VfB Stuttgart unterliegt Werder Bremen und kassiert fünfte Heimpleite in Serie - Nick Woltemade fliegt vom Platz

Die Aufholjagd ist gestoppt, der VfB Stuttgart kann zumindest in der Liga zuhause nicht mehr gewinnen. Durch ein 1:2 (1:1) gegen Werder Bremen kassierte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß die fünfte Heimniederlage in Serie - ein trauriger Rekord für die Schwaben. Begünstigt wurde er durch einen allerdings überharten Platzverweis für Nick Woltemade (65.). Oliver Burke (90.) erzielte das Siegtor.

Nick Woltemade (VfB Stuttgart) im Duell mit Marco Friedl (SV Werder Bremen)

Fotocredit: Getty Images

Der VfB kündigte umgehend ein Nachspiel an. Schiedsrichter Daniel Schlager habe eingeräumt, dass der Platzverweis eine Fehlentscheidung gewesen sei, sagte Vorstandschef Alexander Wehrle in der Mixed Zone. Die Stuttgarter wollen Protest einlegen und gehen davon aus, dass Woltemade nicht gesperrt wird.
"Vielleicht muss man das besser verteidigen, aber es ist schwer, wenn man einer weniger ist", sagte der Stuttgarter Nationalspieler Angelo Stiller bei "DAZN". Er wisse "nicht, ob man da Gelb-Rot geben muss, keine Ahnung, was der Schiedsrichter sich da dachte."
Woltemade hatte eher harmlos im Zweikampf nachgehakelt. "Die Bremer haben das schlau gemacht", urteilte VfB-Kapitän Atakan Karazor bissig.
Von Tabellenplatz sechs und damit der sicheren Teilnahme am Europapokal ist Stuttgart damit fünf Punkte entfernt.

Bremen baut die Serie aus

Werder dagegen darf so langsam vom Europapokal träumen. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner liegt nach dem dritten Sieg in Serie nun ihrerseits nur noch drei Punkte hinter Rang sechs.
Der VfB, der sich mit einem Sieg im Pokalfinale am 24. Mai in Berlin gegen Drittligist Arminia Bielefeld direkt für die Europa League qualifizieren kann, ging durch Leonidas Stergiou in Führung (19.). Die auswärtsstarken und stets gefährlichen Bremer aber glichen durch den umtriebigen Oliver Burke aus (32.). Der Schotte traf dann auch spät zum Sieg.
"Sie haben zwei Spiele gewonnen, das wird ihnen Auftrieb gegeben haben", sagte Hoeneß vor dem Spiel über die Gäste. Davon legten die Bremer, denen sieben ihrer bislang elf Saisonsiege auswärts gelungen waren, sogleich Zeugnis ab: Nach einem Pass von Jens Stage rettete VfB-Torhüter Alexander Nübel gegen Burke (7.). Wenig später besaß Woltemade die Chance zur Führung für den VfB (12.).

Burke-Doppelpack entscheidet Spiel

Kaum hatte der VfB nach temporeichen 15 Minuten das Spiel etwas beruhigt, schlug er bei nächster Gelegenheit zu. Angelo Stiller, zurückgekehrt nach seiner Gelb-Sperre, hebelte mit einem langen Ball auf den aufgerückten Stergiou Bremens Abwehr aus, auch der Klärungsversuch von Werders Torhüter Michael Zetterer vor dem Strafraum misslang, der Schweizer musste danach nur noch einschieben.
Auftrieb hatte nun Stuttgart - und kassierte dennoch gleich eine kalte Dusche: Burke tauchte nach einem feinen Pass von Mitchell Weiser alleine vor Nübel auf und verwandelte kaltschnäuzig. Nun war Werder wieder mindestens gleichwertig, Mittelstädt klärte in höchster Not gegen Burke (39.). Pech für den VfB: Abwehrchef Jeff Chabot musste verletzt raus (43.).
Nach der Pause versuchte es Stuttgart mit Köpfchen. Demirovic (48.) und Woltemade (58.) setzten den Ball mit der Stirn aber knapp über sowie neben das Tor. Für den gebürtigen Bremer war bald darauf Schluss - auch wenn die Bestrafung durch Schiedsrichter Daniel Schlager überzogen wirkte. Am Ende war es dann wieder Burke, der die Partie mit seinem zweiten Treffer entschied.
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(SID)
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Quelle: Perform


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