BVB-Berater Matthias Sammer kritisiert die Kritik an sich selbst: "Die Wahrheit wird immer die Wahrheit bleiben"
Update 12/09/2025 um 19:21 GMT+2 Uhr
Matthias Sammer, seit 2018 externer Berater von Borussia Dortmund, hat sich kritisch zur Kommunikation beim BVB geäußert und seine öffentlichen Auftritte verteidigt. In einer Medienrunde bei "Prime" hinterfragte der 58-Jährige die teils beschönigende Darstellung der Leistungen und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Er verteidigte seine deutliche Kritik aus der vergangenen Saison als Experte.
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Quelle: Perform
Sammer erklärte am Freitag auf die Frage, ob er seine aufsehenerregenden Aussagen nach der 1:2-Champions-League-Niederlage des BVB beim FC Bologna im Nachhinein bereut habe: "Was heißt 'bereuen' - wenn ich es bereue, wird das Spiel trotzdem nicht besser, das ich damals gesehen habe."
Ende Januar hatte Sammer als Experte von "Amazon Prime" heftige Kritik am Team vom damaligen Trainer Nuri Sahin geäußert. Die Mannschaft sei "körperlich und geistig in einer Nicht-Verfassung", sagte er damals unter anderem.
Sammer störte sich nun daran, dass ehrliche Analysen im Profifußball als zu hart empfunden werden. Er habe vielleicht auch weniger klare Worte finden können, hatte seine Kritik aber bewusst angebracht.
Der einstige Sportvorstand des FC Bayern ergänzte: "Ich wusste nicht, dass der Leistungssport 'softy' geworden ist und dementsprechend werde ich mich trotzdem nicht anpassen, das kann ich Ihnen sagen."
"Unruhe führt manchmal zu besseren Lösungen"
Sammer kündigte außerdem an, keine BVB-Spiele mehr zu kommentieren. Dies sei "vielleicht auch vernünftig so", erklärte er weiter. Der Europameister von 1996 betonte dennoch: "Ich habe eigentlich gelernt, dass Unruhe manchmal auch zu besseren Lösungen führt."
Zum Abschluss wurde Sammer noch einmal grundsätzlich deutlich. Er sei zwar nicht perfekt und seine Kritik "vielleicht auch ein bisschen drüber" gewesen. Eins sei jedoch klar: "Die Wahrheit wird immer die Wahrheit bleiben. Und wer die Wahrheit nicht verträgt, sollte nicht auf den losgehen, der sie benennt."
Als Experte von "Amazon Prime" bleibt Sammer auch in der kommenden Spielzeit am Spielfeldrand dabei, wird bei BVB-Partien jedoch nicht mehr Teil der Expertenrunde sein.
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