Drei Dinge, die bei FC Bayern München - Eintracht Frankfurt auffielen: Defensiv-Wackler trüben dominanten FCB-Auftritt

Mit dem 3:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt bleibt der FC Bayern klar auf Meisterkurs. Über weite Strecken zeigten die Münchner einen dominanten Auftritt – brachten sich in der Schlussphase jedoch durch Chancenwucher und eklatante Defensivfehler selbst noch in Bedrängnis. Jamal Musiala machte derweil persönlich einen großen Schritt nach vorn. Drei Dinge, die auffielen.

Die Münchner Hintermannschaft offenbarte gegen Frankfurt einige Schwächen

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Auch im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt bestätigte der FC Bayern seine aktuell bestechende Form. Vor dem anstehenden Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund lautete die Devise für das Team von Vincent Kompany: Verlieren verboten!
Aleksandar Pavlovic brachte den Gastgeber - auch dank SGE-Keeper Kaua Santos - früh auf die Siegerstraße.
Harry Kane erhöhte vier Minuten später auf 2:0 (20.). Anschließend zeigten die Bayern über weite Strecken einen enorm dominanten Auftritt. Nach einem sehenswerten Fernschuss des Engländers zum 3:0 (68.) schaltete der Rekordmeister jedoch in den Verwaltungsmodus – defensiv allerdings mit Wacklern. Nach zwei Treffern der SGE hätten die Münchner den Sieg beinahe noch aus der Hand gegeben.
Drei Dinge fielen bei dem Heimsieg des FC Bayern auf…

1.) Musiala meldet sich im Startelf-Rennen zurück

Es war Jamal Musialas erster Bundesliga-Startelfeinsatz seit seinem Wadenbeinbruch im Juli des vergangenen Jahres. In den vergangenen Wochen wurde der Nationalspieler von Trainer Vincent Kompany behutsam wieder an die Mannschaft herangeführt, am Samstagnachmittag unterstrich der 22-Jährige jedoch: Er ist wieder bereit für die Startelf.
Musiala legte einen überzeugenden Auftritt im zentralen offensiven Mittelfeld hin. Der Rechtsfuß forderte viele Bälle, suchte mehrfach selbst den Abschluss und wirkte phasenweise wie der "alte" Musiala aus dem vergangenen Jahr.
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Jamal Musiala zeigte gegen Eintracht Frankfurt einen überzeugenden Auftritt.

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Lediglich das Quäntchen Glück fehlte dem Offensiv-Allrounder in der Allianz Arena noch. In der 14. Minute kam Musiala im Frankfurter Strafraum zum Abschluss, verzog mit seinem schwächeren linken Fuß jedoch. Wenig später versuchte es der Shootingstar aus der Distanz – hier fehlten nur Zentimeter zum Torerfolg (38.).
Auffällig: Musiala suchte – wie bereits vor seiner Verletzung – immer wieder die Wege ins letzte Drittel und löste Kane phasenweise als vordersten Zielspieler im Strafraum ab. Bereits in der vergangenen Saison harmonierten die beiden Münchner Leistungsträger hervorragend. Der Auftritt gegen die Eintracht dürfte Vincent Kompany daher Hoffnung machen. Musiala agierte auf Top-Niveau – ein enorm bedeutsames Signal für die anstehende entscheidende Phase der Saison.
Nach der Partie sagte die Nummer zehn der Bayern gegenüber "Sky": "Ich fühle mich gut. Ich muss mehr spielen und mehr Rhythmus bekommen, aber ich war mit dem heutigen Tag zufrieden."
Was dem DFB-Star ebenfalls schmeicheln dürfte: Mit 22 Jahren und 360 Tagen wurde Musiala am Samstag zum jüngsten Spieler in der Geschichte der Bundesliga, der 100 Siege erreichte.

2. Kanes Griff nach Lewandowskis Fabel-Rekord

Es brauchte nicht das Spiel gegen Eintracht Frankfurt, um zu erkennen, dass sich Harry Kane in herausragender Verfassung befindet. Die Partie gegen die SGE machte hingegen deutlich: Der Mittelstürmer greift nach dem Torrekord von Robert Lewandowski, der Fabel-Wert des Polen wackelt bedenklich.
Lewandowski erzielte in der Saison 2020/21 beeindruckende 41 Treffer und überbot damit den einstigen Rekord von Gerd Müller aus der Spielzeit 1971/72 (40 Tore). Kane steht nach seinem Doppelpack am Samstag bei 28 Saisontoren. Den Münchnern bleiben noch elf Bundesliga-Partien.
Hält Kane sein aktuelles Niveau, dürfte er im Saisonendspurt im Mai durchaus die Chance haben, die Marke von 41 Treffern zu knacken.
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Harry Kane greift nach dem Torrekord von Robert Lewandowski.

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In der Partie gegen Frankfurt unterstrich der 32-Jährige erneut seine Qualitäten mit und gegen den Ball. Der Engländer war auch im eigenen Strafraum zu finden – wo er allerdings unglücklich den Elfmeter zum 1:3 verursachte – und traf zugleich per Kopf sowie aus der Distanz. Ein besonderer Hingucker war das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0: Wie bereits im Hinspiel zog Kane aus der Ferne ab und versenkte den Ball diesmal mit dem linken Fuß stramm im linken Eck.

3. Plötzliches Abwehrwanken trübt Bayern-Freude

Trotz des wichtigen Heimsiegs müssen sich die Bayern am Ende zwei Kritikpunkte gefallen lassen: die mangelhafte Chancenverwertung und unnötige Fehler in der Defensive. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit hätten die Münchner die Partie frühzeitig entscheiden können.
Der Tabellenführer ließ bei insgesamt 24 Abschlüssen zahlreiche Chancen ungenutzt. Zwar erhöhte Kane zwischenzeitlich auf 3:0 und schien die Partie damit entschieden zu haben, doch zum Chancenwucher gesellten sich zudem Nachlässigkeiten in der Defensive.
So machten die Bayern beim 2:3-Anschlusstreffer der SGE durch Kalimuendo keine gute Figur. Zunächst ging Jonas Urbig am Strafraumrand ins Dribbling und spielte den Ball zu Joshua Kimmich.
Doch anstatt die Situation zu bereinigen, suchte auch der DFB-Kapitän tief in der eigenen Hälfte das Dribbling. In der Folge spielte Kimmich einen riskanten Querpass durch den eigenen Strafraum, auf den Minjae Kim unaufmerksam reagierte und dem Ball nicht energisch genug entgegenging.
Kalimuendo nutzte die leichtfertige Münchner Aktion eiskalt aus. In der Folge geriet der Rekordmeister noch einmal ins Schwitzen. Plötzlich wirkte das Team von Vincent Kompany in der Defensive anfällig, die Hessen kamen zu aussichtsreichen Abschlüssen.
So wäre es in der 95. Minute beinahe Ex-Bayern-Star Mario Götze gewesen, der den Ausgleich zum 3:3 erzielt hätte. Der Weltmeister von 2014 setzte den Ball jedoch knapp über das Tor von Urbig.
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Arbeloa deutlich: "Nichts rechtfertigt eine rassistische Tat"

Quelle: Perform


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