BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl wütend nach Last-Minute-Unentschieden beim Hamburger SV: "Ich bin richtig sauer"

Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl hat verärgert auf den verpassten Sieg seiner Mannschaft in Hamburg reagiert. Drei Tage nach der 1:4-Niederlage bei Manchester City in der Champions League kassierte das Team von Niko Kovac kurz vor dem Abpfiff (90.+7) beim 1:1 (0:0) noch den Ausgleich des HSV. "Am Mittwoch hat es mich auch geärgert, aber heute ärgert es mich richtig", sagte Kehl.

"Enttäuscht und sauer": Kovac hadert nach Last-Minute-Nackenschlag

Quelle: Perform

Sebastian Kehl hatte es die Laune mächtig verhagelt. "Ich bin richtig sauer", sagte der Sportdirektor von Borussia Dortmund schimpfend im Bauch der Hamburger Arena: "Ich werde erstmal ein paar Tage brauchen." Auch Trainer Niko Kovac schob Frust: "Es ist ärgerlich, sehr ärgerlich, vor allem wenn man sich die anderen Ergebnisse ansieht."
Plötzlich war unmittelbar vor der Länderspielpause die günstige Chance da, auf die der BVB wochenlang gewartet hatte. Der FC Bayern ließ als zuvor unantastbarer Tabellenführer überraschend Punkte liegen - doch der Verfolger aus Westfalen verpasste es leichtfertig, wieder ein spürbares Stück an den Bundesliga-Spitzenreiter heranzurücken. Der Gegentreffer in der siebten Minute der Nachspielzeit von Ransford-Yeboah Königsdörffer zum 1:1 (0:0)-Endstand schmerzte enorm.
Der Eindruck, der auch schon drei Tage zuvor beim 1:4 beim Champions-League-Mitfavoriten Manchester City entstanden war, bestätigte sich: Den Schwarz-Gelben fehlt noch ein Stück zum Selbstverständnis eines Spitzenteams.
"Wir müssen das besser wegverteidigen. Wir sind enttäuscht, wir sind sauer", sagte Kovac, der sich nach dem Führungstreffer des verbesserten Carney Chukwuemeka (64.) über die vielen Flanken des HSV in den BVB-Strafraum genauso ärgerte wie Nationalspieler Nico Schlotterbeck. "Wenn 15 Flanken reinfliegen, geht dann mal einer rein. Das passiert, wenn man zu passiv ist", sagte der 25-Jährige.

HSV verhöhnt BVB bei X

Mit dem Ausgleich kassierte der BVB dann auch noch einen weiteren Konter des HSV. Die Borussia hatte per Tweet vor dem Spiel in den Sozialen Medien etwas provokativ gefragt, ob die berühmte Bundesliga-Uhr im Volksparkstadion noch hänge.
"Und wenn ja, was zeigt die an?", hieß es in dem BVB-Post. "Unsere Uhr hat 90+7 angezeigt, als das Ding eben eingeschlagen ist", antwortete die Social-Media-Abteilung der Hanseaten frech und landete damit einen weiteren Treffer bei den Gästen.
Der HSV antwortet dem BVB auf X nach dem Last-Minute-Remis

Der HSV antwortet dem BVB auf X nach dem Last-Minute-Remis

Fotocredit: Twitter

Zerrenende Wochen für den BVB

Statt nach einem lange Zeit ordentlichen, wenn auch minimalistischen Auftritt bei giftigen Hamburgern zufrieden in die Länderspielpause zu gehen und womöglich gar für einen Funken Spannung in der Liga zu sorgen, bleibt nun erstmal der wenig schmeichelnde letzte Eindruck hängen.
"Wir hatten sehr, sehr viele Spiele. Die Jungs sind keine Maschinen, sie sind Menschen, die müde sind", sagte Kapitän Emre Can, dessen ordentliches Comeback am Ende intensiver Wochen immerhin positiv zu verzeichnen war.
Und auch Kovac, der seine Mannschaft auf die nächsten knackigen Aufgaben gegen DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart am 22. November und drei Tage später gegen den FC Villarreal in der Champions League vorbereiten muss, wirkte insgesamt alles andere als verzagt. "Das Leben geht weiter", so der 54-Jährige, der den achtmaligen Meister in seiner Amtszeit insgesamt wieder auf Kurs gebracht hat: "Wir müssen nach vorne schauen."
(SID)
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Quelle: Perform


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