FC Bayern München: Kahn spekuliert über die FCB-Torwartpläne: "Vielleicht holen sie noch eine richtige Rakete"
Publiziert 29/01/2025 um 12:48 GMT+1 Uhr
Eben erst gab der FC Bayern die Verpflichtung von Köln-Keeper Jonas Urbig bekannt. Oliver Kahn schloss dennoch nicht aus, dass der deutsche Rekordmeister noch einen namhaften Torhüter für die Nachfolge von Manuel Neuer verpflichten könnte. Der einstige FCB-Sportvorstand und Torwart-Titan sagte im "Bild"-Interview: "Vielleicht holt Bayern noch eine richtige Rakete. Ich sehe jedoch derzeit keine."
Vor 19 Monaten beim FC Bayern ausgeschieden: Oliver Kahn
Fotocredit: SID
In dem Zusammenhang betonte der 55-Jährige, die Fußstapfen seien für jeden Nachfolger von Neuer "gewaltig".
Auf die Frage, ob die Münchner aktuell zu viele Torhüter hätten, sagte Kahn: "Nein. Neuer und Ulreich werden voraussichtlich noch ein oder zwei Jahren dabei sein. Und wenn du danach eine Auswahl hast, macht das Sinn."
Der 86-malige deutsche Nationalspieler erklärt sich das Handeln der Bayern-Bosse wie folgt: "Der FC Bayern hat in der Vergangenheit öfter Torwart-Talente geholt wie jetzt Urbig. Der Transfer ist ein Signal für die Zukunft."
Der Leidtragende in dem Szenario könnte Alexander Nübel werden. Nicht für Kahn, der erläuterte: "Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass Nübel zurückkehrt und Nummer 1 wird. In Stuttgart hat er sich gut entwickelt."
Kahn über Nübel-Entscheidung: "War zu ehrgeizig"
Im Jahr 2020 war Oliver Kahn noch im Vorstand des Rekordmeisters tätig. Damals ließ er Nübel per Leihe zur AS Monaco ziehen. Die damalige Entscheidung hatte für die Torwartlegende folgende Gründe: "Wir haben sein Potenzial gesehen. Alexander wollte Nr. 1 sein und war zu ehrgeizig, sich auf die Bank zu setzen. Um Unruhe zu vermeiden, war es sinnvoller, dass er den Verein wechselt."
Kahn ergänzte: "Wir hätten ihn auch verkaufen können. Es war jedoch perspektivisch besser, sich die Option zu erhalten."
Inzwischen steht Nübel für den VfB Stuttgart zwischen den Pfosten. Einem Bericht der "Sport BILD" zufolge soll der gebürtige Paderborner bei den Münchnern rund zehn Millionen Euro jährlich verdienen. Die Schwaben übernehmen demnach einen Teil des Gehalts.
Der VfB soll an einem Verbleib des Nationaltorhüters über das geplante Leih-Ende hinaus interessiert sein. Bis 2026 ist er noch an das Team von Sebastian Hoeneß gebunden. Das aktuelle Salär sei für den Champions-League-Klub jedoch schwer stemmbar. Bei den Bayern soll man intern nicht mehr in voller Gänze von Nübel überzeugt sein. Die Zukunft des 28-Jährigen ist daher offen.
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Quelle: SID
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