Borussia Dortmund: Niclas Füllkrug wollte keinen Konkurrenzkampf - Kehl: "Guirassy unsere Nummer eins im Sturm"

Im Kader des BVB hat sich in diesem Sommer einiges getan. So haben sich mit Mats Hummels und Marco Reus zwei erfahrene Leute verabschiedet, mit Pascal Groß ist im Mittelfeld wiederum einer dazu gekommen. Die größten Veränderungen gab es aber im Angriff. Alle drei Stürmer haben Dortmund verlassen, dafür ist Serhou Guirassy da - der war wohl ausschlaggebend für den Abgang von Niclas Füllkrug.

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Quelle: Perform

Sportchef Sebastian Kehl hat sich am Sonntag in der Fernsehsendung "Sky90" zum Abgang des Nationalspielers geäußert. "Ich habe im Vorfeld des Guirassy-Deals natürlich mit Fülle gesprochen und ihm auch gesagt, dass wir auf dieser Position etwas machen werden und ihm, genauso wie der Trainer, die Perspektive aufgezeigt. Er kam dann ins Denken", erklärte Kehl.
Füllkrug war erst im Sommer 2023 von Werder Bremen zu Borussia Dortmund gewechselt und in der abgelaufenen Saison mit insgesamt 43 Pflichtspielen Stammspieler im System von Trainer Edin Terzic. Dabei gelangen dem robusten Mittelstürmer 15 Tore und zehn Vorlagen.
Der Zukauf von Serhou Guirassy, der beim VfB Stuttgart eine überragende Runde mit 28 Toren in 28 Bundesligaspielen hinlegte, veränderte die Situation des 31-Jährigen logischerweise. Zumal mit Nuri Sahin ein neuer Mann an der Seitenlinie steht.
"Er wäre in eine Konkurrenzsituation gekommen, die er selber auch nicht wahrnehmen wollte", sagte Kehl. Mitten in diese Überlegung hinein sei das Angebot von West Ham United gekommen, das Füllkrug laut Kehl "einen etwas längerfristigen Vertrag und an der ein oder anderen Stelle womöglich eine etwas bessere Perspektive" bot.

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Wie offen der Konkurrenzkampf tatsächlich gewesen wäre, steht indes nochmal auf einem anderen Blatt, schließlich war der Neuzugang als klarer Stammspieler geholt worden. "Wir wussten: Wenn Serhou fit ist, wird er für uns der klare Neuner sein, unsere Nummer eins im Sturm", betonte Kehl.
Unter dem Strich war der Deal für Kehl eine "Win-Win-Situation". Und tatsächlich: Der BVB bekommt für Füllkrug rund 27 Millionen Euro, bezahlt für Guirassy aber "nur" 18 Millionen Euro, hat einen absoluten Topspieler der vergangenen Bundesligasaison dazu bekommen und geht einer möglichen Unruhe im eigenen Kader aus dem Weg.
Gleichzeitig bekommt der 22-fache deutsche Nationalspieler die Möglichkeit, in der Premier League zu spielen und unterschreibt einen vielleicht letzten hoch dotierten Vertrag. Unter dem Strich soll es also eine Trennung im Guten sein: "Er hat sich immer korrekt verhalten, wir, glaube ich, auch. Da bleibt nichts hängen", sagte Kehl bei "Sky90".
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Quelle: Perform


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