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FC St. Pauli verliert in doppelter Unterzahl spät gegen den VfB Stuttgart - Nick Woltemade verschießt Elfmeter und trifft in der Schlussphase
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Update 03/05/2025 um 18:11 GMT+2 Uhr
Nicht-Abstiegs-Party verschoben, der VfB Stuttgart kann doch noch gewinnen: Dank Nick Woltemade haben die Schwaben den FC St. Pauli nicht unverdient in Überzahl mit 1:0 (0:0) bezwungen - und so den Kiezkickern den möglichen Klassenerhalt im heimischen Millerntor-Stadion vermiest. Woltemade machte seinen Elfmeter-Fehlschuss wieder gut und ließ die mitgereisten VfB-Fans in der 88. Minute jubeln.
Nick Woltemade (VfB) im Spiel gegen den FC St. Pauli
Fotocredit: Imago
Nick Woltemade riss sich nach dem Schlusspfiff erschöpft das Stirnband vom Kopf - und Schiedsrichter Florian Exner wurde gnadenlos ausgebuht.
Der FC St. Pauli hatte die große Chance auf den Klassenerhalt, doch Woltemade zerstörte mit seinem späten Treffer die Partystimmung auf dem Hamburger Kiez.
Auch Referee Exner machten die Fans für das unglückliche 0:1 (0:0) verantwortlich, der Münsteraner musste auf dem Weg in die Kabine von zahlreichen Ordnern geschützt werden. Bierbecher flogen auf ihn herab, nachdem er zuvor zwei Spieler von St. Pauli vom Platz gestellt hatte.
Das Spiel habe "durch den Schiedsrichter keinen Spaß gemacht hat", sagte St. Paulis Hauke Wahl bei Sky: "Es ist extrem schwer, wenn jede 50/50-Entscheidung gegen dich gepfiffen wird."
Debatte um Platzverweise gegen St. Pauli
Für Diskussionen sorgten vor allem die Gelb-Roten-Karten gegen Siebe Van der Heyden (57.), der einen Handelfmeter verursacht hatte, den Woltemade letztlich verschoss, und den starken Torhüter Nikola Vasilj (90.+6) wegen Meckerns.
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Chris Führich (VfB Stuttgart) und Philipp Treu (FC St. Pauli)
Fotocredit: Imago
Woltemade dagegen hatte schon lange keinen solchen "Glücksausbruch" erlebt, gab der Stürmer zu. "Mir ist so ein Stein vom Herzen gefallen", sagte der 23-Jährige.
Nach Van der Heydens Platzverweis scheiterte Woltemade vom Punkt an Vasilj, der den Hamburgern mit starken Paraden beinahe einen Punkt gerettet hätte.
VfB hofft auf den Pokalsieg
Stuttgart hatte zuvor nur eines der vergangenen zehn Bundesliga-Spiele gewonnen, doch diesmal ließ die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß ihre Klasse wieder aufblitzen - dennoch rangieren die Schwaben nur auf Rang zehn der Tabelle. Woltemade und Co. haben im DFB-Pokalfinale am 24. Mai gegen Arminia Bielefeld aber noch die Chance, sich für die Europa League zu qualifizieren.
Mit einem Sieg wäre St. Pauli endgültig gerettet gewesen, doch auch so hat die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin bei noch zwei ausstehenden Spielen weiter fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Damit haben die Kiezkicker nächste Woche bei Eintracht Frankfurt ihren nächsten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt.
Woltemade trifft St. Pauli ins Herz
"Wir kennen die Konstellation und wollen den letzten Schritt jetzt machen", hatte Blessin vor der Partie gesagt - und sein Team begann entsprechend engagiert mit Volldampf. Noah Weißhaupt (1.) und Danel Sinani (9.) hatten schon in der unterhaltsamen Anfangsphase gute Möglichkeiten. Doch auch Stuttgart versteckte sich keineswegs, Torwart Vasilj reagierte gegen Woltemade ganz stark (18.).
Je länger das Spiel dauerte, desto mehr schien St. Pauli allmählich die Luft auszugehen. Das sehr hohe Anfangstempo forderte offenbar seinen Tribut, doch die Fans gaben weiter alles. Umso mehr, nachdem Woltemade einen Handelfmeter gegen Vasilj verschossen hatte (60.). Als Verursacher des Strafstoßes wurde Van der Heyden allerdings vom Platz gestellt.
In Unterzahl konzentrierten sich die Gäste vor allem auf die Defensive, dennoch boten sich Stuttgart nun natürlich mehr Räume - doch Vasilj parierte erneut stark gegen Chris Führich (69.) und Woltemade (83.), bei Woltemades nächstem Versuch war der Schlussmann aber machtlos. Tief in der Nachspielzeit erkannte Vasilj dann ein Zeitspiel der Stuttgarter und beschwerte sich lautstark bei Schiedsrichter Exner, zu sehr.
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(SID)
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Quelle: Perform
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