Bundesliga: VfL Wolfsburg und FC St. Pauli spielen Unentschieden - Wolfsburger springen vorerst auf Europapokalplatz

Der FC St. Pauli hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen Statement-Sieg verpasst. Beim Europapokalanwärter VfL Wolfsburg kam der Aufsteiger trotz einer Führung am Samstag nur zu einem 1:1 (1:0). Im Rennen um den Klassenerhalt könnten die beiden verspielten Zähler die Hamburger noch teuer zu stehen kommen. Siebe Van der Heyden (38.) traf für den Underdog aus Hamburg.

VfL Wolfsburg spielt 1:1-Remis gegen den FC St. Paulii

Fotocredit: Getty Images

Trainer Alexander Blessin diskutierte heftig mit Schiedsrichter Robert Hartmann, Kapitän Jackson Irvine und Co. holten sich bei den mitgereisten Fans einen aufmunternden Applaus ab. Nach dem verspielten Statement-Sieg im Abstiegskampf und einem bitteren Elfmeter-Pfiff war der FC St. Pauli irgendwo zwischen Frust und Zuversicht gefangen.
"Grundsätzlich ist ein Punkt in Wolfsburg in Ordnung", sagte St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl nach dem 1:1 (1:0) beim Europapokalanwärter VfL Wolfsburg bei "Sky", aber: "Wenn man den Spielverlauf sieht, war deutlich mehr drin. Wir haben Wolfsburg wenig gegeben, trotzdem haben wir wieder ein Gegentor kassiert."
Siebe Van der Heyden (38.) traf für den Underdog aus Hamburg, der die vergangenen sechs Ligaspiele nicht gewonnen hat. Mohamed Amoura (70.) verwandelte einen Foulelfmeter für Wolfsburg zum Ausgleich, nachdem Van der Heyden Wolfsburgs Jakub Kaminski im Strafraum am Trikot gehalten und zu Fall gebracht hatte. "Ich kann nicht verstehen, wie man da Elfmeter geben kann", sagte Wahl.
Mit 22 Punkten steht St. Pauli zwar weiterhin vor Relegationsrang 16, auf den VfL Bochum sind es aber nur zwei Punkte Vorsprung. Wahl blickte dennoch optimistisch auf die kommenden Aufgaben. "Wir hatten heute einen anderen Spirit als in den anderen Spielen. Wir können viel Positives mitnehmen." Der favorisierte VfL (38 Punkte) dagegen hätte einen Erfolg benötigt, um die eigenen Europacup-Ansprüche mit Nachdruck zu untermauern.

Erste Halbzeit ohne große Gefahr

In Wolfsburg kamen die Hamburger gut in die Partie, Noah Weißhaupt (4.) und Lars Ritzka (7.) näherten sich früh dem VfL-Tor an. Die Niedersachsen agierten zu Beginn zu passiv, lediglich ein Fernschuss von Yannick Gerhardt (16.) versprühte einen Hauch von Gefahr. Im Laufe der ersten Halbzeit trauten die Wölfe sich mehr - doch insgesamt agierten die Gäste in Durchgang eins zielstrebiger.
Erst zwang Oladapo Afolayan (37.) VfL-Torwart Marius Müller aus der Distanz zu einer Parade, beim Eckball danach hatte der Schlussmann aber keine Chance mehr. Den stark geschlagenen Ball von Danel Sinani verlängerte zunächst St. Paulis Kapitän Jackson Irvine, sodass er für Müller unberechenbar wurde - am zweiten Pfosten köpfte Van der Heyden ein.
Auch nach der Halbzeit hielt St. Pauli das Tempo hoch. Aber Wolfsburg, nach der Pause mit dem zuletzt wochenlang wegen einer Knieverletzung unpässlichen Kapitän Maximilian Arnold, ließ hier und da seine Qualität aufblitzen. Infolge einer sehenswerten Kombination tauchte Tiago Tomas (61.) frei vor dem Hamburger Tor auf, verzog letztlich jedoch. Doch dann folgte Van der Heydens Zupfer gegen Kaminski.
(SID)
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#SotipptderBoss: Bayern und Leverkusen im Gleichschritt

Quelle: Eurosport


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