Drei Dinge, die beim Sieg des FC Bayern beim FC Augsburg auffielen: Sieg und große Sorgenfalten nach Musiala-Verletzung

Der FC Bayern hat im Kampf um die Deutsche Meisterschaft einen ganz wichtigen Dreier eingefahren. 3:1 hieß es am Ende aus Sicht der Münchner gegen einen über weite Strecken zähen Gegner aus Augsburg, der nach den 90 Minuten über eine strittige Entscheidung wütete. Während die Fuggerstädter mit dem Schiedsrichter haderten, hatte der FCB ganz andere Sorgen. Drei Dinge, die auffielen.

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Quelle: Perform

Umkämpfter Arbeitssieg in Augsburg: Der FC Bayern baute dank des 3:1-Erfolgs beim FC Augsburg seinen Vorsprung auf Verfolger Bayer Leverkusen - zumindest über Nacht - auf neun Punkte aus.
Dimitrios Giannoulis (30.) schockte die zu Beginn weitestgehend harmlosen Bayern, die jedoch durch Jamal Musiala (42.) noch vor der Pause ausglichen. Die Freude über den Ausgleich währte aber nur kurz, Musiala musste wenige Minuten nach dem Seitenwechsel verletzt vom Feld (54.).
Ein Umstand, der die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen des ohnehin schon verletzungsgeplagten Rekordmeisters vor den anstehenden Wochen der Wahrheit deutlich vergrößern dürfte.
Nachdem Cédric Zesiger zum Leidwesen und Ärger der Schwaben des Feldes verwiesen worden war, nutzten Harry Kane (60.) und Leroy Sané über Chrislain Matsimas Bein (90.+3) die Überzahl und drehten die Begegnung.
Drei Dinge, die bei FC Augsburg - FC Bayern auffielen.

1. Sieg und Sorgenfalten

Manuel Neuer (Wadenverletzung), Dayot Upamecano (freie Gelenke im Knie), Alphonso Davies (Kreuzbandriss), Hiroki Ito (Mittelfußbruch) - die Verletztenliste des FC Bayern war bereits vor der Begegnung mit Augsburg gleichermaßen lang wie namhaft. Eine Art Who’s who der Defensivspezialisten.
In der Fuggerstadt wurde das Münchner Lazarett-Verzeichnis um einen weiteren prominenten Namen ergänzt: Mit Jamal Musiala traf es diesmal jemanden aus der Offensivabteilung, den kreativen Kopf, das Dribbling-Genie.
Der Nationalspieler, der das zwischenzeitliche 1:1 erzielt und somit die Wende eingeleitet hatte, deutete in der 54. Minute nach einem langen Schritt sofort an, dass es für ihn nicht weitergehen werde.
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Jamal Musiala muss verletzt ausgewechselt werden

Fotocredit: Getty Images

Wie lange der 22-Jährige zwangspausieren muss, ist noch offen. Sportvorstand Max Eberl zeichnete mit Blick auf das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Inter Mailand (Di., 21:00 Uhr im Liveticker) zunächst ein dystopisches Bild.
"Es sieht nicht so brillant aus, für Dienstag wird es nicht reichen", erklärte Eberl in der Mixed-Zone. Weitere Untersuchungen werden zeitnah Gewissheit bringen.
"Wir müssen generell abwarten, was es für ein Bild ergibt", sagte Joshua Kimmich im Nachgang der Partie bei "DAZN". Er ergänzte: "Es ist natürlich extrem bitter. Es ist schon krass, wie viele Verletzungen wir aktuell haben."
Auch Kane litt mit seinem Teamkollegen: "Es ist enttäuschend, das zu sehen. Wir haben harte Wochen vor uns und etliche Verletzungen zu beklagen", haderte der Torschütze zum 2:1: "Jamal ist ein unheimlich wichtiger Spieler für uns."
Letztlich lässt sich festhalten: Mit dem Sieg haben die Münchner zwar einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht, die Sorgenfalten dürften allerdings noch größer ausfallen.
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Quelle: Perform

