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Drei Dinge, die beim BVB-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt auffielen: Dortmund kann auf Niklas Süle zählen
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Update 24/08/2024 um 23:54 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat nach zögerlichem Start einen perfekten Einstieg in die neue Bundesliga-Saison hingelegt. Beim 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt glänzten vor allem die drei Musketiere in der Innenverteidigung. Und weil Trainer Nuri Sahin bei seinem Liga-Debüt eine zündende Idee hatte, wurde es am Ende ein richtiges Fußballfest vor ausverkauftem Haus. Drei Dinge, die beim BVB-Sieg auffielen.
"Freut mich extrem": Bynoe-Gittens begeistert Sahin
Quelle: Perform
Jamie Gittens war der Game Changer. Der 20-Jährige wurde in der zweiten Halbzeit (59.) eingewechselt und stellte schon 13 Minuten später per Traumtor seine Qualitäten als Joker unter Beweis.
In der Nachspielzeit machte Gittens dann den Deckel drauf, der schwarz-gelbe Abend war gerettet, die ersten drei Punkte auf dem Konto.
Ein Erfolg, den sich der neue Cheftrainer Nuri Sahin zu einem guten Teil auf die eigene Fahne schreiben darf, schließlich zog er aus der zunächst schwachen Offensivleistung seiner Mannschaft die richtigen Schlüsse.
Die Eintracht tritt derweil geschlagen, aber nicht erschlagen, die Heimreise an. Man habe "mutig Fußball gespielt", lobte Trainer Dino Toppmöller. "Wenn wir so weitermachen, wenn wir eine gute Aktivität gegen den Ball haben, dann werden wir noch viel Freude haben in der Saison."
Drei Dinge, die uns bei BVB gegen Frankfurt auffielen.
1.) Drei Musketiere in der InnenverteidiGung
Ein Sorgenkind, ein Neuzugang, dazu Nico Schlotterbeck - wie schon beim Pokalerfolg in Lübeck bot Nuri Sahin eine Abwehrkette mit drei Innenverteidigern auf. Man muss festhalten: Sorgen um Süle braucht sich niemand mehr zu machen.
Der 28-Jährige, der mit Übergewicht und Motivationsproblemen zu kämpfen hatte, gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 108 von 109 Pässen zum Mitspieler. Dabei gab Süle erst vor Kurzem im "sport1"-Interview zu, es "mental einfach nicht geschafft zu haben, die richtigen Dinge zu tun".
Er habe sich gehen lassen und es "nicht mehr hinbekommen, mich zu motivieren". Gerade noch rechtzeitig verstand Süle "worum es geht nach dem letzten halben Jahr, das für ihn sehr schwer war", wie Sahin erläuterte. Der Trainer schenkte und schenkt dem Abwehrkoloss trotz aller Nebengeräusche das Vertrauen - zurecht, wie sich nun zeigt.
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BVB ringt Frankfurt nieder: Sahin fällt ein Stein vom Herzen
Quelle: Perform
Zu erwarten war hingegen, dass der vom VfB Stuttgart verpflichtete Waldemar Anton mit Biss und Elan um seine Chance bei der Borussia kämpfen würde. Wie bei Süle lag auch die Passquote beim Nationalspieler überhalb der 90-Prozent-Marke (90,5), dazu entschied er vier von sieben Zweikämpfen für sich.
Die mit Abstand meisten Duelle Mann gegen Mann in der Partie führte aber Schlotterbeck. 15 von 19 Zweikämpfen gewann der 24-Jährige, auch die Passquote lag bei ordentlichen 85,6 Prozent. Die drei Musketiere in der schwarz-gelben Abwehr machten gegen starke Frankfurter einen großartigen Job - und hatten dazu noch das nötige Glück, als etwa Fares Chaibi in der 71. Minute aus kurzer Distanz die Riesenchance zur Gästeführung vergab.
