Drei Dinge, die bei FC Bayern - Tottenham Hotspur auffielen: Kompanys Spielidee und Bayerns neuer Star
Update 03/08/2024 um 19:54 GMT+2 Uhr
Es war der erste ernstzunehmende Test des FC Bayern München unter dem neuen Trainer Vincent Kompany. Auf der Südkorea-Reise traf das Team auf Tottenham Hotspur, den früheren Arbeitgeber von Stürmer Harry Kane. Im heißen Stadion von Seoul setzte sich Bayern 2:1 durch. Eine erste Spielidee Kompanys ist klar erkennbar, zudem machte ein Offensivspieler ganz viel Werbung in eigener Sache.
"Zeichen von Mentalität": Bayern-Coach Kompany lobt sein Team
Quelle: Perform
Nach dem enttäuschenden Unentschieden (1:1) gegen Düren vergangene Woche sind die Erwartungen an den FC Bayern und seinen neuen Trainer Vincent Kompany gestiegen. Was kann er, was zeigt er, der neue Mann an Bayerns Seitenlinie?
Im Rahmen der Südkorea-Reise konnte Kompany seinen Kritikern schon einen klareren Plan anbieten. Und er enttäuschte nicht: Der Rekordmeister gewann bei drückender Hitze und Temperaturen um die 30 Grad im Seoul World Cup Stadium 2:1 (1:1 ) gegen die Spurs.
Dabei zeigte sich, was der belgische Coach mit der Mannschaft vor hat, wer in der kommenden Spielzeit groß aufspielen könnte - und woran sie noch arbeiten müssen.
Drei Dinge, die bei FC Bayern - Tottenham Hotspur auffielen.
1. Kompany liebt hohes Pressing
Unter Vincent Kompany ist der FC Bayern auf Ballbesitz aus, das wurde direkt nach wenigen Minuten erkennbar. Die Mannschaft, gespickt mit Youngsters und Neulingen, konzentrierte sich auf den Ball und die schnelle Bewegung nach vorn. Die Verteidiger standen extrem hoch, dadurch drängte man den Gegner in die eigene Hälfte und zwang den Engländern das eigene Spiel auf.
Früh fiel das erste Tor, die Spielidee, die ein schnelles Umschalten nach hohen Ballgewinnen vorsieht, trug extrem schnell Früchte, auch wenn die Führung etwas glücklich zustande kam: Gabriel Vidovic drückte einen Abpraller durch die Beine von Tottenhams Schlussmann Vicario ins Netz.
Nach der Pause konnte sich Tottenham besser auf Bayerns Offensivwalze einstellen, kreierte selbst mehr Chancen und kam zehn Minuten, nachdem Leon Goretzka auf 2:0 erhöht hatte, zum Anschlusstreffer.
Klar ist zumindest: Kompany setzt auf ein attraktives Spiel mit Potenzial zum Spektakel. Kompany sagte nach der Partie: "Die Jungs haben hart gekämpft und Chancen kreiert. Ich denke, das war ein Zeichen von Mentalität, hierherzukommen und in diesem Spiel hart zu arbeiten."
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Vincent Kompany beim Test der Bayern gegen Tottenham.
Fotocredit: Getty Images
2. Tel spielt sich ins Rampenlicht
Ein bisschen Pech hatte er, gelang ihm doch bei allen Bemühungen kein eigener Treffer: In Abwesenheit des Ex-Tottenham-Stürmers Kane spielte sich Matthys Tel im Test dennoch in den Vordergrund.
Der 19-Jährige war an vielen Offensivaktionen beteiligt, bot sich ständig seinen Mitspielern an, sorgte dann für mächtig Torgefahr und lieferte den Assist zum zweiten Tor.
Das Datenportal "Opta" zählte neun Ballaktionen im gegnerischen Strafraum - so viele wie bei keinem anderer Bayernspieler. Dazu drei Schüsse innerhalb des Strafraums, ebenfalls Bestwert und 13 Pässe im letzten Drittel.
In der 68. Minute wurde er für den australischen Teenager Nestory Irankunda ausgewechselt. Seine Präsenz im Münchner Angriffsspiel hinterließ Eindruck.
3. Ungeordnete Abwehr
Offensiv top, defensiv flop? So einfach ist es dann doch nicht. Aber: Justierungsbedarf besteht in der Defensive mehr als in der Offensive. Ein altbekanntes Problem an der Isar.
Gegen Tottenham starteten Sacha Boey, Min-Jae Kim, Josip Stanisic und Raphael Guerreiro in der Viererkette. In manchen Situationen wirkte das Zusammenspiel chaotisch, schlecht organisiert, sodass sich große Lücken boten.
Durch zu viel Platz im Zentrum entstand auch das Gegentor durch Pedro Porro (65.), der nach schönem Pass von Yves Bissouma zu viel Raum hatte und aus 20 Metern sehenswert traf.
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Von den Südkoreanern verehrt: Min-Jae Kim (Mitte)
Fotocredit: Getty Images
Man habe nicht immer im Kollektiv versucht, das Gegentor zu verhindern, sagte Kompany nach dem Spiel. "Das ist es, was wir noch verbessern müssen."
Er fügte aber auch hinzu: "In einem Spiel wie heute, in dem die Spieler gerade erst zurückkommen, kann man keine perfekte Leistung erwarten."
Die Einstellung hingegen habe gepasst - eine gute Voraussetzung für die neue Saison.
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"Haben viele gute Spieler": Kompany gibt Goretzka keine Garantie
Quelle: Perform
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