BVB - Dietmar Hamann zerlegt Borussia Dortmund und Trainer Nuri Sahin nach Pleite gegen Union Berlin: "Unterirdisch"

"Sky"-Experte Dietmar Hamann konnte nach der 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund beim 1. FC Union Berlin kaum an sich halten. Der frühere Mittelfeldspieler vom FC Bayern kritisierte die Schwarz-Gelben und Trainer Nuri Sahin heftig. Den Nachfolger von Edin Terzic zählte Hamann gar schon an. Die letzten Bundesliga-Auftritte seien "unterirdisch" gewesen und er sehe "keine Entwicklung" beim BVB.

Sahin hadert mit Defensive: "Thema, das wir angehen müssen"

Quelle: Perform

Borussia Dortmund bleibt in der Bundesliga weiter hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Schwarz-Gelben stehen nach der 1:2-Niederlage gegen Union Berlin nach wie vor bei gerade mal einem einzigen Auswärtspunkt.
Unter Neu-Trainer Nuri Sahin steckt noch ordentlich Sand im Getriebe der so hochveranlagten und neu zusammengekauften Mannschaft.
Nach Abpfiff der Partie stellte sich zunächst Dortmund-Keeper Gregor Kobel den Fragen der Journalisten. Der Schlussmann im Interview bei "Sky": "Eine Erklärung zu finden, ist schwer. Es ist natürlich wieder ein Rückschlag. Aber wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, Union hat es nicht schlecht gemacht."
Das nahm Experte Hamann zum Anlass, um ordentlich vom Leder zu ziehen: "Ich weiß nicht, was schlimmer war, das Spiel oder was der Kobel gerade gesagt hat. Der sagt, dass man kein schlechtes Spiel gemacht hat. Bei einer Niederlage gegen ein Team, das letzte Saison fast abgestiegen ist."
picture

Sahin: "Das kriegen wir im Moment noch nicht hin"

Quelle: Perform

Hamann zählt Sahin an: "Die haben was zu besprechen"

Auch der Coach bekam von Hamann sein Fett weg: "Sahin sagt, er will dieses Gesicht nicht mehr sehen. Wenn du gegen Celtic sieben Tore schießt, die spielen in Schottland, das ist zweites oder drittes Regal. Man darf den Sinn für die Realität nicht verlieren. Wenn ich Watzke und Ricken auf der Tribüne sehe, die haben was zu besprechen. Die Auftritte gegen Stuttgart, Bochum und Union waren unterirdisch."
Gegen Celtic Glasgow hatte der BVB in der Champions League unter der Woche einen überragenden 7:1-Kantersieg eingefahren. Für Hamann dennoch kein Grund, die Leistung der Borussia positiv zu bewerten. Zumal Sahin vor der Partie bei Union Berlin erklärt hatte, dass er mit seinem Team 50 bis 60 Analysen gemacht hatte und sich auf einem guten Weg befinde.
"Der Plan bringt dir nichts, wenn die Spieler nicht für dich laufen. Er sagt, er hat 50 oder 60 Analysen gemacht und da wächst was zusammen. Ich sehe das nicht", polterte Hamann weiter. "Wie das in ein paar Monaten ist, weiß ich nicht, ich kann nur das beurteilen, was ich jetzt sehe. Und das ist viel zu wenig. Und wenn der Gegner neun Kilometer mehr läuft, dann wirst du dich in der Bundesliga schwertun, Spiele zu gewinnen."
Sahin selbst wirkte nach der Union-Pleite ratlos: "Wir gehen schon auf Ursachenforschung, wir haben kurz vor dem Anpfiff nochmal gezeigt, was uns hier erwartet. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir nicht wissen, was hier passieren wird. Trotzdem haben wir die erste Halbzeit komplett hergeschenkt."
Gerade einmal sechs Spieltage in der Bundesliga - und schon brodelt es bei Borussia Dortmund wieder an der Oberfläche.
picture

Guardiola "droht" der FIFA vor der Klub-WM

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung