FC Augsburg verschärft Krise des 1. FC Heidenheim: Keven Schlotterbeck klaut FCH Punkt in der Nachspielzeit

Der FC Augsburg feiert einen Last-Second-Sieg gegen Heidenheim - und verabschiedet sich mit dem dritten Sieg in Folge vorerst aus dem Abstiegskampf. Gegen den 1. FC Heidenheim siegten die Augsburger 2:1 (1:0) und vergrößerten den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf elf Punkte. Keven Schlotterbeck (90.+3) sicherte dem FCA in der Nachspielzeit noch den Dreier.

Augsburg trifft in der letzten Sekunde zum Sieg

Fotocredit: Getty Images

Die Spieler des FC Augsburg fielen sich mit dem Schlusspfiff jubelnd in die Arme, auf der Gegenseite sanken die Profis des 1. FC Heidenheim enttäuscht auf die Knie. Mit einem Treffer in buchstäblich letzter Sekunde hat der FCA seinen Lauf in neuem Jahr am Leben gehalten - und die Abstiegsränge der Fußball-Bundesliga nach dem dritten Sieg in Folge vorerst hinter sich gelassen.
"Man glaubt immer bis zuletzt, dass etwas möglich ist", sagte Augsburgs Sportdirektor Marinko Jurendic nach dem turbulenten 2:1 (1:0) sichtlich zufrieden bei "Sky": "Dass es so perfekt ausgeht, ist der Höhepunkt in einem Spiel, das auf beide Seiten hätte kippen können."
Der eingewechselte Keven Schlotterbeck (90.+3) sicherte in der Nachspielzeit den Dreier für den FCA, der den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf elf Punkte vergrößerte. Den Führungstreffer des von der AS Monaco ausgeliehenen Innenverteidigers Chrislain Matsima (45.+1) hatte Patrick Mainka (76.) zuvor noch für Heidenheim ausgeglichen.
Der Tabellen-16. hatten sich nach einer Leistungsteigeurng in der zweiten Halbzeit sogar noch selbst am Sieg geschnuppert, entsprechend sauer war im Anschluss an die bittere Niederlage Frank Schmidt. "Wir spielen eine klasse zweite Halbzeit, sind drauf und dran, das Spiel zu drehen, und mit der letzten Aktion verlieren wir es", sagte der FCH-Trainer: "Wie soll ich mich da fühlen? Bitterer geht es gar nicht."

Heidenheimer-Abstiegssorgen werden größer

Die 30.660 Zuschauer in der ausverkauften WWK-Arena sahen einem mühsamen Beginn, der ohne Strafraumszenen, dafür mit vielen Zweikämpfen daherkam. Erst nach einer guten halben Stunde nahm das Spiel Fahrt auf. Der Abschluss von Alexis Claude-Maurice (29.) war aber leichte Beute für Kevin Müller, der unter der Woche seinen Vertrag beim FCH um zwei Jahre verlängert hatte.
Auf der gegenüberliegenden Seite ging der Fernschuss von Frans Krätzig (34.) ebenso über das Tor wie der akrobatische Volley von Budu Siwsiwadse (36.). Augsburg wiederum vergab gute Chancen durch Matsima (38.), der unbedrängt über das Tor köpfte, und Frank Onyeka (45.), dessen Abschluss aus spitzem Winkel Müller zur Ecke abwehrte.
Im Anschluss fiel der umjubelte Führungstreffer. Im Strafraum kam niemand kontrolliert an den Ball, Matsima behielt im Gewühl den Überblick und brachte den Ball aus kurzer Distanz im Tor unter - sein erster Bundesliga-Treffer.
Nach dem Rückschlag kam Heidenheim mit Schwung aus der Kabine. Gegen Adrian Beck (53.) und Krätzig (59.) konnte sich FCA-Keeper Finn Dahmen erstmals richtig auszeichnen. Beim Gegentreffer von Mainka war dann auch der Schlussmann machtlos. Doch Schlotterbeck rettete Augsburg den Sieg.
(SID)
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Quelle: Perform


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