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1. FC Köln rettet Unentschieden in wildem Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach - Martel trifft und fliegt
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Update 21/03/2026 um 18:10 GMT+1 Uhr
Moral bewiesen - doch die Krise hält an: Der 1. FC Köln hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen immens wichtigen Sieg verpasst. Im spektakulären 100. Rheinderby gegen den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach kam das Team des angezählten Trainers Lukas Kwasniok nicht über ein 3:3 (2:2)-Unentschieden hinaus und wartet seit nunmehr sieben Spielen auf einen Sieg.
Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln liefern sich ein spektakuläres Rheinderby
Fotocredit: Getty Images
Lukas Kwasniok schimpfte wie ein Rohrspatz. Der angezählte Trainer des 1. FC Köln war nach dem Schlusspfiff überhaupt nicht mehr zu beruhigen, als er über das Spielfeld schritt und in der Kabine verschwand. Der Befreiungsschlag blieb trotz des großen Spektakels im 100. Rheinderby aus, die Krise beim FC hält an - und Kwasniok muss weiter um seinen Job bangen.
Denn Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler vermied nach dem 3:3 (2:2) gegen Borussia Mönchengladbach ein klares Bekenntnis, mit dem 44-Jährigen über die Länderspielpause hinaus weiterzumachen.
"Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Wir haben heute eine große Enttäuschung, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartung waren klar drei Punkte", sagte Kessler nach dem Schlusspfiff bei "Sky" und kündigte an: "Wir werden uns Gedanken machen, und ich werde auch ganz in Ruhe eine Nacht darüber schlafen."
Kwasnioks Team bewies zwar Moral, wartet im Kampf gegen den Abstieg aber seit nunmehr sieben Spielen auf einen Sieg. "Unter dem Strich ist der Punkt zu wenig", stellte Kessler fest. Der Vorsprung der Kölner auf den Relegationsplatz beträgt vorerst zwei Punkte, Gladbach hat weiter drei Punkte mehr auf dem Konto.
Martel trifft und fliegt
Said El Mala (4.), Ragnar Ache (7.) und Eric Martel (84.) sicherten den aufopferungsvoll kämpfenden Kölnern zumindest noch das Remis. Martel sah zwei Minuten nach seinem Ausgleichstor wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (86.). Jens Castrop (1./60.) hatte die Gäste von Trainer Eugen Polanski zweimal in Führung gebracht, zudem traf Philipp Sander (20.).
Toptorschütze El Mala, der schon in der vergangenen Woche zum 1:1 beim Hamburger SV getroffen hatte, stand nach leichter Krankheit unter der Woche, den Gerüchten um eine vermeintliche Wechselzusage in die Premier League sowie der Nichtnominierung für die anstehenden Länderspiele in der Startelf.
Ordentlich Wirbel gab es auch um Borussia-Kapitän Rocco Reitz, der nach seinem Wechsel zu RB Leipzig im Sommer und Rotsperre in die Anfangself zurückkehrte.
El Mala gleicht Blitzführung aus
"Den Feind schlagen - die Klasse halten!", hieß die klare Vorgabe der Kölner Südkurve, die ihrem Team schon vor dem Spiel ordentlich einheizte. Tom Krauß musste das Warmmachen mit Knieproblemen abbrechen, für ihn feierte Cenny Neumann sein Startelfdebüt.
Und der 19-Jährige verschätzte sich bei einem Steilpass gleich massiv, musste Castrop ziehen lassen, der locker durch die Beine von Torhüter Marvin Schwäbe zur Gäste-Führung einschob.
Doch die Kölner zeigten sich nur kurz geschockt, nach einem hohen Ball von der Mittellinie traf El Mala sehenswert zum Ausgleich - und legte beim Jubeln demonstrativ einen Finger ans rechte Ohr. Wieder nur drei Minuten später brachte Ache das Stadion endgültig zum Beben.
Das Spiel blieb nach den wilden Anfangsminuten schnell und direkt. Sander bekam im Sechzehner viel zu viel Platz, sein erster Abschluss wurde noch geblockt, dann aber war Schwäbe chancenlos. Ansonsten hatte Köln die besseren Gelegenheiten, etwa durch den Kopfball von Ache (30.) oder Distanzsschuss von Jóhannesson (37.). Gladbachs Kevin Diks scheiterte am Pfosten (40.).
Nach der Pause verflachte die Begegnung, bis Castrop aus dem Nichts aus 20 Metern traumhaft unter die Latte traf. Doch Köln kam noch einmal zurück.
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(SID)
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Quelle: Perform
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