Manuel Neuer vom FC Bayern München kämpft mit Wadenproblemen: "Kompliziert und tricky ab einem gewissen Alter"

Manuel Neuer steht beim FC Bayern München pünktlich zum Saisonfinale der Bundesliga wieder im Tor - und hat trotz "komplizierter" Waden und bereits eingetüteter deutscher Meisterschaft noch große Ziele. So will er sich beim Gastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim die nötige "Match-Fitness" für die anstehende Klub-WM in den USA holen. Das Jobsharing mit Jonas Urbig muss derweil warten.

Manuel Neuer feierte gegen Mönchengladbach sein Comeback im Bayern-Tor

Fotocredit: Getty Images

Wenn Manuel Neuer am Sonntag zur Meisterfeier in Tracht auf den Münchner Rathausbalkon tritt, sollten neben Janker, Hemd und Lederhosen auch Wadenwärmer nicht fehlen. Die "Loferl" genannten Woll-"Stutzn" halten die Muskulatur warm und beugen Verletzungen vor - mit den Waden, weiß Neuer, ist es schließlich "immer ein bisschen kompliziert und tricky ab einem gewissen Alter".
Neuer ist mit 39 längst im Spätherbst seiner ruhmreichen Karriere angekommen. In den jüngsten drei Spielzeiten hat der Torhüter beim deutschen Rekordmeister wegen verschiedener Verletzungen 64 von 148 Pflichtspielen verpasst (43 Prozent), zuletzt setzte ihn ein Muskelfaserriss außer Gefecht - in der rechten Wade.
Da sei zwar wieder "alles top" und "easy", berichtete Neuer nach seinem bärenstarken Comeback am vergangenen Samstag gegen Gladbach (2:0). "Manuel war sofort wieder auf Betriebstemperatur", schwärmte Sportchef Max Eberl. Aber: Noch im Spiel meldete sich aufgrund der ungewohnten Belastung und des "Stresslevels" die linke Wade.
Irgendwann habe er "gemerkt, ich muss jetzt aufpassen, dass ich keine große Anzahl an Sprints mache". Bei einem dieser Antritte, einem Torjubel gegen Leverkusen, hatte er sich rechts verletzt. In der Reha gab es dann auch noch einen kleinen Rückschlag - mit der Wade also, weiß Neuer seither, ist es "kompliziert" und "gefährlich".

Neuer soll Urbig 2025/26 einige Spiele überlassen

Was ihm fehle, sei die "Match-Fitness". Diese, klar, "holt man sich halt meistens aus dem Spiel". Am Samstag (15.30 Uhr im Liveticker) im Liga-Finale bei der TSG Hoffenheim zum Beispiel - und danach bei der Klub-WM in den USA (14. Juni bis 13. Juli).
"Kein Problem", sagte Neuer mit Blick auf beide Aufgaben und seine Physis. Heißt auch: Das geplante Jobsharing mit seinem jungen Erben Jonas Urbig muss warten.
In der kommenden Saison soll Neuer ihm einige Spiele überlassen, aber eine Schlüsselfigur bleiben. "Über Manuel Neuer", sagte Eberl, "brauchen wir nicht nachzudenken, deswegen haben wir mit ihm ja auch nochmal verlängert, weil er immer noch ein Top-Torhüter ist - einer, der sehr wichtige Bälle festhält, aber auch als Führungsspieler eine wichtige Rolle spielen soll, auch in der neuen Saison."
Womöglich noch stärker als bislang ohnehin schon. Mit dem Abschied der wortgewaltigen Klub-Ikone Thomas Müller gehe der Mannschaft "kommunikativ einer der wichtigsten Spieler, den wir je hatten" verloren, sagte Neuer, "wenn nicht der wichtigste". Andere Stars, "die auch so viel Erfahrung haben und schon länger dabei sind", müssten das auffangen.
Vorher aber, versprach er seinem Kumpel Müller, "schreiben wir noch ein letztes Kapitel" in den USA. Also ab in die Wadenwärmer!
SID)
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Quelle: Perform


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