La Liga: Der FC Barcelona darf im Salary Cap wieder mehr Geld ausgeben - so klappte die Verpflichtung von Dani Olmo
Update 16/09/2024 um 12:52 GMT+2 Uhr
Die Gehaltsobergrenze in La Liga legt fest, wie viel Geld jeder Verein pro Saison für den Profikader und das sportliche Team ausgeben darf. Gute Nachricht für den FC Barcelona: Für die aktuelle Spielzeit dürfen die finanziell angeschlagenen Katalanen doppelt so viel Geld ausgeben wie vergangene Saison. Woran das festgemacht wird - und wieso der Deal mit Dani Olmo trotzdem fast geplatzt wäre.
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Quelle: Perform
Zwei Tore in den ersten beiden Spielen - Dani Olmo ist beim FC Barcelona direkt eingeschlagen. Die Katalanen stehen auf Platz eins in der La-Liga-Tabelle - das haben sie auch dem Neuzugang von RB Leipzig zu verdanken. Dabei war der Transfer für den finanziell klammen Klub bis zuletzt eine Hängepartie.
Die neuen Gehaltsobergrenzen, die die Liga für alle Vereine der ersten und zweiten spanischen Liga nun veröffentlicht hat, lassen das katalanische Schwergewicht hoffen: Endlich darf Barcelona wieder mehr Geld ausgeben.
Und zwar fast doppelt so viel Geld wie noch in der vergangenen Saison. 426 Millionen Euro dürfen sie in die Hand nehmen, 2023/24 waren es gerade einmal 204 Millionen Euro.
Doch der Klub um den neuen Cheftrainer Hansi Flick hat noch immer große Herausforderungen vor sich. Löst er sie nicht, könnte etwa Dani Olmo zum 1. Januar seine Spielberechtigung verlieren. Doch von vorn.
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Dani Olmo (Mitte) wird zum Matchwinner für den FC Barcelona
Fotocredit: Getty Images
Was hat es mit dem Salary Cap auf sich?
Die Gehaltsobergrenze legt in der ersten und zweiten spanischen Liga fest, wie viel Geld jeder Klub ausgeben darf. Für Gehälter, Prämien, Ablösesummen, Amortisation (also die Abschreibung von Kosten über mehrere Jahre).
Sie wird vom spanischen Liga-Verband LFP vorgegeben. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Geldstrafen und Punktabzüge.
Diese Obergrenze, dem "Salary Cap" der US-Sportligen entlehnt, wird berechnet, indem die nicht-sportlichen Ausgaben (also zum Beispiel Energiekosten, Büromieten etc.) von den Einnahmen abzieht.
Es gibt in den ersten beiden Ligen neun Mannschaften, die ihre individuelle Gehaltsgrenze noch überschreiten, erklärt Guillermo Marcos von Eurosport Spanien. In der ersten Liga sind das der FC Barcelona, Espanyol Barcelona, der FC Sevilla und der FC Getafe. In der zweiten Liga: Levante UD, UD Almería, FC Granada, Real Oviedo und SD Huesca.
Barça hat Schulden und Löhne gesenkt
Zunächst: Dass Barcelona es geschafft hat, wieder mehr Geld für Löhne ausgeben zu können, ist ein gutes Zeichen für die Katalanen.
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FC Barcelona: Präsident Laporta und Trainer Flick
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"Es bedeutet, dass sie es geschafft haben, die nicht-sportlichen Ausgaben zu reduzieren und die Einnahmen zu erhöhen", sagt Marcos.
Dazu gehören auch ausstehende Schulden, die sie im vergangenen Jahr begleichen konnten. Und: Sie haben mehrere Top-Verdiener von ihrer Gehaltsliste gestrichen, unter anderem Ilkay Gündogan, Sergi Roberto, Vitor Roque, Clément Lenglet, Oriel Romeu und Marcos Alonso.
Auf der anderen Seite haben sie nur wenige Spieler gekauft, einige Leihgaben kamen zurück.
Was ist die 1:1-Regel - und was hat sie mit Nike zu tun?
"Die 1:1-Regel besagt, dass jeder Euro, den der Klub an Verkaufsgewinnen einnimmt, für Neuverpflichtungen verwendet werden kann", erklärt Guillermo Marcos. Ein Verein kann also für Transfers wieder genau das ausgeben, was er auch einnimmt.
Diese 1:1-Regel darf Barcelona aber erst anwenden, wenn die Einnahmen und die Ausgaben im sportlichen Bereich gleich groß sind. Das ist bei den Katalanen noch nicht der Fall.
Barça-Präsident Joan Laporta wirkte vor kurzem noch entspannt: "Wir sind 60 Millionen von der 1:1-Regel entfernt. Ich hoffe, dass wir sie im Oktober in Kraft setzen können", sagte er.
Warum er dabei so viel Optimismus zeigte: Der Klub steht kurz davor, einen neuen Sponsoring-Deal mit dem Ausrüster Nike einzugehen, der ihm das fehlende Geld einbringen soll.
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Joan Laporta ist zuversichtlich, dass die FInanzen von Barcelona bald besser aussehen
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Was hat das alles mit Dani Olmo zu tun?
Der Transfer von Dani Olmo von RB Leipzig zum FC Barcelona hing lang am seidenen Faden. Durch die zahlreichen Verkäufe konnte der Verein den Wechsel stemmen, doch er scheiterte zunächst daran, den 26-Jährigen für den Spielbetrieb zu registrieren.
Die ersten beiden Spiele verpasste Olmo. Die Anmeldung gelang nur deshalb, weil Verteidiger Andreas Christensen aufgrund seiner länger dauernden Verletzung von der Gehaltsliste gestrichen werden durfte.
Wenn Christensen zur Rückrunde wieder fit wird, würde das finanzielle Kartenhaus also zusammenbrechen. Umso wichtiger ist es also für Barcelona, den Nike-Deal abzuschließen.
Wie steht es um die anderen Teams?
Das meiste Geld darf Real Madrid für Gehälter ausgeben, 754,9 Millionen Euro - und damit etwa 30 Millionen Euro mehr als vergangene Saison. Kylian Mbappé kostete zwar keine Ablöse, dafür ist sein Gehalt hoch. Gleichzeitig verließ etwa Großverdiener Toni Kroos das Gehaltsgefüge.
Prekär ist die Situation beim FC Sevilla, die nur 2,5 Millionen Euro ausgeben dürfen. Sevilla hatte zu hohe Ausgaben durch Gehälter und zu viele Verluste verzeichnet, zudem die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe verpasst, die zusätzliche Einnahmen garantieren würde.
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