FC Bayern und sein marodes Mauerwerk: Kim, Upamecano und Co. wackeln - wird jetzt auf dem Transfermarkt nachgelegt?

Unter dem neuen Trainer Vincent Kompany gewinnt der FC Bayern zwar seinen Bundesliga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg (3:2), die Mannschaft zeigte allerdings eklatante Defizite, vor allem in der Defensive. Drei der vier Verteidiger fallen durch Fehler auf, die zu den beiden Gegentoren führen. Sportdirektor Christoph Freund schließt weitere Transfers nach dem Spiel nicht aus. Fünf Tage bleiben noch.

"Naiv!" Kompany kritisiert Bayern-Reaktion auf Ausgleich

Quelle: Perform

Immerhin: Jubeln können sie wieder beim FC Bayern. Mit dem 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg steht der erste Sieg im ersten Saisonspiel zu Buche - ein Erfolg, der nach der vergangenen Saison nicht mehr selbstverständlich war. Aufatmen können die Bayern nach der wilden Partie in der Autostadt.
Wild war sie deshalb, weil es schien, als gebe der FC Bayern nach der souveränen Führung zur Halbzeit das Spiel doch noch aus der Hand.
"Wir haben keine Chancen zugelassen und eigene Chancen gehabt", urteilte Neu-Trainer Vincent Kompany über die ersten 45 Minuten, in denen die Bayern durch einen Schlenzer von Jamals Musiala (20.) in Führung gegangen waren.
Waren da aber noch die zweiten 45 Minuten, die "nicht so gut" gewesen seien, wie Kompany auch urteilen musste. "Wenn du nach 20 Sekunden das Gegentor bekommst, dann gibst du das Momentum weg."

Boey, Upamecano, Kim: Keine gefestigte Abwehr

Sacha Boey, der als Rechtsverteidiger zum Einsatz kam und im ersten Durchgang durch glänzende Offensivmomente auffiel - unter anderem die Vorarbeit zum 1:0 - brachte im Sechzehner Gegenspieler Tiago Tomas zu Fall. Ein klarer Elfmeter für die Hausherren. 1:1.
Acht Minuten nach dem Ausgleich verlor dann Min-Jae Kim den Ball gegen Patrick Wimmer, der zu Lovro Majer auflegte. Dajot Upamecano konnte auf der Linie nicht mehr klären. 2:1.
Es sei eine "ganz schwierige Phase für uns" gewesen, sagte Kompany. Der Belgier zog dann noch das Positive aus der Partie. Dass man Mentalität gezeigt hätte nach dem Rückstand, ihn gedreht hätte dank eines Eigentors (Jakub Kaminski, 65.) und des späten Siegtreffers durch Serge Gnabry (82.). Das mulmige, ungute Gefühl aber bleibt.
Wieder bereitet die Münchner Abwehr Sorgen. Erinnerungen an die vergangene Saison sind allgegenwärtig. Ein mögliches Duell mit Bayer Leverkusen um die Meisterschaft: Soll es (wieder) im bayerischen Hinterland verloren gehen?

Die Münchner Abwehrsorgen waren vorhersehbar

Die Sorgen waren ein Stück weit vorhersehbar. Mathijs de Ligt wurde gewinnbringend für rund 45 Millionen Euro an Manchester United verkauft, die Münchner brauchten Geld, nachdem drei Neuzugänge rund 150 Millionen Euro kosteten. Der neue Verteidiger Hiroki Ito ist verletzt, Josip Stanisic ebenso.
Der Verkauf des Fanlieblings de Ligt - aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehbar, rein sportlich gesehen eine zumindest fragwürdige Entscheidung. Das Innenverteidiger-Duo Matthjis de Ligt/Eric Dier entpuppte sich in der Rückrunde als das zuverlässigste.
Upamecano und Kim hatten bereits vergangene Saison durchwachsene bis schlechte Leistungen abgegeben. Bei 50-Millionen-Euro-Transfer Kim gab es bisweilen noch Verständnis für Verunsicherungen, in dieser Spielzeit sind die Erwartungen höher.
Bei der 2:3-Niederlage gegen Heidenheim war der Südkoreaner, der bei seinem Ex-Klub in Neapel noch als "Monster" gefeiert wurde, an allen drei Gegentoren beteiligt. Auch bei seinen Einsatz im Viertelfinal-Hinspiel gegen Arsenal in der Champions League zeigte er eine schwache Leitung.

Verpflichtet Bayern noch einen Verteidiger?

Durch die Verletzungen der anderen möglichen Innenverteidiger bleibt Kim gesetzt. Oder?
"Viel darf hinten nicht passieren", sagte Sportdirektor Christoph Freund nach dem Spiel gegen Wolfsburg. Es klang wie ein Alarmsignal - und er schob vielsagend hinterher: "Das Transferfenster ist noch fünf Tage offen."
Der Transfer von Jonathan Tah von Meister Bayer Leverkusen schien längst erledigt. Vielleicht wird er doch noch einmal Thema beim FC Bayern.
Rein wirtschaftlich wäre ein weiterer Einkauf zumindest ein wenig schmerzhaft, aus sportlicher Sicht könnte er sinnvoll sein.
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Slot glücklich nach Anfield-Premiere: "Man spürt die Wertschätzung"

Quelle: Perform


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