FC Bayern München muss sich gegen Eintracht Frankfurt in Acht nehmen: Hochgeschwindigkeitsfußball sorgt für Gefahr
VonLuca Baier
Publiziert 06/10/2024 um 10:48 GMT+2 Uhr
Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel: Auf das Duell mit dem amtierenden Meister Bayer Leverkusen folgt für den FC Bayern mit Eintracht Frankfurt die nächste schwierige Aufgabe. Die Adler gewannen vier der ersten fünf Spiele und marschieren mit Hochgeschwindigkeitsfußball durch die Liga. Eurosport.de erklärt, warum die SGE der bisher kniffligste Gegner für den deutschen Rekordmeister ist.
Toppmöller vor Topspiel: "Vorfreude auf Sonntag ist ungebrochen"
Quelle: Perform
Eintracht Frankfurt hat einen Lauf. Oder ist es sogar mehr als ein Lauf? Nach der Auftaktniederlage bei Borussia Dortmund (2:0) gewannen die Hessen ihre vier weiteren Spiele und bestanden auch souverän im Hexenkessel von Istanbul.
Auch wenn die Gegner in der Bundesliga (Hoffenheim, Wolfsburg, Gladbach und Kiel) bisher keine Spitzenteams waren, kann sich die Bilanz mit zwölf Punkten und 11:4 Toren aus diesen Partien sehen lassen.
Spiele der Frankfurter sind immer spektakulär, in ihren fünf Liga-Partien fielen insgesamt 17 Tore. Kaum eine andere Mannschaft spielt so zielstrebig in die Spitze. Das Team von Trainer Dino Topmöller sucht so schnell es geht den direkten Weg hinter die gegnerische Abwehrkette.
Dort wollen sie ihre schnellen Stürmer, allen voran Omar Marmoush und Hugo Ekitiké einsetzen. Laut "Impect"-Daten gibt es keine Mannschaft in der höchsten deutschen Spielklasse, die so viele gegnerische Abwehrspieler überspielt wie die Frankfurter.
Unterschiedsspieler Marmoush
Sobald ein Mittelfeldspieler mit Blickrichtung zum gegnerischen Tor steht, starten die Stürmer in die Tiefe. Die Bälle hinter die Kette sind zwar oftmals die schwierigste Lösung und haben eine gewisse Streuung, dennoch werden die Frankfurter Stürmer nicht müde, diese Wege in die Tiefe zu machen.
Sind sie im letzten Drittel angekommen, geht es auf direktem Weg Richtung Tor. Alle Frankfurter Offensivspieler bringen neben ihrem Tempo auch gute Fähigkeiten im Dribbling mit.
Diese Eins-gegen-Eins-Situationen sollen offenbar so oft wie möglich gesucht werden. Marmoush reiht sich hier mit 20 Dribblings hinter Florian Wirtz und vor Jamal Musiala auf dem dritten Platz der Bundesligarangliste ein.
Der Ägypter ist in bestechender Form, führt die Torschützenliste der Bundesliga mit sechs Treffern an und feuert aus allen Rohren: Bereits 25 Mal suchte er bislang den Abschluss – der Topwert in der Liga.
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Frankfurts Konterstärke kann Bayern wehtun
Dass er von diesen 25 Versuchen starke 15 aufs Tor gebracht hat, zeigt seine Abschlussqualität. Zum Vergleich: Deniz Undav (Platz Zwei) bringt 13 von 22, Victor Boniface (Platz Drei) nur acht seiner 21 Versuche aufs Tor.
Mit dieser Zielstrebigkeit können die Frankfurter auch den FC Bayern in Bedrängnis bringen. Die Münchener verteidigen eisenhart Mann gegen Mann über den ganzen Platz. Das bedeutet wiederum, dass ein gewonnenes Duell aus Frankfurter Sicht gleichbedeutend mit einer Spielsituation ist, die quasi als Konter zu betrachten ist.
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Omar Marmoush (Eintracht Frankfurt)
Fotocredit: Getty Images
Achtung, FCB: Frankfurt kam bereits elfmal nach Kontern zum Abschluss und erzielte daraus vier Tore – jeweils Bestwert in der Liga. Mit ihrem enormen Tempo werden die formstarken Hessen immer wieder versuchen, in den Rücken der Bayern-Abwehr zu kommen.
Spieler wie Marmoush und Ekitiké zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie nicht einfach geradlinig nach vorne sprinten, sondern den Abwehrspieler vor eine Aufgabe stellen.
Geschwindigkeit pur bei der Eintracht
Mit einer kurzen Auftaktbewegung täuschen sie einen Weg in die Tiefe an, kommen dann aber entgegen. Folgt der Verteidiger nicht, lassen sie sich in den Fuß anspielen und suchen das Dribbling.
Verfolgt sie der Gegenspieler jedoch eng, drehen sie wieder ab und sprinten in die Tiefe – mit dem Bewegungsvorsprung sind sie dann aus der Drehung schwer zu halten.
Drei der elf Spieler, die in dieser Saison schon höhere Geschwindigkeiten als 35 km/h gesprintet sind, tragen das Eintracht-Trikot: Neben Marmoush und Ekitiké reiht sich hier auch Joker Jean-Mattéo Bahoya ein.
Unter den 40 schnellsten Profis der bisherigen Saison finden sich mit Außenverteidiger Niels Nkounkou, Außenstürmer Ansgar Knauff und Mittelfeldmotor Hugo Larsson zudem drei weitere Frankfurter – kein anderes Team ist mit sechs Spielern in diesem illustren Kreis vertreten.
Eurosport-Check:
Leverkusen hat vorgemacht, wie man sich mit defensivem Geschick, kompakten Abständen und natürlich auch etwas Spielglück gegen die übermächtig wirkenden Bayern behaupten kann.
Frankfurt bietet in den Umschaltmomenten nochmal mehr Tempo als die Werkself und ist aktuell richtig gut drauf. Nicht nur mit Marmoush und Ekitiké in vorderster Front, sondern auch mit dem formstarken Achter Larsson hat man Spieler in den eigenen Reihen, die das Mann-gegen-Mann-Pressing der Bayern aushebeln können.
Rollt die Kontermaschinerie der Eintracht erstmal, ist sie kaum aufzuhalten. Frankfurt wird den Bayern alles abverlangen - ein Spektakel ist am Sonntag (17:30 Uhr im Liveticker) garantiert!
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#SotipptderBoss: FC Bayern knackt Frankfurt im Topspiel
Quelle: Eurosport
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