FC Bayern München: 130-Millionen-Euro-Paket plus X - so plant der deutsche Rekordmeister die neue Bundesliga-Saison

Der FC Bayern München steuert auf einen Transferrekord zu. Mit den Verpflichtungen von João Palhinha, Michael Olise und Hiroki Ito hat der Rekordmeister knapp 130 Millionen Euro an Ablöse investiert. Da weitere Transfers folgen sollen, dürfte das Ausgaben-Hoch aus der Vorsaison (187,5 Mio. Euro) übertroffen werden. Doch wie sieht der Plan dahinter aus und welches Gesicht bekommen die Bayern?

Palhinha-Saga beendet: FC Bayern zieht Wunschtransfer an Land

Quelle: Perform

Endlich ist er da. João Palhinha, die heiß ersehnte "Holding Six". So in etwa war die Stimmungslage, als der Portugiese am 11. Juli beim FC Bayern unterschrieb. Mit einem knappen Jahr Verspätung, schließlich war Palhinha schon im August 2023 zum Medizincheck in München, ehe der FC Fulham sein Veto einlegte und den Wechsel verhinderte.
"João wollte unbedingt zum FC Bayern und solche Spieler brauchen wir", verkündete Sportvorstand Max Eberl. Die gut 50 Millionen Euro Ablöse hat der Klub gerne investiert, um sich auf der Sechs zu verstärken.
Palhinha sprach von einem "der glücklichsten Tage in meinem Leben". Der Nationalspieler bringt auf jeden Fall alles mit, um die Auswahl von Neu-Trainer Vincent Kompany bei der Rückeroberung des Titels in der Bundesliga zu verstärken.
Das erhoffen sich die Bayern auch von Michael Olise. Der 22-Jährige galt als Wunschspieler der Münchner und ist für als Rechtsaußen auf dem Flügel eingeplant. Man erhoffe sich "neue Impulse, neue Energie, neue Ideen" vom Neuzugang von Crystal Palace, führte Eberl aus. Der französische "Unterschiedsspieler" war mit einer Ablöse von 55 Millionen Euro sogar noch teurer als Palhinha.
Den wohl überraschendsten Transfer tätigten die Bayern kurz vor Beginn der Europameisterschaft mit Hiroki Ito vom VfB Stuttgart. Der Innenverteidiger kam für rund 23 Millionen Euro an die Säbener Straße. Sportdirektor Christoph Freund adelte den 25-Jährigen als "Zuverlässigkeit in Person". Ito sei "groß, aggressiv, hat einen starken linken Fuß, ein ausgezeichnetes Passspiel und ist in der Abwehr vielseitig einsetzbar, weil er auf der linken Seite wie zentral spielen kann."

Die Causa Tah - und was macht de Ligt?

Ob Ito sich aber im Weltklasse-Kader des FCB einen Stammplatz erkämpfen kann, ist fraglich. Zumal mit Jonathan Tah ein weiterer Innenverteidiger kommen soll. Der Nationalspieler von Bayer Leverkusen wird seit geraumer Zeit mit einem Wechsel nach München in Verbindung gebracht. 40 Millionen Euro Ablöse, so ist zu lesen, wolle der Deutsche Meister für den 28-Jährigen aufrufen.
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Matthijs de Ligt spielt seit zwei Jahren für den FC Bayern - könnte den Verein aber jetzt verlassen.

Fotocredit: Getty Images

Kommt Tah, würde der Rekordmeister wohl Matthijs de Ligt ziehen lassen. Der Niederländer gilt als Kandidat bei Manchester United. Allerdings wird den Red Devils auch ein Interesse an Tah nachgesagt. Fraglich also, ob die Bayern die offenbar geplant Personalrochade in ihrem Sinne durchziehen können.

Simons und Olmo Kandidaten bei Bayern

Hinzu kommt, dass die Causa Tah nicht die einzige Baustelle ist. Im offensiven Mittelfeld soll es ebenfalls eine Blutauffrischung geben. Als Kandidaten gelten Xavi Simons von Paris Saint-Germain und Spaniens EM-Star Dani Olmo von RB Leipzig.
Simons bringe "einfach alles mit, auch von der Mentalität und vom Charakter", lobte Freund den Niederländer, der zuletzt auf Leihbasis bei Leipzig mit Olmo zusammenspielte. Der frischgebackene Europameister ist heiß begehrt, neben Bayern sollen Manchester City und der FC Barcelona an einer Verpflichtung des 26-Jährigen arbeiten. Sicher ist nur: Ob Olmo oder Simons - es wird teuer, die Spekulationen bewegen sich zwischen 60 (Olmo) und 80 (Simons) Millionen Euro.
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Europameister Dani Olmo steht weiter im Fokus des FC Bayern

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Zumindest im Fall von Simons könnte sich eine interessante Option auftun. Wie die "Sport Bild" berichtet, schwebt Freund und Eberl ein Tauschgeschäft vor. Kingsley Coman soll demzufolge nach Paris gehen, Simons dafür an die Säbener Straße kommen.

Bayern-Angebot für Doué abgelehnt

Und dann ist da noch das variable Offensivtalent Désiré Doué von Stade Rennes. Für den 19-Jährigen haben die Bayern nach Angaben der "L'Équipe" schon ein Angebot in Höhe von 35 Millionen Euro abgegeben.
Rennes hat abgewunken - zu wenig. "Heutzutage hat Rennes die Möglichkeit, jedes Angebot abzulehnen. Falls große Offerten eintrudeln sollten, müssen diese von Fall zu Fall geprüft werden", unterstrich Sportdirektor Frederic Massara.

Bayern-Stars auf Absprung? Keine Einigung bei Davies

Generell scheint es so, als ob die Münchner den Kader ob der ausufernden Transferpläne noch verschlanken wollen. Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Min-Jae Kim und Alphonso Davies stehen Medienberichten zufolge auf der Kippe.
Mit Davies, dessen Vertrag am 30. Juni 2025 ausläuft, habe es Gespräche gegeben, "die bis jetzt zu keiner Einigung führten. Die Tür ist nicht zu. Er geht jetzt mal in sein letztes Vertragsjahr, dann werden wir sehen", ließ Freund wissen. Klang nicht so, als ob man den Kanadier zwingend halten möchte.

Freund mahnt: "Nicht unter Druck geraten"

Bei Kimmich (Vertrag bis 2025), Kim (2028), Goretzka (2026) und Gnabry (2026) wiederum ist die Zukunftsfrage, zumindest von außen betrachtet, offen. Klar ist aber, dass jeder Abgang den Bayern ein sattes Gehalt einsparen würde, was angesichts der hohen Transferausgaben sinnvoll erscheint.
"Wir können nicht ausschließen, dass sich noch etwas tut und der ein oder andere den Verein verlassen könnte. Man wird sehen, was die nächsten Wochen noch bringen", äußerte sich Freund nebulös.
Viele Fragezeichen also in München, wobei der Sportdirektor den Klub auf gutem Wege sieht. Die bisherigen drei Deals seien "absolute Wunschtransfers" gewesen. "Wir sind vom Kader sehr gut aufgestellt. Es ist sehr wichtig, dass wir sehr früh schon einiges perfekt gemacht haben und nicht unter Druck geraten."
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De Ligt weicht Frage zu Bayern aus: "Ich spiele jetzt EM"

Quelle: Perform


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