Donyell Malen und Co. - "Herausfordernd"
VonNiklas Bien
Publiziert 20/12/2024 um 16:00 GMT+1 Uhr
Weihnachten steht vor der Tür und spätestens nach dem Bundesligawochenende verabschiedet sich die Bundesliga erstmal in die kurze Winterpause. Besonders entspannt dürfte es für BVB-Sportchef Lars Ricken aber nicht werden, schließlich drängen sich in Dortmund - wie üblich - einige Personalfragen auf. Vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, 17:30 Uhr) war Ricken um klare Aussagen bemüht.
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Quelle: Eurosport
Es gehört zum Geschäftsmodell des Champions-League-Finalisten, Spieler mit hoher Qualität früher oder später abzugeben. Im vergangenen Halbjahr hat sich vor allem Flügelstürmer Jamie Gittens in den Vordergrund gespielt.
Prinzipiell hat Dortmund das Heft des Handelns beim Engländer in der Hand. Der Vertrag des 20-Jährigen läuft noch bis 2028, sein Marktwert legte jüngst nochmal einen ordentlichen Sprung hin und wird beim Online-Portal "transfermarkt.de" mittlerweile mit 50 Millionen Euro bemessen.
"Wir sind in einer herausfordernden Situation, möchten uns sportlich weiterentwickeln. Prinzipiell wollen wir Spieler mit solch hoher Qualität länger halten", stellte Ricken im Gespräch mit "Sport Bild" klar.
Auf die Frage, wie er mit einem 50-Millionen-Angebot für sein Juwel umgehen würde, reagierte der 48-Jährige ebenso deutlich: "Ich würde nicht sofort auflegen, weil das meinem Charakter nicht entsprechen würde. Aber ich würde dankend ablehnen."
Brandt und Nmecha als Zukunftsspieler
Der Vertrag von Spielmacher Julian Brandt läuft nur noch bis 2026. Will der BVB einen ablösefreien Abgang vermeiden, sollte die Zukunft des 28-Jährigen bis zum Sommer geklärt sein.
Ricken weiß die Qualitäten, aber auch die Rolle des 48-fachen Nationalspielers zu schätzen: "Julian ist jetzt Vize-Kapitän und hat mit der 10 eine prestigeträchtige Rückennummer bekommen. Er ist ein sehr, sehr wichtiger Spieler und sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz ein Aushängeschild für uns", betonte Ricken.
Felix Nmecha ist in den Planungen der Verantwortlichen ebenfalls präsent - auch, weil er die Erwartungen aktuell sogar übertrifft. "Wir waren uns alle einig: Er kann unser neuer Sechser werden. Vielleicht noch nicht sofort, aber perspektivisch", erklärte Ricken.
Nmecha entwickelte sich im Laufe der Hinrunde zum unangefochtenen Stammspieler, kam insgesamt 21 Mal zum Einsatz, zuletzt im Grunde immer von Anfang an. "Nuri hat ihn auf dem Feld nun etwas zurückgezogen und binnen kürzester Zeit zum Sechser entwickelt. Das ist eine tolle Geschichte, die weitergehen soll", so Ricken.
Wackelkandidat Donyell Malen
Weniger deutlich äußerte sich der Sport-Boss zur Personalie Donyell Malen. Beim Niederländer scheinen zurzeit alle Ausgänge möglich.
"Donny ist ein wichtiger Faktor für unser Spiel. Weder ist er bislang zu uns gekommen und hat einen Wechselwunsch formuliert, noch haben wir die Tür geöffnet. Aber ich betreibe grundsätzlich bei keinem Spieler Ausschließeritis", betonte Ricken.
Verlässt Malen den BVB oder bleibt er - und wenn ja, wie lange noch? Diese Fragen dürften den BVB und an vorderster Front Ricken mindestens noch in diesem Winter begleiten.
Erstmal gilt es aber am Sonntag beim VfL Wolfsburg (17:30 im Liveticker) den Auswärtsfluch zu brechen.
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