Drei Dinge, die beim Sieg des FC Bayern München gegen Union Berlin auffielen: "Stiller Held" Dayot Upamecano überzeugt
Publiziert 03/11/2024 um 20:08 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München bleibt in der Bundesliga das Maß aller Dinge. Auch beim 3:0 gegen Union Berlin - bis dato die zweitbeste Defensive der Liga - zeigt das Team von Vincent Kompany einen dominanten Auftritt. Die Offensive des Rekordmeisters nutzt die wenigen Fehler des Berliner Bollwerks eiskalt aus, hinten wird ein Abwehrspieler zum "unbesungenen" Held. Drei Dinge, die auffielen.
Kompany lobt Bayern-Debütant Aznou: "Er kann stolz sein"
Quelle: Perform
Ein Doppelpack von Harry Kane, ein weiterer Treffer von Kingsley Coman – der FC Bayern München gab sich auch gegen die bislang so stark verteidigenden Berliner vom 1. FC Union beim 3:0-Heimsieg keine Blöße.
Der deutsche Rekordmeister ist vor allem in der Offensive eine regelrechte "Naturgewalt", nicht zuletzt dank Top-Torschütze Kane.
Während der Engländer nach seinem Doppelpack völlig zurecht mit Lobeshymnen überzogen wird, war Defensivmann Dayot Upamecano der stille Held der Partie.
Bei Union Berlin riss dagegen eine eindrucksvolle Serie.
Drei Dinge, die uns in der Allianz-Arena auffielen.
1.) Offensive gewinnt Meisterschaften
Der FC Bayern München hat in der Bundesliga bereits 32 Tore erzielt – und das nach neun Spieltagen. Das bedeutet nach Adam Riese, dass die Münchner mehr als 3,5 Tore pro Spiel erzielen. Zum Vergleich: Der Tabellenzweite RB Leipzig hatte vor dem Abendspiel in Dortmund gerade einmal 14 Treffer auf dem Konto.
Wettbewerbsübergreifend hat die Mannschaft von Neu-Trainer Kompany bereits 50 Tore erzielt und knackte als erster Verein aus Europas fünf großen Ligen diese magische Marke in der laufenden Saison.
Maßgeblich daran beteiligt ist einmal mehr Harry Kane. Der Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit steht nach dem ersten Saison-Drittel schon wieder bei elf Treffern und traf gegen Union bereits zum zwölften Mal mindestens doppelt.
Seit der Bundesliga-Saison 2004/05 gelangen nur einem Spieler mehr direkte Torbeteiligungen (16 insgesamt, 11 Tore und 5 Assists) an den ersten neun Spieltagen einer Bundesliga-Saison als Kane in diesem Jahr. Wer das war? Kane natürlich, in der Vorsaison (17).
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Harry Kane erzielte das 1:0 gegen Union Berlin per Strafstoß
Fotocredit: Getty Images
Der Engländer profitiert dabei von der offensiven Ausrichtung des Trainers sowie der beinahe unglaublichen Leistungsdichte auf den vorderen Positionen des Rekordmeisters. Gegen Union wirbelte Kingsley Coman über die linke Seite, Michael Olise ist rechts seit Wochen in bestechender Form.
"Es macht unglaublich viel Spaß. Wir spielen so dominant, wir haben viel Ballbesitz", sagte der 31-Jährige nach dem Spiel bei "Sky" über den Spielstil von Kompany.
Normalerweise heißt es: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften. Beim FC Bayern könnte es in dieser Saison genau andersherum kommen.
"Im Moment gibt es nichts zu kritisieren", musste auch Chef-Nörgler und "Sky"-Experte Dietmar Hamann nach der Partie unumwunden zugeben: "Die Bayern spielen aktuell absolut souverän und professionell. Wenn sie so weiter machen, werden sie auch in der Champions League vorne mit dabei sein."
Für den Rest der Liga sind das keine guten Nachrichten.
2.) Upamecano, der "stille Held"
Während die Offensivabteilung um Kane Woche für Woche die Lobeshymnen beim FC Bayern einstreicht, bleibt eine Personalie auffällig häufig unerwähnt: Dayot Upamecano hat sich heimlich zum Stabilisator entwickelt - und patzt auch nicht im Spielaufbau.
Der französische Innenverteidiger war gegen Union der Münchner mit den meisten Ballaktionen. So spielte er die meisten Pässe, nämlich 135, und damit mehr als Mittelfeldmotor Joshua Kimmich.
Der Ex-Leipziger hat nach einer fehlerbehafteten Vorsaison mittlerweile zur Stärke gefunden, regelt auf Höhe der Mittellinie das Spiel und beweist im Spielaufbau immer wieder überragenden Überblick.
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Ließ gegen Union Berlin so gut wie nichts zu: Bayerns Dayot Upamecano
Fotocredit: Getty Images
Zudem ließ er gemeinsam mit Innenverteidiger-Kollege Min-Jae Kim gegen die Gäste aus der Hauptstadt so gut wie nichts zu. Den letzten Torschuss gab Union in der 66. Minute ab - eine halbe Stunde vor Spielende.
Dennoch zeigte sich der FC Bayern gerade in der Champions League, aber beispielsweise auch gegen Eintracht Frankfurt in der Liga, konteranfällig. Bei all der Aufmerksamkeit für Harry Kane und Co. - der FC Bayern braucht Upamecano in Topform.
3.) Unions Serie reißt
Mit der Statistik von 9:5 Toren reiste der 1. FC Union zum FC Bayern in die Allianz Arena. Der Verein aus Köpenick, der in der vergangenen Saison noch gegen den Abstieg kämpfte, kann sich in dieser Spielzeit auf seine Stärken berufen und steht vor allem in der Defensive extrem sicher.
Gegen die Kompany-Elf musste Torhüter Frederik Rönnow jedoch noch vor der Pause zweimal hinter sich greifen. Damit riss die starke Serie, in der Union noch nicht einmal in dieser Saison zwei Tore in der ersten Halbzeit kassierte.
Die Mannschaft von Bo Svensson konnte sich zudem nur eine einzige Großchance erarbeiten, Jordan Siebatcheu scheiterte aus der Drehung an Bayerns Schlussmann Manuel Neuer (32.). Am Ende stand Union bei gerade einmal 22,4 Prozent Ballbesitz.
Für die Berliner dennoch kein allzu großes Problem. "Wir sind vor allem mit der Art und Weise zufrieden", sagte Kapitän Christopher Trimmel nach dem Spiel bei "Sky": "Bei Bayern kannst du schon mal 0:3 verlieren."
Klang fast so, als hätte die bis dahin zweitstärkste Defensive der Bundesliga die Niederlage in der Allianz Arena einkalkuliert.
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Kompany zum CL-Format: "Ich habe das nicht gewusst"
Quelle: Perform
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