Bayer 04 Leverkusen: Kandidaten für Nachfolge von Erik ten Hag im Check - Spanien-Legenden und Ex-BVB-Coaches

Bayer 04 Leverkusen steht nach dem Aus von Erik ten Hag plötzlich ohne Cheftrainer da. Während der rund zweiwöchigen Länderspielpause muss dringend ein neuer Coach verpflichten werden. Die runderneuerte Mannschaft braucht nach dem Bundesliga-Fehlstart Stabilität und Ruhe, ansonsten droht eine Katastrophensaison. Das sind die Kandidaten auf die Nachfolge von Erik ten Hag.

Blitzentlassung! Leverkusen trennt sich von ten Hag

Quelle: Perform

Bayer 04 Leverkusen hat Trainer Erik tan Hag nach nur drei Pflichtspielen entlassen. Nach dem 3:3 (2:1) inklusive Zwei-Tore-Führung in Überzahl gegen Werder Bremen zog die Chefetage um Geschäftsführer Sport Simon Rolfes die Reißleine.
Nun müssen die Verantwortlichen der Werkself schleunigst einen neuen Coach finden. Nicht nur, um nach nur einem Punkt aus zwei Spielen schnellstmöglich die Kurve zu kriegen, sondern auch, damit der XXL-Umbruch mit insgesamt 15 Neuverpflichtungen nicht zum Desaster wird.
Obwohl die neue Saison bereits begonnen hat, befinden sich immer noch einige prominente Namen auf dem Markt, die für Leverkusen infrage kommen.
Eurosport nimmt die Trainer-Kandidaten bei Bayer 04 Leverkusen unter die Lupe.

Xavi Hernández

Xavi statt Xabi? In puncto Namensähnlichkeit und Star-Power wäre die Vereinslegende des FC Barcelona wohl der perfekte Ersatz für Alonso. Aber auch darüber hinaus bringt er einiges mit: Als Spieler war der Mittelfeldstratege eine absolute Ikone, die im Zusammenspiel mit Andres Iniesta bei Barça eine Ära prägte und mit ihrem Passspiel der spanischen Nationalmannschaft zu jahrelanger Dominanz verhalf.
Der heute 45-Jährige verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Alonso und kennt sich mit großen Vereinen aus. Zwischen 2021 und 2024 stand er bei seiner alten Liebe in Barcelona an der Seitenlinie und gewann 2023 immerhin die spanische Meisterschaft und den spanischen Supercup - bisher das Highlight seiner Trainerkarriere.
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Xavi wurde in Barcelona nur bedingt glücklich

Fotocredit: Getty Images

2024 folgte nach monatelangem Hin und Her mit Rücktrittsankündigung und Rücktritt vom Rücktritt schließlich der Abschied von Barça, wo er durch Hansi Flick abgelöst wurde, der prompt das nationale Triple aus Meisterschaft, Pokal und Supercup gewann - kein besonders glückliches Bild für Xavi.
Gegen den Spanier spricht hauptsächlich, dass er teuer werden dürfte. Zudem bleibt die Frage, ob er sich nach dem Finanzchaos in Barcelona tatsächlich den Monster-Umbruch in Leverkusen zumuten will.

Marco Rose

Rose wäre die - auf hohem Niveau - bodenständige Variante. Der 48-Jährige bringt sechs Jahre Erfahrung als Bundesliga-Trainer mit Stationen in Gladbach, Dortmund und Leipzig mit.
Nicht zuletzt aufgrund seiner Zeit in Leipzig weiß Rose wie Umbruch geht, musste er dort doch das eine ums andere Mal wichtige Spieler ersetzen. Qualitäten, die Leverkusen in der aktuellen Phase bestens gebrauchen könnte.
Zudem kann der gebürtige Sachse Titel: mit RB gewann er 2023 den DFB-Pokal. In der Champions League qualifizierte er sich mit seinen Teams immer wieder für das Achtelfinale der Champions League.
Einen Fleck auf seiner ansonsten imposanten Bilanz bildet seine Entlassung in Leipzig nach dem 27. Spieltag in der vergangenen Saison, als der Verein die schwächste Bundesliga-Spielzeit seiner Geschichte hinlegte. Nichtsdestotrotz dürfte er Leverkusen sofort weiterhelfen können.

