Nach dem Abgang von Wirtz und Frimpong: So plant Bayer Leverkusen den Umbau nach dem Millionensegen
Update 24/06/2025 um 17:01 GMT+2 Uhr
Bayer 04 Leverkusen steht nach den Erfolgsjahren unter Trainer Xabi Alonso vor einem großen Umbau. Florian Wirtz, Jeremie Frimpong und Jonathan Tah sind bereits weg, weitere Spieler könnten folgen. Die Werkself braucht eine neue Achse - und hat dabei verheißungsvolle Namen auf dem Zettel. Neben dem ehemaligen Bayern-Spieler Malik Tillman rückt besonders ein französischer Rechtsaußen ins Visier.
Alonso-Nachfolger ten Hag: "Ich setze auf dominanten Fußball"
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Es lief die 10. Minute, als eine Flanke von Brenden Aaronson die Luft im Strafraum von Haiti durchschnitt. Am zweiten Pfosten tauchte Malik Tillman auf, köpfte den Ball gegen die Laufrichtung von Torhüter Johny Placide und versenkte ihn links unten - 1:0.
Rund eineinhalb Stunden später wurde der Spitzenreiter der Torschützenliste beim Gold Cup 2025 als Man of the Match ausgezeichnet, am Montag will er im Viertelfinale mit den USA gegen Costa Rica nachlegen. Es könnte der Sommer des 23-Jährigen werden. Auch mit Blick auf den Transfermarkt.
Bayer 04 Leverkusen steht nämlich vor der nicht allzu einfachen Aufgabe, Florian Wirtz zu ersetzen - und ganz nebenbei seiner Mannschaft eine neue Achse zu geben.
Tillman könnte in der Zukunft des Double-Siegers der Saison 2023/24 zu einem wichtigen Bestandteil werden. Neben dem gebürtigen Nürnberger stehen noch weitere verheißungsvolle Namen auf der Liste von Geschäftsführer Simon Rolfes.
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Malik Tillman feiert mit der Nationalmannschaft der USA - und bald mit Bayer Leverkusen?
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Leverkusen: Flekken macht den Anfang - und dann?
Im Tor hat Leverkusen mit der Verpflichtung von Torwart Mark Flekken bereits für klare Verhältnisse gesorgt.
Der teuerste Keeper der Vereinsgeschichte (10 Millionen Euro) soll Lukas Hradecky als Nummer eins verdrängen, mit seinen wertvollen Erfahrungen in Bundesliga und Premier League für Rückhalt sorgen.
In den übrigen Reihen herrscht hingegen noch keine Gewissheit darüber, wer in eine Führungsrolle schlüpft.
Nach den Verkäufen von Florian Wirtz, Jeremie Frimpong (beide FC Liverpool) und Jonathan Tah (FC Bayern) klaffen im Mannschaftsgefüge große Lücken, die mit den drohenden Abgängen von Piero Hincapié, Alejandro Grimaldo und Granit Xhaka weiter anwachsen könnten.
Immerhin: Sollten auch letztere den Verein verlassen, hat die Werkself über 200 Millionen Euro auf dem Transfermarkt zur Verfügung. Drei Wunschspieler könnte sich B04 damit ohne Mühe leisten.
Ersatz für Wirtz? Tillman und Akliouche im Visier
Zwei davon sind in der Offensive zu Hause und schienen vor allem aufgrund ihres Potenzials und ihrer Flexibilität auf dem Bayer-Radar auf: Tillman und der Franzose Maghnes Akliouche.
Hinter Tillman liegen zwei erfolgreiche Jahre bei der PSV Eindhoven. Beim niederländischen Traditionsverein schwang sich der US-Nationalspieler nach seinem Wechsel von seinem Jugendverein FC Bayern, für dessen Profimannschaft er sieben Partien absolvierte, vom Joker zum Stammspieler auf und hatte auch großen Anteil an beiden Meisterschaften in diesem Zeitraum.
In 73 Pflichtspielen markierte Tillman, der als Zehner und Linksaußen eingesetzt werden kann, 25 Tore und 19 Vorlagen. Dabei kam er alle 109 Minuten auf einen Scorerpunkt.
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Malik Tillman steht bei Leverkusen im Fokus
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Zum Vergleich: Wirtz kam in der zurückliegenden Saison bei Leverkusen auf exakt denselben Schnitt. Doch die Eredivisie ist nicht die Bundesliga, weshalb Leverkusen einen weiteren aufstrebenden Jungstar im Visier hat.
Neben Tillman, dessen Dienste Bayer laut einem Bericht vom "Kicker" etwas über 30 Millionen Euro kosten soll, beschäftigt sich Rolfes offenbar auch mit der Personalie Akliouche.
Der 23-jährige Rechtsaußen zählt in der Ligue 1 zu den heißesten Eisen, für die AS Monaco sammelte der U23-Nationalspieler in der Saison 2024/25 in 43 Pflichtspielen sieben Tore und zwölf Vorlagen.
Große Transfer-Konkurrenz - doch Bayer mit Trumpf?
Gerade im Fall von Akliouche ergibt sich jedoch ein Problem.
Der Franzose ist laut Informationen der französischen Sport-Tageszeitung "L'Équipe" auch bei Paris Saint-Germain und Manchester City Thema. Aufgrund seines Vertrages bis Juni 2028 steht eine Ablösesumme jenseits der 50 Millionen Euro im Raum.
An ein Wettbieten mit diesen Schwergewichten war in Leverkusen vor ein paar Jahren noch nicht zu denken, die neue Finanzkraft und der sportliche Erfolg sorgen aber für wertvolle Argumente im Werben um begehrte Transferziele.
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Maghnes Akliouche steht bei einigen Top-Klubs auf dem Zettel
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Die Tatsache, dass Spieler wie Wirtz, Frimpong oder auch einst Kai Havertz bei der Werkself den Sprung vom Talent in die Weltklasse schafften, macht den Klub für hochbegabte Personalien wie Akliouche ebenso äußerst attraktiv.
Ein Argument, das offenbar einen weiteren Bestandteil der möglichen Bayer-Achse der Zukunft bereits überzeugen konnte. Mit Jarell Quansah steht nämlich ein verheißungsvoller Innenverteidiger des FC Liverpool kurz vor dem Wechsel nach Leverkusen.
Quansah als Tah-Ersatz - Hoffnung auf die Ajax-Magie
Berichten von "Bild" und "Kicker" zufolge hängt die Verpflichtung von Quansah, der aktuell mit der englischen U21-Nationalmannschaft bei der EM in der Slowakei unterwegs ist, nur noch am ausstehenden Medizincheck.
Der 22-jährige Abwehrspieler kostet rund 30 Millionen Euro zuzüglich Boni, für die vergleichsweise niedrige Summe wurde im bis 2030 datierten Vertrag eine Rückkaufoption über 60 Millionen Euro verankert.
An der Anfield Road stehen Virgil van Dijk und Ibrahima Konaté der Entwicklung von Quansah im Weg, unter Bayer-Trainer Erik ten Hag sieht der Engländer seine Chance. Zumal unter dem niederländischen Coach einst ein gewisser Matthijs de Ligt im zarten Alter von 19 Jahren zum unumstrittenen Abwehrchef avancierte.
Die Hoffnung auf ebenjene Ajax-Magie und die DNA der Werkself, jungen Spielern das Werkzeug für den Aufstieg in die Weltklasse in die Hand zu geben, bilden das Fundament für die neue Achse des Bundesligisten.
200 Millionen Euro würden vielen Vereinen zu Kopf steigen. Bayer bleibt sich aber treu.
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