Vincent Kompany versammelt 35 Nachwuchsspieler im Training: Diese Talente könnten den Durchbruch beim FC Bayern schaffen
VonThomas Gaber
Update 24/07/2026 um 09:45 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München startete Anfang dieser Woche in die Vorbereitung auf die Saison 2026/2027. Neben nur einer Handvoll Profis waren etwa drei Dutzend Spieler aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend dabei. In Abwesenheit der WM-Fahrer darf sich der Nachwuchs unter Talente-Förderer Vincent Kompany beweisen. Doch welche Spieler stehen auf dem Sprungbrett Richtung Profiteam? Ein Überblick.
Vincent Kompany gibt Erbin Osmani Anweisungen vor der Einwechslung
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Vincent Kompany war voll in seinem Element. Die Lautstärke und Intensität, mit der der Cheftrainer des FC Bayern gleich im ersten Training der neuen Saison von den Spielern gewisse Dinge einforderte, beschrieb "Sky"-Reporter Thorben Hoffmann als "sehr beeindruckend".
Kompany agierte schon wieder im Vollgas-Modus, obwohl etwa 90 Prozent der Profis gar nicht anwesend waren. Neben Sven Ulreich und Tom Bischof machten lediglich die Leih-Rückkehrer Arjon Ibrahimovic, João Palhinha, Sasha Boey und Bryan Zaragoza mit.
Dafür versammelte Kompany etwa 35 Spieler aus der U23 und der U19 sowie deren Trainer auf dem Gelände an der Säbener Straße in München. Die Youngster bekamen einen ersten Eindruck dessen, was sie in Zukunft öfter erleben möchten: Training mit den Profis und intensive Ansprachen von Talente-Förderer Kompany.
Der Belgier entpuppte sich vor allem in der vergangenen Saison als sehr campusaffin und verhalf gleich neun Talenten zum Debüt in der ersten Mannschaft.
Wer wird der nächste Lennart Karl?
Dabei ist Kompany nicht alters-, sondern leistungsorientiert. Er will in Gesprächen mit dem Nachwuchs nicht wissen, wie alt ein Spieler ist, sondern ob er in der Lage ist, die jeweiligen Anforderungen zu erfüllen.
Kompany wirft Talente nicht ins kalte Wasser, sondern gibt ihnen die Chance aus Überzeugung. In der abgelaufenen Saison schaffte Lennart Karl so den Durchbruch, weitere Spieler scharren mit den Hufen. Doch wer hat das Zeug für einen schnellen Aufstieg beim FC Bayern?
Bara Ndiaye (18, zentrales Mittelfeld)
Was Lennart Karl aufgrund eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel verwehrt blieb, gelang Bara Ndiaye. Der 18-Jährige gehört zum WM-Kader Senegals und kam bei der knappen Niederlage gegen Belgien im Sechzehntelfinale (2:3) in der Verlängerung zum Einsatz.
Ndiayes Weg nach München war ungewöhnlich. Er stammt aus der Akademie Gambinos Stars in Gambia, die zu einem Fußball-Netzwerk gehört, dass der FC Bayern gemeinsam mit dem Los Angeles FC betreibt. Vergangenen Winter kam er auf expliziten Wunsch Kompanys per Leihe nach München und spielte viermal für die Profis.
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Bara Ndiaye wurde mit dem FC Bayern erstmals deutscher Meister
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Ndiaye lebt von seiner Athletik und Dynamik. Er ist kein klassischer Sechser, sondern eher ein Box-to-Box-Spieler wie Leon Goretzka. Für die anstehende Saison plant Kompany mit ihm im zentralen Mittelfeld als Nummer vier hinter Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof.
Problem: Noch ist die geplante feste Verpflichtung von Ndiaye nicht über die Bühne gegangen. Laut "Sky" gibt es offene Fragen über die Berater-Zuständigkeiten des Spielers.
Erblin Osmani (17, zentrales Mittelfeld)
Anfang der Woche unterzeichnete der gebürtiger Münchner kosovarischer Eltern einen Vertrag beim FC Bayern, der ihm an seinem 18. Geburtstag automatisch Profistatus verleiht.
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Bayern-Talent Erblin Osmani
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Beobachter heben seinen starken linken Fuß hervor und seine Fähigkeit, sich aus Drucksituationen zu befreien und zwischen den Linien Lösungen zu finden. Damit passt er ins Anforderungsprofil von Kompany.
Osmanis Stärke ist nicht das Spektakuläre - sondern die Tatsache, dass er das Spiel versteht. In der Bundesliga debütierte der deutsche U17-Nationalspieler beim 4:0 gegen Union Berlin.
Filip Pavic (16, Innenverteidigung)
Im März gab das große Defensivtalent kurz nach seinem 16. Geburtstag sein Debüt in der ersten Mannschaft beim 4:1 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Pavic ist kein spektakulärer Dribbler mit hohem YouTube-Potenzial, sondern ein Innenverteidiger mit Antizipationsfähigkeit, der Spielsituationen früh erkennt und daher seltener in riskante Zweikämpfe muss.
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Filip Pavic mit Verteidiger-Kollege Jonathan Tah nach dem Spiel gegen Bergamo
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Intern schätzt man bei Bayern Pavics taktische Reife in so jungen Jahren und seine Spieleröffnung. Kurz- und mittelfristig soll er in der zweiten Mannschaft Erfahrungen sammeln, Einsätze bei den Profis würden aber nicht überraschen, zumal die Bayern in der Innenverteidigung nicht üppig besetzt sind und mit Minjae Kim noch ein Verkaufskandidat auf der Gehaltsliste steht.
Wisdom Mike (17, Linksaußen)
Fünfmal wurde das Offensivtalent in der vergangenen Saison in der ersten Mannschaft eingesetzt und sammelte dabei immerhin knapp 40 Minuten. Mike zeichnen Schnelligkeit, Beidfüßigkeit und sein Mut, die Eins-gegen-Eins-Situationen aktiv zu suchen, aus. Bevorzugt kommt Mike über den linken Flügel.
Im Umfeld des FC Bayern heißt es, dass der 17-Jährige gar ein größeres Rohpotenzial als Lennart Karl besitzt. Seine Entwicklung wurde allerdings im Frühjahr durch eine langwierige Hüftverletzung ausgebremst.
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Dayot Upamecano mit Bayern-Talent Wisdom Mike (r.)
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Mit Torhüter Leon Klanac (19), Mittelfeldspieler David Santos Daiber (19), Innenverteidiger Cassiano Kuala (17) und Linksaußen Maycon Cardozo (17) verfügt der FC Bayern über weitere vielversprechende Talente.
Und es wäre nicht verwunderlich, sollten aus dem 35-Mann-Haufen vom Bayern-Training nicht noch ein paar Spieler bald unter Kompany in der ersten Mannschaft debütieren.
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Quelle: SNTV
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