2. Ein strittiger Platzverweis als Gamechanger

Die Augsburger hielt lange gut mit, spielte mutig nach vorne und stand hinten über weite Strecken sicher. Bis Kane dann doch mal durchbrach und sich auf die Reise in Richtung FCA-Tor machte.
Verteidiger Zesiger hatte ganz offensichtlich kein allzu gesteigertes Interesse, den Engländer davonziehen zu lassen und setzte zur Grätsche an. Kane fiel, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck pfiff - und zeigte dem bereits verwarnten Zesiger die Ampelkarte (59.).
Eine Entscheidung, die das Spiel fundamental beeinträchtigen und die Augsburger auf die Palme bringen sollte. Denn: In der Zeitlupe war ziemlich deutlich zu erkennen, dass Zesiger vor Kanes Sturz zunächst den Ball touchiert hatte.
Dementsprechend stieß Jöllenbecks Sanktion bei den Hausherren nur auf wenig Gegenliebe. "Es ist sehr frustrierend. Es waren ein paar Entscheidungen des Schiedsrichters dabei, die aus unserer Sicht nicht korrekt waren", schimpfte Augsburgs Kapitän Jeffrey Gouweleeuw bei "DAZN".
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Cédric Zesiger musste nach seinem Duell mit Harry Kane vom Platz

Fotocredit: Getty Images

Der Niederländer schob nach: "Er (Zesiger, d. Red.) spielt aus meiner Sicht klar den Ball, das ist keine Gelbe Karte. Solche Entscheidungen entscheiden das Spiel." Da die Bayern die Überzahl nur Sekunden später zu nutzen wussten, die kurzfristig unsortierten Gastgeber ins Mark trafen, war Gouweleeuws Einschätzung mindestens nachvollziehbar.  
Neben dem 33-Jährigen fand auch Marius Wolf deutliche Worte: "Ich habe das Foul beziehungsweise das Nicht-Foul eben schon kurz gesehen", verriet er am "DAZN"-Mikrofon: "Ich will nichts Falsches sagen. Er trifft den Ball - deshalb ist es kein Foul."
Kane sah das Ganze naturgemäß anders. "Er hat mich von hinten getroffen, als wir gekontert haben. Das ist eine klare Gelbe Karte", sagte der Engländer. Jöllenbeck wollte sich übrigens im Anschluss auf "DAZN"-Anfrage nicht zur spielentscheidenden Szene äußern.

3. Sané unterstreicht seine Top-Form

Sané befindet sich seit Wochen in bestechender Form. In Augsburg unterstrich er seine ansteigende Kurve einmal mehr in eindrucksvoller Manier.
Der gebürtige Essener war bis zum Ausgleich von Musiala, den Sané übrigens vorbereitete, der mit Abstand größte Aktivposten in der Münchner Offensive. Bis zur 21. Minute hatte er bereits drei Abschlüsse verbucht, einzig die nötige Fortune ging dem Rechtsaußen ab.
Im zweiten Durchgang leitete er zunächst Michael Olises Lattenkracher ein (53.), ehe er beinahe noch zur tragischen Figur mutiert wäre.
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Leroy Sané durfte am Ende gegen den FC Augsburg doch noch jubeln

Fotocredit: Getty Images

Kurz vor der letzten großen Augsburger Chance durch Mergim Berisha (90.+1) hatte Sané den vermeintlichen Matchball vergeben, indem er gänzlich freistehend an Augsburgs Schlussmann Finn Dahmen gescheitert war (87.).
Am Ende kam es doch noch zum Happy End, Sané machte mit seinem Abschluss, der über Matsimas Bein den Weg ins Tor fand, den Deckel auf die Partie - und sammelte erneut Argumente für einen neuen Vertrag in der bayrischen Landeshauptstadt, in der er so gerne bleiben möchte.
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Quelle: SID


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