Alphonso Davies vom FC Bayern schwer verletzt - Berater kritisiert Kanada-Trainer Jesse Marsch nach Kreuzbandriss scharf
VonNiklas Bien
Update 26/03/2025 um 16:16 GMT+1 Uhr
Viel bitterer hätte die Länderspielperiode kaum laufen können - für Alphonso Davies, aber auch für den FC Bayern. Der Kanadier verletzte sich im Länderspiel gegen die USA schwer. Seit Mittwoch steht fest, dass sich der Außenverteidiger einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Sein Berater Nick Huoseh äußert nun schwere Vorwürfe gegen den kanadischen Verband und Nationaltrainer Jesse Marsch.
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Quelle: Perform
"Er hätte im 'Freundschaftsspiel' um Platz 3 gegen die USA nicht spielen sollen. Ich war überrascht, dass er in der Startelf stand, da er kommuniziert hatte, dass er nicht fit genug war, um zu starten", erklärte Huoseh gegenüber der "tz".
Nach und nach änderte sich der Kenntnisstand des Davies-Beraters im Vorfeld der Nations-League-Partie gegen die USA.
"Eine Quelle innerhalb des kanadischen Verbands teilte mir am Freitagabend mit, dass Alphonso nicht in der Startelf stehen würde, aber möglicherweise ein paar Minuten spielen könnte", sagte Huoseh, der eindringlich darauf bestanden habe, dass Davies gar nicht zum Einsatz kommt.
Der Bayern-Profi stand in der Startelf, ging aber nach wenigen Minuten zu Boden, hielt sich das Knie und musste nach zwölf Minuten verletzt ausgewechselt werden. Zunächst gab es von kanadischer Seite Entwarnung - erst bei der routinemäßigen Untersuchung nach der Länderspielreise in München bekam Davies die Schock-Diagnose.
Davies-Berater kritisiert unnötiges Risiko
Aus Sicht von Huoseh hätte Marsch mehr Rücksicht nehmen müssen: "Jesse hat vor seiner Zeit in Kanada auf höchstem Niveau im Profifußball trainiert und sollte ganz genau wissen, dass man keine Risiken mit Spielern eingeht, wenn diese sagen, dass sie nicht spielen können."
"Die Nationalmannschaft sollte keine emotionalen Entscheidungen basierend auf individuellem Erfolg treffen. Ich weiß, dass es ein Spiel gegen die USA war und viel Motivation bestand, zu gewinnen, aber die Gesundheit der Spieler sollte an erster Stelle stehen", so der langjährige Berater des 58-fachen Nationalspielers.
Kanada sicherte sich beim 2:1-Erfolg ohne Davies den dritten Platz der CONCAFAF Nations League. Was bleibt, sind ein aufgebrachter Berater, ein verletzter Spieler und der FC Bayern, der in der entscheidenden Saisonphase auf einen Stammspieler verzichten muss.
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