Bundesliga: RB Leipzig gleicht gegen Bayer 04 Leverkusen spät aus - Elf von Marco Rose im VAR-Glück

RB Leipzig hat gegen den deutschen Meister Bayer 04 Leverkusen spät ein 2:2 (1:2)-Unentschieden gerettet. Die Hausherren profitierten von einem Eigentor von Edmond Tapsoba (85.), welches erst nach VAR-Prüfung zählte. Zuvor hatten Patrik Schick (18.) und Aleix García (36.) die Gäste jeweils nach Vorarbeit von Florian Wirtz in Führung gebracht. David Raum verkürzte noch vor der Pause (41.).

Alonso ärgert sich über Remis: "Daran müssen wir arbeiten"

Quelle: Perform

Florian Wirtz blickte entgeistert nach oben und kniff die Augen zusammen. Selbst die Umarmung von Trainer Xabi Alonso munterte den Ausnahmekönner von Bayer Leverkusen nicht auf.
Kein Wunder: Trotz einer weiteren Gala-Vorstellung des Jungstars ließ der Double-Gewinner im Meisterkampf der Fußball-Bundesliga mit Bayern München Federn.
"Das ist ärgerlich und unnötig", sagte Bayer-Kapitän Lukas Hradecky, nachdem die Werkself beim 2:2 (2:1) bei RB Leipzig eine Zwei-Tore-Führung leichtfertig verspielt hatte - vor allem mit Blick auf den Sieg der Bayern.
Das Team verfalle "nicht in Panik", versicherte Hradecky zwar, obwohl sich der Rückstand auf sechs Punkte vergrößert hat, aber: "Hoffentlich können wir weiterhin um das Größte kämpfen."

Dass die Rheinländer zunächst diesen Dämpfer verdauen müssen, konnte auch Wirtz nicht verhindern. Der Zauberfuß legte die Tore von Patrik Schick (18.) und Aleix García (36.) auf und versetzte durch sein Solo vor dem Führungstreffer die 46.793 Zuschauer ins Staunen, darunter geballte Prominenz um Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Durch den Treffer des Leipziger Nationalspielers David Raum per Freistoß (41.) und ein Eigentor von Edmond Tapsoba (86.) ließ Leverkusen nach zuvor acht Liga-Siegen in Serie erstmals seit Anfang November wieder Punkte liegen.
Beide Trainer rotierten im Vergleich zur Champions League unter der Woche. Vor allem Alonso überraschte, indem er mit Jeremie Frimpong und Alejandro Grimaldo zwei Leistungsträger auf die Bank setzte. Toptorjäger Schick kehrte zurück in die Startformation. Bei RB wurde Stammkeeper Peter Gulacsi rechtzeitig fit.

Schick trifft am laufenden Band

Die Ankündigung der Leipziger, sich an nach der bitteren 1:2-Pleite von Bayer am Dienstag in Madrid an Atleticos "Drecksackfußball" (David Raum) orientieren und "etwas wilder" (Rose) spielen zu wollen, nahm Alonso gelassen - und konnte sich einmal mehr auf Wirtz verlassen.
Einen Tag nach der Gala zum 125-jährigen DFB-Jubiläum in Leipzig sah neben Nagelsmann, Rudi Völler und Bernd Neuendorf auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zu, wie der 21-Jährige das Spiel an sich riss.
In der eigenen Hälfte verpasste er Lukas Klostermann einen gekonnten Beinschuss (2.), beim Führungstreffer ließ Wirtz erst Willi Orban und dann auch noch Arthur Vermeeren ins Leere rutschen.
Sein Abschluss landete am Pfosten, Schick musste nur noch einschieben. Es war bereits das 13. Tor in den letzten neun Spielen für den Tschechen - acht davon vorbereitet von Wirtz.

Wirtz trifft nur Pfosten - Raum bester Leipziger

Er wirbelte weiter: Erneut ließ der Nationalspieler Klostermann stehen, seinen Schlenzer konnte Gulacsi mit einer Glanztat noch an den Pfosten lenken (29.). An der Außenlinie eroberte Wirtz den Ball gegen Raum, stieg seinem Nationalmannschaftskollegen dabei unglücklich auf die Wade.
Schiedsrichter Bastian Dankert ließ weiter laufen, Wirtz dribbelte in den Strafraum und legte mustergültig quer auf García - 2:0.
Doch Leipzig gab sich nicht auf, probierte es gegen Ende des ersten Durchgangs wie angekündigt mit mehr Härte und Provokationen - und wurde durch das sehenswerte Freistoßtor von Raum aus gut 20 Metern belohnt. Piero Hincapie in der Mauer fälschte den Schlenzer unhaltbar für Hradecky unter die Latte ab.
Gegen den eingewechselten Exequiel Palacios rettete Linksverteidiger Raum dann in letzter Not auf der Linie, eingeleitet wurde die erste gefährliche Aktion nach dem Seitenwechsel - natürlich - von Wirtz. Bayer lauerte auf Konter, Wirtz scheiterte zum zweiten Mal am rechten Pfosten (64.), am Ende sorgte Unglücksrabe Tapsoba per Kopf für das Remis.
(SID)
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Quelle: Perform


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