Entscheidung gefallen: Werder Bremen trennt sich von Trainer Horst Steffen - Konsequenzen nach Talfahrt
Update 01/02/2026 um 10:35 GMT+1 Uhr
Werder Bremen hat sich von Cheftrainer Horst Steffen getrennt. Das teilte der Verein am Sonntagmorgen mit. Damit reagierten die Verantwortlichen des Bundesliga-Klubs auf die Talfahrt der Mannschaft, die nach dem 1:1-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach nur noch einen Punkt vom Relegationsrang entfernt ist. Steffen war erst im Sommer von der SV Elversberg an die Weser gekommen.
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Quelle: Eurosport
Die besorgten Verantwortlichen steckten nach dem zehnten Spiel in Serie ohne Sieg die Köpfe zusammen - das erwartete Ergebnis wurde schnell verkündet. Der taumelnde Fußball-Bundesligist Werder Bremen trennt sich nach nur 215 Tagen von Trainer Horst Steffen.
"Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird", sagte Clemens Fritz.
Der Geschäftsführer Sport hatte schon unmittelbar nach dem 1:1 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach ein Treuebekenntnis zu Steffen vermieden.
Nach einer Krisensitzung wurden dann die Fakten präsentiert. Die bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß werden die Mannschaft nun interimistisch auf das Spiel beim SC Freiburg am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) vorbereiten.
Co-Trainer übernehmen interimsweise
Die Fahndung nach einem geeigneten Nachfolger für Steffen läuft parallel - mit einer ganz schnellen Entscheidung ist nicht zu rechnen.
"Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden", versicherte der aufgrund seiner verfehlten Personalpolitik ebenfalls in der Kritik stehende Fritz.
Steffen war nach seinem Höhenflug mit der SV Elversberg als idealer Nachfolger für den zu RB Leipzig abgewanderten Ole Werner auserkoren worden, doch nach nur sieben Monaten ist der 56-Jährige an der Weser gescheitert.
"Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer", sagte Fritz. Man schätze Horst Steffen, aber die Entscheidung sei "das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben".
Topps später Treffer reicht nicht für Steffen
Steffen hatte das Ende bereits am Samstag kommen sehen. Tiefe Falten zeichneten sich auf seinem Gesicht ab, der Blick war leer. "Ob ich weiterarbeiten darf", sagte Steffen, "hängt nicht von mir ab. Aber wenn das so ist, dass sich Gedanken gemacht werden, dann ist das so." Am Sonntag hatte er Gewissheit.
Bremen liegt nur noch einen Punkt vor dem Relegationsplatz. Daher konnte Steffen auch das Traumtor von Keke Topp zum Ausgleich in der Nachspielzeit (90.+4) nicht mehr retten. Am Ende sprang eben doch nur ein Punkt heraus. "Da machst du dann eben auch keine großen Sprünge. Das muss man auch ehrlich sagen", sagte Fritz.
Dabei legte Steffen in Bremen einen ordentlichen Start hin. Doch zuletzt ging fast gar nichts mehr, von Platz neun nach zwölf Spieltagen rauschte Werder auf Rang 15 ab. "Es ist eine schwierige Situation, da brauchen wir nicht drumrum reden", sagte Fritz.
Jetzt ist aber auch er gefordert. Wer soll Werder vor dem Abstieg retten? Und mit welchem Personal? Am Montagabend schließt das Transferfenster. Bremen muss gerade in der Offensive noch nachlegen. Auch deshalb ist Steffen gescheitert.
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(SID)
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