Didi Hamann schießt gegen Jamal Musiala und lobt Florian Wirtz: "Würde aus Bayern-Sicht gleich morgen tauschen"
VonNiklas Bien
Update 12/09/2024 um 17:38 GMT+2 Uhr
Spätestens seit der Heim-EM im Sommer sind Jamal Musiala und Florian Wirtz das kreative Zentrum der deutschen Nationalmannschaft. Trainer Julian Nagelsmann hat einen Weg gefunden, die beiden Ausnahmekönner zusammen aufzustellen. Und trotzdem werden immer wieder Vergleiche angestellt - Dietmar Hamann kritisierte den Bayern-Spieler dabei ziemlich deutlich und sieht Wirtz vor Musiala.
#SotipptderBoss: Kantersieg für FC Bayern trotz böser Erinnerungen
Quelle: Eurosport
Grund für die Äußerungen in seiner "Sky"-Kolumne waren die Gedankenspiele, die in der aktuellen Länderspielpause die Runde machten - Wirtz und Musiala könnten künftig zusammen beim FC Bayern spielen.
Daran glaubt der ehemalige Bayern-Profi Hamann aber nicht. "Dass wir Wirtz in München sehen werden, kann ich mir schwer vorstellen. Meine Vermutung ist eher, dass er im Sommer zusammen mit Xabi Alonso zu Real Madrid geht", vermutete Hamann - Wirtz wolle "im Ausland zeigen, dass er zu den Weltbesten gehört".
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Florian Wirtz und Jamal Musiala begeistern im DFB-Team als Duo.
Fotocredit: Getty Images
Zuletzt arbeiteten die Verantwortlichen der Münchner immer wieder öffentlich daran, Musiala eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus schmackhaft zu machen. Er solle "eines der Gesichter" des Vereins werden, hatte Präsident Herbert Hainer gesagt.
Grundsätzlich findet Experte Hamann die Idee, Musiala in den Mittelpunkt einer neuen Bayern-Generation zu stellen, in Ordnung. Gleichzeitig äußert er allerdings Zweifel an der Spielweise des 21-Jährigen.
Wirtz' Spielweise gefällt Hamann besser
"Es gibt im Weltfußball außer ihm kaum einen Spieler auf der Zehn, der ein reiner Eins-gegen-eins-Spieler ist. Darunter leidet auch der Spielfluss. Musiala ist eher ein Einzelspieler und oft ein Alleinunterhalter. Wenn er zehnmal den Ball bekommt, nimmt er neunmal den Kopf runter und fängt an zu dribbeln", sagte Hamann.
Diese Aussagen sind zwar kein Frontalangriff auf den 36-fachen deutschen Nationalspieler, dürften den Bayern-Verantwortlichen um Sportvorstand Max Eberl aber so gar nicht schmecken - schon als Musiala nicht in die Top-30 des Ballon d'Or gewählt worden war, fand man in München klare Worte, um seinen Spieler zu verteidigen.
Wirtz sei in dieser Hinsicht quasi der Gegenentwurf. "Wirtz ist ein Spieler, der einen Boniface, Frimpong oder Adli in Szene setzt. Er macht seine Mitspieler besser", führte Hamann an und schob eine Aussage hinterher, die durchaus Sprengstoff bietet: "Wenn ich aus Bayern-Sicht Wirtz und Musiala tauschen könnte, würde ich es gleich morgen tun".
Die Nachfragen an Eberl und Trainer Vincent Kompany dürften bei der nächsten Pressekonferenz kommen - einmal mehr eine Gelegenheit für den FC Bayern, sich hinter sein Gesicht der Zukunft zu stellen.
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