2.) Sahin sorgt selbst für das perfekte Debüt
Wenn ein 35-Jähriger ohne große Erfahrung bei einem Schwergewicht wie Borussia Dortmund zum Cheftrainer ernannt wird, dann ist der Druck noch ein bisschen höher. Nuri Sahin brauchte also einen guten Einstand. Das 4:1 im Pokal bei Phoenix Lübeck taugte nicht als Gradmesser, der Liga-Auftakt gegen die Eintracht schon. Der BVB tat sich lange schwer, Frankfurt war vor allem in der ersten halben Stunde das bessere Team.
Und Sahin? Blieb cool. "Ich habe erwartet, dass wir uns erst finden müssen gegen einen richtig guten Gegner", erklärte der Coach bei "Sky". Seine Spieler seien aber "mit jeder Minute und jeder Aktion freier geworden".
Als sich allerdings abzeichnete, dass es in der Offensive an Durchschlagskraft mangelt, reagierte Sahin und wechselte Matchwinner Jamie Gittens ein. "Es ist extrem wichtig, dass wir gut nachschießen können, das haben wir heute getan. Wenn du erfolgreich sein willst, musst du von der Bank Qualität bringen, weil nach 60, 70 Minuten geht die Schere auf", so Sahin.
Das Spiel gegen Frankfurt war aber noch aus einem ganz anderen Grund ein tolles Präsent für den Trainer. Sahins Töchterchen hatte Geburtstag und durfte nach Abpfiff mit auf den Platz. "Ich bin glücklich, dass wir ihr das Geschenk machen konnten, denn sie wollte Emma das Maskottchen sehen", verriet der Ex-Profi, der im Januar als Assistent von Edin Terzic begann und diesen zur neuen Saison beerbte.
Zusätzlich gab es auch noch das Trikot von Mario Götze für das Geburtstagskind.
3.) Kein Grund zur Panik bei der Eintracht
Ja, die Eintracht blieb in Dortmund punkt- und torlos, ist zunächst einmal Tabellenletzter. Die Art und Weise, wie die Frankfurter im Signal-Iduna-Park auftraten, ist allerdings respektabel. In der ersten halben Stunde zog die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller ein aggressives Gegenpressing auf, zwang den BVB zu Fehlern, war spielbestimmend. Nach 30 Minuten stand das Eckball-Verhältnis 6:0 für die Hessen.
"Über weite Strecken war es ein sehr gutes Auswärtsspiel von uns, auch wenn wir keine Punkte mit nach Hause nehmen", befand Schlussmann Kevin Trapp. Man setze schon "sehr viel von dem um, was wir in der Vorbereitung gemacht haben, wir sind auf einem guten Weg".
Gekippt ist das Spiel schließlich in weniger als 60 Sekunden. Eintracht-Linksaußen Fares Chaibi vergab in der 71. Minute aus kurzer Distanz die bis dato beste Chance der Partie, im Gegenzug brachte Borussia-Joker Gittens die Gastgeber per Traumtor in Führung. "Vor dem Gegentor hatten wir die Riesenchance auf das 1:0. Wenn wir die machen, bekommen wir es hinten nicht", haderte Trapp, erkannte aber an, dass Gittens seine Sache beim Treffer "unfassbar gut" gemacht habe.
Mario Götze freute sich sogar "als Freund" für Sahin, mit dem er einst bei der Borussia zusammengespielt hatte. "Natürlich hätten wir lieber etwas mitgenommen. In Summe hatten wir aber zu wenig Ballbesitz (30 Prozent, Anm.d. Red.), um gefährlich zu bleiben", befand der WM-Held von 2014. Nichtsdestotrotz sei die Leistung ein Schritt nach vorne und fürs erste Spiel "okay" gewesen. Am zweiten Spieltag haben die Hessen Heimrecht, es geht gegen Hoffenheim - und da sollten es dann schon drei Punkte sein.
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Quelle: Perform
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