Noch mindestens vier Neue: Erik Ten Hag und die schier unlösbare Aufgabe bei Bayer 04 Leverkusen

Nach Mittelfeldmotor Granit Xhaka verlässt nun wohl auch Torhüter Lukas Hradecky Bayer Leverkusen. Während der Ausverkauf beim deutschen Vizemeister weitergeht, fehlt es an dringend benötigtem Ersatz. Trainer Erik ten Hag sprach im Rahmen des Testspiels gegen Fortuna Sittard offen über die Probleme der Mannschaft und an welchen Stellen der Kader dringend noch verstärkt werden muss.

Trainer Erik ten Hag fordert Verstärkungen bei bayer 04 Leverkusen

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Zufrieden wirkte Erik ten Hag am Samstag nicht so richtig trotz des 2:1-Sieges im Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard. Die erste Halbzeit sei "mit und gegen den Ball gut und dominant" gewesen, bilanzierte der Trainer. Zwei Tore resultieren daraus, eines durch Neuzugang Jarell Quansah.
In der zweiten Halbzeit sei es "ein bisschen schwieriger" geworden. Die Mannschaft verlor den Faden, kassierte in der 70. Minute das Gegentor.
Ten Hag gewann vor allem eine Erkenntnis: "Auf einigen Positionen müssen wir uns noch verstärken, um das Ziel - unter die ersten Vier zu kommen - zu erreichen", sagte er nach dem Spiel.
Stärken, Schwächen - und Verbesserungsbedarf: Wie es um den Kader Bayer Leverkusens bestellt ist.

Die Kadertiefe fehlt

Mit Quansah, Mark Flekken, Axel Tape und Ibrahim Maza haben vier Sommer-Neuzugänge begonnen, die auch allesamt positiv auffielen. Quansah zeigte sich als präziser Spieleröffner, Flekken strahlte Souveränität im Tor aus.
Dennoch zeigte vor allem die zweite Halbzeit nach den Wechseln, dass die Kadertiefe bei der Werkself noch nicht ausreicht, vor allem offensiv zeigte sich der Vizemeister zu harmlos.
"Wir wissen, dass es Zeit brauchen wird, eine komplett neue Mannschaft aufzubauen. Daran werden wir arbeiten. Die ersten Umrisse sind erkennbar, die müssen wir nun weiter ausbauen", sagte ten Hag.
Dazu braucht es mehr Personal. Ten Hags klare Forderung nach dem Testspiel am Samstag: "Vier bis fünf Spieler müssen noch dazukommen."
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Neuzugang Jarell Quansah überzeugte im Test gegen Sittard.

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Vier bis Fünf Leute: Es fehlt auf dem Flügel

Die Ansage ten Hags am Samstag war eindeutig. Und obwohl der neue Trainer keine Positionen nannte, sind manche Lücken offensichtlich.
Allen voran im Sturm ist zusätzliches Personal erforderlich, konkreter: auf den Flügeln. Gegen Sittard war Patrik Schick oft isoliert, bekam kaum Zuspiele. Neuzugang Ibrahim Maza lieferte zwar eine gute Partie, als Vorlagengeber für Schick fiel er aber nicht auf.
Malik Tillman wurde für das Zentrum verpflichtet. Sollte Amine Adli den Verein auch noch verlassen, wäre Verstärkung für die Flügel noch dringender.
Denn Flügelspieler Martin Terrier ist weiterhin verletzt, auch Neuzugang Farid Alfa-Ruprecht fehlte im Test, seine Rückkehr ist noch ungewiss.
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Leverkusens Neuzugang Ibrahim Maza gegen Sittard.

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Sechser gesucht - was passiert im Tor?

Nach dem Abgang Granit Xhakas fällt auf, dass ein Ersatz im defensiven Mittelfeld fehlt. Ten Hag behalf sich gegen Sittard mit einem Vierer-Mittelfeld, bestehend aus Nathan Tella, Kapitän Robert Andrich, Exequiel Palacios und Alejandro Grimaldo.
Einen eher defensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler neben Andrich gibt es aktuell nicht, hier ist ten Hags Improvisationstalent gefragt.
Auch in der Abwehr - konkreter: in der Außenverteidigung - müssen sich die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes noch etwas einfallen lassen. Denn obwohl mit Tape und Quansah gleich zwei Neue gegen Sittard starteten, ist ten Hags System aktuell auf eine Dreier-Abwehrkette ausgerichtet.
Unklar ist auch die Situation im Tor: Verlässt Hrádecký, wie es aktuell aussieht, den Verein Richtung Monaco, braucht es einen Back-up für Flekken. Laut "kicker" ist Leverkusen an Janis Blaswich von RB Leipzig dran.
Dennoch: Gegen Bochum (2:0) und Sittard gewann die Werkself, die Grundlagen sind vorhanden. Die nächsten Erkenntnisse liefert der Test im heimischen Stadion gegen Pisa am Dienstag (18.00 Uhr).
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Quelle: SID


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