War Florian Wirtz schon früh Thema beim FC Bayern? Salihamidzic geht Matthäus an: "Kompletter Unsinn"
Update 11/11/2024 um 16:15 GMT+1 Uhr
Die Personalie Florian Wirtz soll beim FC Bayern München vor wenigen Jahren für Unstimmigkeiten zwischen dem damaligen Trainer Hansi Flick und dem ehemaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic geführt haben. Dahingehende Vorwürfe seitens TV-Experte Lothar Matthäus hat Salihamidzic am Montag als "kompletten Unsinn" bezeichnet, zwischen den beiden ehemaligen Teamkollegen entbrannte ein Wortgefecht.
Hasan Salihamidzic hat die Vorwürfe seitens Lothar Matthäus gekontert
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Im November 2019 hatte Flick beim FC Bayern das Ruder übernommen, führte den deutschen Rekordmeister zum historischen Sextuple und verließ den Verein im Juni 2021 wieder.
Beim Abschied hat offenbar auch das angespannte Verhältnis zu Salihamidzic eine Rolle gespielt.
"Warum hat es den Streit mit Hasan Salihamidzic gegeben? Florian Wirtz war ein Streitgespräch zwischen Hansi Flick und Bayern München", behauptete Matthäus am Sonntag in der Talkshow "Sky90 - die Fußballdebatte".
"Er wäre zu haben gewesen. Aber bei Bayern München wollte man ihn nicht haben und Hansi Flick wollte ihn", führte er weiter aus.
Flick beruft Wirtz in Nationalmannschaft
Die Münchner bemühten sich bekanntlich nicht um die Dienste von Wirtz. Der Offensivspieler wechselte im Januar 2020 für 200.000 Euro aus der Jugend des 1. FC Köln in jene von Bayer Leverkusen und startete dort durch.
In der zurückliegenden Double-Saison der Werkself war der 21-Jährige ein absoluter Leistungsträger.
Die Wege von Flick und Wirtz kreuzten sich aber trotz der ausgebliebenen Verpflichtung. So nominierte der heutige Trainer des FC Barcelona den Youngster nach nur drei absolvierten Bundesliga-Spielen für die deutsche Nationalmannschaft.
"Mich wundert es nicht, dass Hansi Flick ihn nach drei Spielen eingeladen hat", unterstrich Matthäus. Der 59-Jährige habe nun mal ein Händchen für junge Spieler. "Das zeigt er jetzt auch in Barcelona."
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Florian Wirtz und Hansi Flick
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Salihamidzic kontert Matthäus-Aussagen
Am Montag meldete sich schließlich Salihamidzic zu Wort und konterte die Vorwürfe seitens Matthäus.
"Es gab nie dieses Streitgespräch, von dem Lothar Matthäus spricht. Auch habe ich mit Hansi Flick über einen Transfer von Florian Wirtz zu keinem Zeitpunkt gesprochen", stellt er im Gespräch mit der "Bild" klar. "Das ist kompletter Unsinn."
Der ehemalige Sportvorstand des deutschen Rekordmeisters nahm kein Blatt vor den Mund. "Lothar sollte in seiner Rolle als Experte seine Quellen besser prüfen, bevor er solche unhaltbaren Gerüchte in die Welt setzt und nicht ständig Lügen über mich und den FC Bayern verbreiten", polterte der 47-Jährige weiter.
Daraufhin bestätigte Salihamidzic das Interesse der Bayern an Wirtz. Der Klub habe den heutigen Leverkusener seit seiner Jugend verfolgt, die gesamte Scoutingabteilung sei von seinem Talent überzeugt gewesen.
Wirtz' Wunsch, in seinem familiären Umfeld zu bleiben und den Schulabschluss in seiner Heimat zu machen, haben die Münchner schließlich respektiert. Das Interesse des FCB war damit aber keineswegs verpufft.
"Zu Zeiten von Julian Nagelsmann haben wir uns dann noch einmal mit Wirtz intensiver beschäftigt, obwohl er sich damals gerade das Kreuzband gerissen hatte. Das allein zeigt schon, wie überzeugt wir von dem Spieler waren", gab Salihamidzic einen Einblick. Die Vertragssituation und Wirtz' Karriereplanung hätten einen Wechsel letztlich aber unmöglich gemacht.
Matthäus entschuldigt sich bei Salihamidzic
Wenig später ließ Matthäus eine Antwort auf die heftige Reaktion seitens Salihamidzic folgen und erklärte, dass er seinen ehemaligen Teamkollegen nicht als Sündenbock darstellen wollte.
"Ich weiß mit Sicherheit, dass Hansi den jungen Florian Wirtz bereits im Alter von 17 zu Bayern holen wollte und der Klub diesem Wunsch nicht nachgekommen ist", so der 63-Jährige. "Meine Aussagen dazu waren auch nicht gegen Hasan gerichtet."
Sogar Bundestrainer Nagelsmann wurde zu der Causa Wirtz befragt, hielt sich dabei jedoch bedeckt. Er wisse um "die genauen Strömungen des Informationsflusses" - verraten wollte er letzten Endes aber nichts.
"Es ist mir ehrlich gesagt auch wurscht. Ich weiß nicht, ob man sowas immer öffentlich austragen muss, aber wenn sie es machen wollen, sollen sie es machen", so Nagelsmann.
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