Borussia Mönchengladbach sehnt die Trendwende herbei - die fetten Jahre des Traditionsvereins sind vorbei

Die vergangenen Jahre hielten für Borussia Mönchengladbach kaum Höhenflüge bereit, vielmehr musste der Traditionsverein seinen Blick stets nach unten richten. Natürlich haben die Fohlen andere Ansprüche - die sie in der neuen Saison verwirklichen wollen. "Unsere Jungs wollen allen beweisen, dass sie besser sind", ließ Sportdirektor Roland Virkus vor dem Auftakt gegen Bayer Leverkusen verlauten.

Borussia Mönchengladbach sehnt die Trendwende herbei

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Der Rasen ist frisch verlegt, die Glasfassade geschrubbt, Neuzugang Kevin Stöger in Überlebensgröße an den Eingang gepinselt.
Der Borussia-Park hat sich schick gemacht, Festtage wie das Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga am Freitag (20:30 Uhr im Liveticker) gegen Bayer Leverkusen sind schließlich selten geworden in Mönchengladbach. "Die Vorfreude ist riesig", sagte Sportdirektor Roland Virkus und blickt in das herausgeputzte Stadion.
Vor vier Jahren war hier noch die Champions League zu Gast, seither geht es bergab am flachen Niederrhein: Nach Platz vier in der Saison 2019/20 folgten die Ränge 8, 10, 10 und 14 in der Abschlusstabelle. Auch die Punkteausbeute sinkt von Jahr zu Jahr, von 65 auf nur noch 34 - weniger waren es zuletzt 2008/09. Die fetten Jahre sind vorbei.
Ein Trend, den Virkus stoppen will. "Der 14. Tabellenplatz kann nicht unser Anspruch sein. Ein Klub wie Borussia Mönchengladbach gehört in die erste Tabellenhälfte", so der Nachfolger von Max Eberl vor dem Auftakt gegen den deutschen Meister im "SID"-Gespräch. Seine Hoffnung: "Unsere Jungs wollen allen beweisen, dass sie besser sind."

Seoane genießt weiter das Vertrauen

Das gilt auch für Gerardo Seoane. Dreimal in Folge startete die Borussia zuletzt mit einem neuen Trainer in die Saison, weil Marco Rose, Adi Hütter und Daniel Farke gingen oder gehen mussten. Seoane durfte trotz der jüngsten Abstiegssorgen bleiben.
"Weil er der richtige Trainer für uns ist! Das zeigt nicht zuletzt sein Commitment für unseren Weg", sagte Virkus: "Der Weg der Borussia ist immer, junge Spieler zu integrieren, sie zu entwickeln. Das hat er gezeigt."
Bei vielen Buchmachern wird Seoane dennoch als erste Trainerentlassung gehandelt. Der Schweizer kann damit vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub gut leben. "An dem Tag, an dem du dich entscheidest, diesen Beruf auszuüben, weißt du: Wir alle sitzen auf einem Stuhl mit einem roten Knopf", sagte er zuletzt dem "kicker". In Gladbach spüre er aber das Vertrauen.
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Gerardo Seoane von Borussia Mönchengladbach

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Auch Virkus betonte die Einigkeit. "Es passiert nicht immer das, was die Wettanbieter prognostizieren", sagte er. Das gelte auch für die Begegnung gegen Leverkusen. Mit den Neuzugängen Tim Kleindienst, Stöger und Philipp Sander wolle die Borussia den Favoriten zumindest "ärgern".
Ein Festtag wird es allemal. Seit 2002 eröffnet der Meister die Saison, als Gegner wurde kein anderer Klub so häufig ausgewählt wie die Borussia. "Das ist auch eine Auszeichnung für uns", sagte Virkus. Verloren hat der Titelverteidiger in diesen 22 Jahren zwar noch nie, aber auch hier gibt Virkus nichts auf die Wahrscheinlichkeiten. "Zu Saisonbeginn brauchen Mannschaften immer ein bisschen, bis sie in den Flow kommen", sagte er: "Vielleicht liegt da unsere Chance."
(SID)
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Quelle: Perform


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