José Mourinho

Die Erfolge von Mourinho sind bekannt - ebenso die verbrannte Erde, die der Portugiese bei vielen seiner Stationen hinterließ. Auch bei seiner jüngsten Anstellung (Fenerbhace Istanbul) lief seine Amtszeit nicht ohne Nebengeräusche ab.
Ein Trainer, der immer mal wieder für Unruhe im Verein gut ist? Nicht gerade das, was man in Leverkusen nach dem turbulenten Ende der Ära ten Hag braucht. Schließlich forderte Kapitän Robert Andrich nach dem Remis in Bremen nicht umsonst "Ruhe" von oben.
Auch Mourinhos Spielstil ist alles andere als passend. Der 62-Jährige gilt bekanntlich als defensiver Coach, während der Kader der Werkself voll mit hochveranlagten Offensivkünstlern ist.

Raúl Gonzalez

Einer Verpflichtung von Raúl würde eine gewisse Brisanz innewohnen. Der Spanier, der in den vergangenen sechs Jahren die zweite Mannschaft von Real Madrid geleitet hatte, verließ die Königlichen im Sommer.
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Raúl nahm im Sommer seinen Abschied von Real Madrid

Fotocredit: Getty Images

Sein Abschied kam dabei Medienberichten zufolge nicht im Guten, da sich die Stürmer-Legende eigentlich Chancen auf den Trainerjob in der ersten Mannschaft ausgerechnet haben soll.
Schon vorab wurde er mit Schalke 04 in Verbindung gebracht, was aber nie zustande kam. Leverkusen könnte die Gelegenheit sein, auf die Raúl gewartet hat, um sich auf hohem Niveau zu beweisen. Allerdings wäre die Real-Ikone aus Leverkusener Sicht ein großes Risiko.
Bei Real Madrid Castilla erreichte der 48-Jährige in über 200 Partien einen Punkteschnitt von 1,51 in der zweiten spanischen Liga, bei der Werkself müsste deutlich mehr herausspringen.

Edin Terzic

Ein weiterer Trainer mit Bundesliga-Erfahrung. Leverkusen soll bereits Kontakt mit Terzic aufgenommen haben, um den es in der vergangenen Saison immer wieder Spekulationen über einen Wechsel in die Serie A gegeben hatte.
Terzic war von 2020 bis 2021 und von 2022 bis 2024 als Coach bei Borussia Dortmund aktiv - seine einzigen Erfahrungen als Cheftrainer im Profi-Bereich mit einer gemischten Bilanz.
Einerseits gewann der BVB unter seiner Leitung 2021 den DFB-Pokal, erreichte 2024 das Champions-League-Finale. Terzic verhalf zudem Spielern wie Erling Haaland und Jude Bellingham zum nächsten Schritt.
Andererseits verspielte Terzic mit den Schwarz-Gelben die fast schon sichere Deutsche Meisterschaft 2023 noch am letzten Spieltag gegen den FC Bayern und wurde in Fankreisen immer wieder für die biedere Art des Fußballs kritisiert.

Ange Postecoglou

Auch Postecoglou ist ein Mann mit Licht und Schatten. Der charismatische Australier leitete in den vergangenen beiden Jahren die Geschicke bei den Tottenham Hotspur.
Die Spurs führte er nach dem Abgang von Harry Kane zu den Bayern 2023/24 in einer hart umkämpften Premier League zu einem fünften Rang und damit in die Europa League.
Die folgende Spielzeit wurde aber zu einer mittelschweren Katastrophe. Die Londoner beendeten auch aufgrund von schweren Verletzungsproblemen die Saison nur als 17. der Tabelle, feierten aber gleichzeitig mit dem Gewinn der Europa League den ersten Titel seit 17 Jahren und die Qualifikation für die Champions League. Dennoch entschied sich Tottenham für ein Ende der Zusammenarbeit.

Matthias Jaissle

Laut einem Bericht "Sky" ist auch Jaissle ein Kandidat bei Bayer. Der Deutsche machte seine ersten Gehversuche als Profi-Trainer in Österreich beim FC Liefering und Red Bull Salzburg.
Vor zwei Jahren wechselte er zu Al-Ahli in die Saudi Pro League, wo er in der vergangenen Saison die asiatische Champions League und den saudi-arabischen Supercup gewann.
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Matthias Jaissle wäre eine Überraschung bei Leverkusen

Fotocredit: Getty Images

Jaissle wäre neben Raúl mit Sicherheit das größte Fragezeichen für die Position bei der Werkself, auch wenn er in Salzburg zumindest zweimal Meister wurde.
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Schuster: "Haben richtig auf die Mütze bekommen"

Quelle: Perform


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