FC Bayern München: Florian Wirtz und wer noch? Araújo, Tah und Co. - vier mögliche Neuzugänge beim deutschen Rekordmeister
Der FC Bayern buhlt seit Monaten um Superstar Florian Wirtz von Bayer Leverkusen, besonders die langjährigen FCB-Macher Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hinterlegten öffentlich ihr Interesse am Ausnahmekönner. Ob Wirtz tatsächlich im Sommer kommt, ist trotz der Avancen ungewiss. Baustellen gibt es aber ohnehin auch auf anderen Positionen. Wer könnte im Sommer noch in München anheuern?
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Quelle: Perform
Bei Bayer Leverkusen hatten die Verantwortlichen lange die Füße stillgehalten. Am Montag vergangener Woche wurde Geschäftsführer Fernando Carro am Rande der Laureus World Awards dann aber doch mal deutlich: "Das ist ja wirklich eine Show", sagte er und schob nach: "Eigentlich gehört sich das nicht."
Worauf Carro sich bezog? Auf das öffentliche Werben des FC Bayern um Florian Wirtz, das in den vergangenen Wochen und Monaten überhandgenommen hatte. Insbesondere die beiden langjährigen Klub-Patriarchen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hatten regelmäßig zum Ausdruck gebracht, dass der Superstar der Werkself das Münchner Transferziel Nummer eins sei.
Dass Hoeneß längst mit Wirtz‘ Familie in Kontakt steht, ist kein Geheimnis. Auch dass eine Wirtz-Verpflichtung finanzielle Ketten beim Rekordmeister sprengen würde, ist gesichert. Knapp 140 Millionen Euro ruft sein aktueller Arbeitgeber ab, die Bayern sind dem Vernehmen nach bereit, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Deal zu realisieren. Eine angebliche mündliche Einigung wurde am Dienstag entschieden von Leverkusen dementiert.
Selbst wenn die Münchner das nötige Kleingeld aufbringen würden, ist ein Wirtz-Transfer längst nicht gesichert. Der 21-Jährige, den nicht nur die Bayern, sondern die gesamte Weltelite des Fußballs auf dem Wunschzettel hat, kann sich seinen künftigen Verein aussuchen. Zuletzt berichtete die "Bild", dass Wirtz lieber bei Real Madrid oder Manchester City anheuern würde. Auch ein Verbleib bei den Rheinländern ist durchaus denkbar.
Doch mal ganz davon abgesehen, wohin es Wirtz zieht - die Bayern haben im Sommer ohnehin noch andere Kaderbaustellen, die es zu bearbeiten gilt. Eurosport wirft einen Blick auf vier mögliche Neuzugänge.
1.) Dean Huijsen (AFC Bournemouth)
Min-Jae Kim hat bei den Bayern seit seinem Wechsel von der SSC Neapel (50 Millionen Euro) im Jahr 2023 nie vollumfänglich überzeugt, immer wieder fiel der Südkoreaner mit entscheidenden Fehlern negativ auf.
Zuletzt gab Kim im wichtigen Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Inter Mailand (2:2) eine unglückliche Figur ab, im Anschluss ans Ausscheiden sah er sich mit deutlicher Kritik konfrontiert. Aufgrund der fehlenden Konstanz sollen die FCB-Verantwortlichen bereit sein, Kim im Falle eines adäquaten Angebots (knapp 50 Millionen Euro) ziehen zu lassen, obwohl dieser keinerlei Abgangsgedanken hegt, wie er unlängst zu Protokoll gab.
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Dean Huijsen wird von zahlreichen Top-Klubs umworben
Fotocredit: Getty Images
Mehrere Vereine aus der Premier League sollen dennoch ihre Fühler bereits nach dem 27-Jährigen ausgestreckt haben. Zudem wird mit Eric Dier ein weiterer Innenverteidiger die Isar-Metropole aller Voraussicht nach definitiv verlassen. Der Engländer, dessen Vertragsverlängerung lange als gesichert galt, schließt sich ablösefrei der AS Monaco an.
Die Bayern haben indes ihrerseits auch schon einen potenziellen Nachfolger für Kim respektive Dier ins Visier genommen: Dean Huijsen vom AFC Bournemouth.
Laut "Sky" fand zwischen Huijsens Management und Bayern-Boss Max Eberl schon ein intensiver Austausch statt. Bournemouth hat den Marktwert des spanischen Neu-Nationalspielers, der in dieser Saison zu einer wichtigen Stütze bei den Cherries avancierte, auf knapp 60 Millionen Euro taxiert.
