WM: DFB-Spiel gegen Ecuador die Chance für DFB-Joker? So stehen die Aktien für Woltemade, Stiller, Beier und Co.

Die deutsche Nationalmannschaft hat durch den Einzug in die K.o.-Runde als Gruppensieger ihr erstes WM-Etappenziel erreicht. Das bietet Julian Nagelsmann die Möglichkeit, zum Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag (22:00 Uhr im Liveticker) in East Rutherford weiteren Spielern Einsatzminuten zu verschaffen. Bisher kamen 18 seiner 26 Profis zum Einsatz. So ist die Situation der Joker.

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Quelle: MagentaTV

Nick Woltemade forderte Kai Havertz beim witzigen "Schlagabtausch" im Badminton, Maximilian Beier glänzte beim Basketball per No-look-Shot, und David Raum gab für Deniz Undav den Modeberater.
Auch abseits des Fußballplatzes gab die DFB-"Powerbank" vor dem "Gruppenfinale" gegen Ecuador jede Menge WM-Energie.
"In Sachen Teamgeist macht uns keiner was vor, da sind wir überragend", schwärmte Sportdirektor Rudi Völler von den Ersatzspielern - am Donnerstag (22:00 Uhr im Liveticker) könnten im Finalstadion von East Rutherford gleich mehrere von ihnen ins Rampenlicht treten.
"Da wird es einige Wechsel geben", bekräftigte Völler bei "MagentaTV", Julian Nagelsmann werde "einige" Stars schonen "und anderen eine Chance" geben.
Eine Totalrotation aber, betonte der Bundestrainer, werde es beim Gruppensieger im sportlich bedeutungslosen letzten Vorrundenspiel nicht geben. "Wir müssen für die nächsten Aufgaben im Rhythmus bleiben." Nagelsmann kündigte daher einen "Mix" an.
Das sind die Perspektiven der deutschen Ersatzspieler bei der WM:
Oliver Baumann: Lange Zeit ging der Hoffenheimer davon aus, bei der WM die Nummer 1 im deutschen Tor zu sein. Dann kehrte der "ewige" Manuel Neuer zurück. Hält dessen Wade, dürfte Nagelsmann nicht erneut wechseln, auch wenn "ARD"-Experte Bastian Schweinsteiger mit Blick auf Ecuador sagt: "Baumann hat es sich verdient."
Alexander Nübel: Der 29 Jahre alte Schlussmann hat eindeutig die geringsten Chancen auf einen Turniereinsatz. Nübel ist die klare Nummer 3 und würde erst spielen, wenn Neuer und Baumann nicht zur Verfügung stünden.
Malick Thiaw: Durch das bittere WM-Aus von Nico Schlotterbeck ist der Profi von Newcastle United in der Hierarchie aufgerückt. "Wir sind in der Innenverteidigung mit Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und Malick Thiaw sehr gut aufgestellt", betonte Nagelsmann. Das Duo Rüdiger/Tah ist nun gesetzt, Anton gilt als erster Ersatz. Für Thiaw wird es schwer.
Angelo Stiller: Der Stuttgarter hofft auf seine Chance. Der eigentlich gesetzte Aleksandar Pavlovic überzeugte gegen die Elfenbeinküste kaum. Als klassischer Einwechselspieler gilt Stiller allerdings nicht. In den ersten beiden Gruppenspielen zog ihm Nagelsmann Leon Goretzka vor.
Pascal Groß: Für Nagelsmann ist der frühere Dortmunder einfach "ein toller Mensch". Der Bundestrainer schätzt dessen Spielverständnis und seine Rolle als Bindeglied im Kader. Der 35-Jährige gilt als Back-up, ein paar Minuten dürfte ihm Nagelsmann gönnen.
Assan Ouédraogo: Der Leipziger rückte kurzfristig für den vor dem Turnier verletzt abgereisten Lennart Karl nach. Den Anruf des Bundestrainers erhielt er im Urlaub. "Ich war von null auf 180, eine Emotionsexplosion", sagte der 20-Jährige. Ouédraogo akzeptiert seine Rolle klaglos, hofft aber natürlich auf einen Einsatz.
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Maximilian Beier: Für den Dortmunder verlief die WM bisher etwas enttäuschend. In den beiden Testspielen gegen Finnland und die USA wurde er noch eingewechselt. Wenn Nagelsmann einen Konterstürmer benötigt, könnte die Stunde des pfeilschnellen Angreifers schlagen.
Nick Woltemade: Mit vier Toren in den letzten drei Quali-Spielen hatte der Stürmer großen Anteil am Erreichen der Endrunde. Doch zuletzt spielte er in den Planungen des Bundestrainers keine Rolle mehr. Dennoch glaubt er "fest" an seinen besonderen WM-Moment. "Das Turnier ist hoffentlich noch lang für uns. Ich arbeite hart für meine Chance", sagte Woltemade im "RND"-Interview.
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