FC Bayern München: Transfer von Jonathan Tah vom Tisch - Max Eberl reagiert emotional: "Das ist die wahre Geschichte"
VonNiklas Bien
Update 30/08/2024 um 17:31 GMT+2 Uhr
Jonathan Tah wird in diesem Sommer definitiv nicht von Bayer 04 Leverkusen zum FC Bayern München wechseln - das stellte Sportvorstand Max Eberl auf der Pressekonferenz des Rekordmeisters klar. Generell erteilte er möglichen Neuzugängen am letzten Tag der Transferperiode eine Absage. Anders sieht es auf der Abgangsseite aus - dort könnte etwa im Falle von Kingsley Coman noch etwas passieren.
Eberl über Transfer-Posse um Tah: "Durch den Kakao gezogen"
Quelle: SID
Es war eines der großen Themen, die diesen Transfersommer prägten. Jonathan Tah - Abwehrchef von Double-Gewinner Bayer 04 Leverkusen - war zumindest medial mit einem Bein schon beim FC Bayern. Doch der Wechsel scheiterte an den unterschiedlichen Ablöseforderungen der beiden Vereine.
Dass der Wechsel damit nicht nur verschoben, sondern mindestens für diesen Sommer ins Wasser gefallen ist, bestätigte der Münchner Sportvorstand Max Eberl auf der Pressekonferenz am Freitag.
"Eins kann ich sagen: Wir werden keinen Spieler mehr verpflichten. Es wird nichts mehr passieren", betonte Eberl, fügte aber mit Blick auf kurzfristige Transfers an: "Wenn, dann wäre es eher noch ein Abgang".
Damit dürfte vor allem Kingsley Coman gemeint sein, dessen Transfer zum saudi-arabischen Meister Al-Hilal schon recht weit gewesen sein soll, mittlerweile aber wieder gewaltig wackelt.
Tah-Transfer: Eberl gibt Einblicke
Wenig später wurde Eberl in der Causa Tah noch einmal deutlich und auch emotional. "Es wurde soviel darüber geschrieben. Ich habe mir eigentlich geschworen, mich nicht erklären zu müssen. Aber wenn du dauernd gefühlt durch den Kakao gezogen wirst und in ein Licht gerückt wirst bei Verhandlungen, die eigentlich hinter verschlossenen Türen stattfinden ...", leitete Eberl ein und skizzierte danach konkret, wie die Transferbemühungen abliefen.
"Bayer Leverkusen hat uns vor dreieinhalb Wochen eine Deadline gesetzt und gesagt hat: 'Hört zu, bis dahin müsst ihr diese Summe zahlen'. Ich habe Simon Rolfes schriftlich gesagt: 'Simon, danke für die Deadline, danke für den Betrag, den du uns genannt hast. Wir können beides nicht erfüllen und damit sind die Verhandlungen beendet'. Das ist die wahre Geschichte", stellte Eberl klar.
Ganz vom Tisch war der Transfer damit aber noch nicht. Eberl fragte noch einmal beim deutschen Meister nach, ob es noch eine Möglichkeit gäbe, wenn durch einen Verkauf frisches Geld beim FC Bayern reinkäme. Dem stimmte die Leverkusener Führung um Sportchef Rolfes nicht zu. "Und dann ist das auch in Ordnung. Wenn es hinter verschlossenen Türen passiert, geht keiner als Verlierer raus. So sind alle drei Parteien in der Öffentlichkeit und erklären sich", sagte Eberl.
Am Ende seiner Ansprache betonte der FCB-Sportvorstand noch einmal plakativ, dass er über den vorhandenen Kader "extrem glücklich" sei. Vorbehaltlich möglicher Abgänge steht am Vormittag des "Deadline Day" der fertige Bayern-Kader bis zum Winter also definitiv fest.
Eberl erklärt Bayern-Kaderplanung
Die Münchner hatten im Sommer nach einer völlig verkorksten Saison in Joao Palhinha, Michael Olise und Hiroki Ito drei Spieler für rund 130 Millionen Euro verpflichtet. Zudem kehrte Josip Stanisic nach seiner Leihe aus Leverkusen zurück. Es sei laut Eberl dadurch "eine unfassbar neue Energie in den Kader reingekommen. Das fühlt sich alles sehr, sehr gut an." Man strebe nun "den größten Erfolg an" und wolle "wieder Titel nach München holen".
Doch trotz des ganzen Hin und Her - nicht nur bei Tah: Die Transferphase, so Eberl, habe "tatsächlich auch Spaß gemacht. Kaderplanung ist ein Puzzle von Menschen. Von Menschen mit Emotionen, mit Gefühlen, mit Stärken und Schwächen. Das ist nicht einfach." Es sei wie bei einem Orchester: "Wenn die Flöte falsch spielt, dann ist das ganze Orchester, Entschuldigung, für den A..."
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(mit SID)
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