Doch die Konkurrenz schläft nicht - die herausragende Entwicklung des 20-Jährigen ruft gleich mehrere europäische Schwergewichte auf den Plan. Insbesondere der frischgebackene englische Meister FC Liverpool hat seinen Hut im Buhlen um Huijsen in den Ring geworfen.
2.) Ronald Araújo (FC Barcelona)
Der FC Bayern und Ronald Araújo - da war doch mal was?
Tatsächlich hatten sich die Münchner vor anderthalb Jahren schon einmal um die Dienste des Uruguayers bemüht, letztlich ließ sich ein Transfer jedoch finanziell nicht stemmen.
Nun scheinen Eberl und Co. einen erneuten Anlauf zu wagen. Das berichtet jedenfalls die katalanische Zeitung "Sport". Demnach lote Araújo mögliche Optionen aus, weil er unter Trainer Hansi Flick zuletzt vor allem in wichtigen Begegnungen nur zweite Wahl war.
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Ronald Araújo wurde mit dem FC Barcelona Pokal-Sieger
Fotocredit: Getty Images
Der Defensivspezialist hatte seinen Vertrag erst Ende Januar bis 2031 verlängert, im neuen Arbeitspapier sei laut "Sport" aber eine Ausstiegsklausel über 65 Millionen Euro verankert.
Sprich: Sollte Araújo wirklich über einen Tapetenwechsel nachdenken und Kim eine angemessene Ablöse in die FCB-Kassen spülen, läge ein Deal - zumindest aus monetärer Sicht – im Bereich des Möglichen. Dass Barcelona ohnehin auf Geld angewiesen ist, dürfte den Bayern darüber hinaus in die Karten spielen.
3.) Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Der FC Bayern und Jonathan Tah - da war doch ebenfalls schon mal was?
Im Sommer vergangenen Jahres stand der Innenverteidiger des Meisters ganz kurz vor einem Wechsel in die bayrische Landeshauptstadt, am Ende verhinderten die kritischen Stimmen innerhalb der Bayern-Gremien sowie die hohe Ablöseforderung von Bayer 04 eine Einigung.
Tah ging beim SVB in sein letztes Vertragsjahr und spielte schon zu Saisonbeginn mit offenen Karten - im Sommer wird die zehnjährige Zusammenarbeit zwischen ihm und Leverkusen ein Ende finden.
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Wohin zieht es Jonathan Tah im Sommer?
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Lange standen die Zeichen auf Barcelona-Wechsel, mittlerweile (auch aufgrund des ablösefreien Dier-Abgangs) mischt aber auch der FC Bayern wieder im Tah-Poker mit.
Tah hat trotz seines vorzeitig angekündigten Abgangs nie den Eindruck von Lustlosigkeit vermittelt und eine ansprechende Saison in Leverkusen gespielt, auch in der Nationalmannschaft war der gebürtige Hamburger an der Seite von Antonio Rüdiger stets gesetzt.
4.) Eliesse Ben Seghir (AS Monaco)
Auch auf den Außenbahnen dürfte bei den Bayern nach der Saison Bewegung reinkommen.
Während Michael Olise auf der rechten Seite fest im Sattel sitzt und Leroy Sané kurz vor einer Vertragsverlängerung steht, gelten Serge Gnabry (Vertrag bis 2026) und Kingsley Coman (Vertrag bis 2027) als Abschiedskandidaten.
Insbesondere Coman soll hoch im Kurs stehen, der FC Arsenal hat "Sky" zufolge Kontakt zum Franzosen aufgenommen, auch finanzkräftige Klubs aus Saudi-Arabien sollen die Situation des Flügelflitzers genau beobachten.
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Eliesse Ben Seghir hat Begehrlichkeiten beim FC Bayern geweckt
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Sollte Coman gehen, wäre eine vakante Stelle frei. Bayrische Begehrlichkeiten hat indes Shootingstar Eliesse Ben Seghir von der AS Monaco, sprich Diers neuem Klub, geweckt. Wie das französische Fachblatt "L’Équipe" berichtet, zählen die Münchner nebst anderen namhaften Klubs aus der Premier League zu den Interessenten.
Ben Seghir, mit reichlich Dynamik und ansprechender Technik ausgestattet, kommt für die Monegassen in dieser Spielzeit auf 13 Torbeteiligungen (9 Tore, 4 Vorlagen). Mit nur 20 Jahren ist der zehnfache marokkanische Nationalspieler ein Versprechen für die Zukunft, schon jetzt liegt sein Marktwert (Quelle: "transfermarkt.de") bei 30 Millionen Euro.
Da sein Vertrag noch bis 2027 Gültigkeit besitzt, dürfte ein Transfer für die Bayern kostspielig werden.
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