Der BVB braucht eine Lösung in der Innenverteidigung - warum Niko Kovac auf Filippo Mane setzen sollte

Borussia Dortmund hat ein Problem - und eine Lösung, die nicht ohne ein Risiko zu haben ist. Nach der Verletzung von Niklas Süle steht mit Waldemar Anton nur noch ein Innenverteidiger mit Bundesliga-Erfahrung zur Verfügung. Normalerweise werden in solchen Situationen reflexartig die Rufe nach einem Neuzugang laut, der BVB hätte aber noch eine andere Option: Toptalent Filippo Mane.

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Quelle: Perform

"Ich schaue mir alle italienischen Verteidiger aus der Vergangenheit und auch von heute an - und versuche, etwas von ihnen mitzunehmen", sagt Filippo Calixte Mane vor einer Saison, die ihm zum Durchbruch verhelfen könnte.
Der 20-Jährige ist durch die Ausfälle von Niklas Süle (Wade), Nico Schlotterbeck (Meniskusriss) und Kapitän Emre Can (Adduktorenbeschwerden) plötzlich eine Option für die BVB-Abwehr beim Saisonstart beim FC St. Pauli (23. August, 18:30 Uhr im Liveticker).
Ein Wagnis, schließlich wartet der Italiener mit senegalesischen Wurzeln noch auf sein Debüt im Profi-Kader. Coach Niko Kovac hätte den 1,88 Meter großen Mane wohl schon das eine oder andere Mal in der Innenverteidigung eingesetzt, die vergangene Saison aber war überschattet von Verletzungen an der Wade, am Oberschenkel, jeweils an den Muskelfasern.
Nun will der Youngster, seit Jahresbeginn mit einem Profivertrag ausgestattet, die Chance nutzen. Er habe im Hinblick auf die Verletzungsanfälligkeit "viele Dinge gemacht, viel Prävention für die Muskeln, für die Knie", so Mane. Spezielle "Übungen vor und nach dem Training helfen mir, fit zu bleiben".

Kovac: "Mane einer, der sich dort reinschmeißt"

Gelingt ihm dies, darf sich die Borussia auf einen bissigen Abwehrspezialisten freuen, der schnell unterwegs ist und die Dinge auf dem Platz nicht verkompliziert. So jedenfalls charakterisiert Kovac das Spiel des Talents, das überdies stark von der Abwehrschule seiner Heimat geprägt sei.
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Filippo Mane will seine Chance bei Borussia Dortmund

Fotocredit: Imago

Man könne den "italienischen Ursprung" erkennen. "Filippo ist sehr kompromisslos. Er ist einer, der sich dort reinschmeißt, der das Verteidigen als Aufgabe sieht", führt der Trainer aus. Mane, der aus der lombardischen Gemeinde Magenta nahe Mailand stammt und 2022 von Sampdoria Genua nach Dortmund kam, liebe es, "zu verteidigen und zu versuchen, keine Tore zuzulassen und auf eine weiße Weste zu spielen".

Mane überzeugt in der BVB-Vorbereitung

Die Saisonvorbereitung lief gut. Mane kam in den Tests gegen Siegen (8:1), Lille (3:2) und Juventus (1:2) zum Einsatz, wusste dabei zu überzeugen. Meist setzte Kovac dabei auf eine Dreierkette, in der Mane an der Seite von Waldemar Anton und Ramy Bensebaini beziehungsweise Elias Benkara spielte.
"Ich bin sehr zufrieden mit ihm, aber er muss noch einiges körperlich aufholen", befand Kovac im Hinblick auf die Verletzungen der jüngeren Vergangenheit.
Wichtig sei es aber vor allen Dingen, Mane Spielpraxis zu geben. Er werde darauf schauen, dass er auch "genügend Minuten in der zweiten Mannschaft bekommt", meinte der Trainer. Wohlwissend, dass er schon bald auf den deutschen A-Jugend-Meister von 2022 angewiesen sein könnte - ob in der Dreier- oder Viererkette.

Wird der BVB auf dem Transfermarkt aktiv? Gerüchte um Giménez und Veiga

Inwiefern dies der Fall ist, wird sich auf dem Transfermarkt entscheiden. Bessern die Schwarz-Gelben in der Innenverteidigung nach oder nicht? Entsprechende Gerüchte machen schon die Runde. Juan Giménez von CA Rosario Central und Renato Veiga vom FC Chelsea gelten demnach ebenso als Kandidaten wie Eivind Helland (SK Brann Bergen) und Diego Aguado von Real Madrid.
Wahrscheinlicher ist derzeit aber, dass der BVB eine alte Tradition neu aufleben lässt und seinen Talenten das Vertrauen schenkt - "Mane for nothing", quasi. Ein Verteidiger aus der eigenen Kaderschmiede zum Nulltarif.
Der 20-Jährige scheint jedenfalls der ideale Kandidat dafür zu sein, das Risiko wieder einmal zu wagen. Vielleicht verrät er dann ja auch, von welchem italienischen Verteidiger er sich am meisten abgeschaut hat ...
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Quelle: Perform


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