Nathaniel Brown aus dem Schatten ins Rampenlicht: Eintracht-Youngster nutzt sein Chance und ist einer für Nagelsmann

Eintracht Frankfurt ist in Bundesliga und Europa League auf einem Höhenflug. Für die Schlagzeilen sorgten beim Bayern-Verfolger Nummer eins eigentlich Omar Marmoush und Hugo Etikité, in den vergangenen Wochen avancierte mit Nathaniel Brown aber ein deutscher Youngster zum heimlichen Helden. Die Zukunft hält für den 21-Jährigen viel bereit - auch in der deutschen Nationalmannschaft.

Nathaniel Brown spielt sich bei Eintracht Frankfurt ins Rampenlicht

Fotocredit: Getty Images

Ein Mann der vielen Worte ist Nathaniel Brown noch nicht. "Nächte wie diese. Wir machen weiter", kommentierte der Jungspund am Sonntag den siebten Sieg in Folge seiner Eintracht auf Instagram.
Eine bescheidene Einordnung eines Abends, an dem sich der 21-Jährige endgültig ins Frankfurter Rampenlicht spielte. Zwei Vorlagen steuerte Brown am 12. Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim (4:0) bei, einzig das Bein von Patrick Mainka beim 2:0 durch Fares Chaibi verhinderte einen Assist-Hattrick.
Die Schlagzeilen gehörten aber wie so oft in dieser Spielzeit den beiden Überfliegern Omar Marmoush und Hugo Etikité - was für Brown gerade mit Blick auf seine Entwicklung kein Nachteil ist.
Vielmehr hat sich der Deutsche durch die fehlende Aufmerksamkeit in aller Ruhe auf der linken Seite der SGE etablieren können und ist jetzt zu Recht ein Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft.

Brown: Des einen Leid ist des anderen Glück

Mit Ausnahme von der bitteren 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig im Achtelfinale des DFB-Pokals blickt die Eintracht bislang auf eine überragende Saison.
Seit Ende November sind die Hessen in der Bundesliga Bayern-Jäger Nummer eins, in der UEFA Europa League marschiert der Titelträger von 2022 nach 13 Punkten aus fünf Spielen dem Achtelfinale entgegen.
Einer der Schlüssel zum Erfolg der Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller ist die enorme Breite im Kader - die auch anhand der Geschichte von Brown deutlich wurde.
Bis Ende Oktober sammelte der Linksverteidiger, der im Januar für drei Millionen Euro von Zweitligist 1. FC Nürnberg fest verpflichtet wurde und im zurückliegenden Sommer nach seiner fortführenden Leihe an den Club nach Frankfurt kam, keine einzige Minute in der Bundesliga.
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Nathaniel Brown hat seine Chance genutzt

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Doch dann flog Arthur Theate am 8. Spieltag in der Schlussphase gegen Union Berlin mit Gelb-Rot vom Platz - und so schlug die Stunde von Brown.
Nach seinem neunminütigen Einsatz in der Hauptstadt steuerte er in den darauffolgenden Spielen gegen den VfL Bochum (7:2) und den VfB Stuttgart (3:2) gleich zwei Treffer bei. Spätestens nach seiner Assist-Show in Heidenheim ist der Youngster nicht mehr aus der Frankfurter Elf wegzudenken.

Toppmöller adelt variablen Brown

Aufgrund dieser Tatsache rückte Brown bei der Rückkehr von Theate keineswegs zurück ins zweite Glied, vielmehr schob ihn Toppmöller - vor allem wegen seiner offensiven Qualitäten - etwas weiter nach vorne ins Mittelfeld.
"Nathaniel ist ein spielschlauer Spieler, technisch sehr fein, mit großer Spielfreude und großem Spaß an dem, was er macht", schwärmte der deutsche Übungsleiter von seinem Schützling. Trotz seiner Leistungen im Angriffsspiel sieht er Brown in Zukunft aber weiterhin in der Defensive; dennoch glaubt er, "dass er auf Dauer als Linksverteidiger am stärksten sein wird".
Die Vielseitigkeit in seinem Spiel, die er sich auch durch sein Wirken als Achter oder Zehner in seiner Jugendzeit angeeignet hat, kam Brown bereits in den vergangenen Wochen zugute. "Wenn wir noch an ein paar Kleinigkeiten schrauben, werden wir noch viel Freunde an ihm haben", schaute Toppmöller in die Zukunft: "Aber das habe ich auch schon vor Wochen gesagt."

Brown spielt sich ins DFB-Schaufenster

Kometenhafter Aufstieg, hohe Flexibilität und ein Mann für Linksaußen - das schreit regelrecht nach einer Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft.
Angesichts der Tatsache, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann gerade auf der Position des Linksverteidigers auf der Suche nach Konstanz ist, wäre Brown auf den ersten Blick das perfekte Match für das DFB-Team. Ob David Raum, Robin Gosens oder zwischenzeitlich Benjamin Henrichs: Schon länger vermochte sich auf links kein Nationalspieler langfristig durchzusetzen.
Mit dem Bundesadler auf der Brust hat Brown jedenfalls schon Erfahrung gesammelt. Für die U21-Nationalmannschaft war der Frankfurter sieben Mal im Einsatz, im November 2023 erzielte er seinen bis dato einzigen Treffer.
Bis zur nächsten Länderspielpause ist es aber noch ein Stück hin, erst im März steht mit dem Viertelfinale der UEFA Nations League der nächste Programmpunkt für Nagelsmann und Co. auf dem Weg in Richtung WM 2026 an.
Doch an solche Ziele verliert Brown aktuell keine Gedanken, für ihn zählt nur eins - Fußball. "Es macht mir gerade sehr viel Spaß, Fußball zu spielen, mehr als je zuvor in meiner Karriere", freute er sich.
Und mit dieser Einstellung soll es mit der Eintracht bald noch höher gehen.
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Quelle: Perform


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