FC Bayern "braucht Spieler für die speziellen Momente" - Owen Hargreaves über mögliche Transfers des Rekordmeisters

Der FC Bayern darf sich bereits jetzt über eine herausragende Saison 2025/26 freuen - mit dem kleinen Makel des Halbfinal-Aus in der Champions League. Geht es nach Owen Hargreaves, TV-Experte bei "TNT Sports", muss der Rekordmeister angesichts des dramatischen Scheiterns an Paris Saint-Germain nicht komplett umdenken. Im Detail liegt der letzte Schritt zum ersehnten Titel in der Königsklasse.

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Quelle: Perform

Wenn der FC Bayern in der Champions League ausscheidet, beginnt bekanntlich bereits die Planung für die darauffolgende Spielzeit - selbst mit einem Finale im DFB-Pokal vor der Brust (Samstag, 20:00 Uhr im Liveticker).
In der Saison 2025/26 jagte der deutsche Rekordmeister einen Superlativ nach dem anderen, vor allem die Offensive um Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz suchte auf der europäischen Bühne ihresgleichen.
Das Halbfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain passte da nicht in das bayerische Drehbuch. Doch muss an der Säbener Straße wirklich ein Umdenken stattfinden?
"Wenn eine Mannschaft ausscheidet, fragt man sich oft: Was hat gefehlt? Bayern hat eine bärenstarke Saison unter Vincent Kompany gespielt - aber Paris hatte in den entscheidenden Momenten einfach die Nase vorn", fasste Owen Hargreaves, TV-Experte bei "TNT Sports", im exklusiven Interview mit Eurosport zusammen.

FC Bayern: Kleine Verstärkungen in Mittelfeld und Offensive

Letzten Endes scheiterten die Münchner am Titelverteidiger, weil ebenjener so stark war - und nicht weil die Bayern so enttäuscht hätten. Der Kader müsse daher keineswegs umgekrempelt werden.
In der ersten Reihe seien die Bayern auf jeder Position "super besetzt", in der Tiefe des Kaders taten sich aber im Vergleich zu PSG Unterschiede auf, die schnell zu beheben sind.
"Meiner Meinung nach brauchen sie zwei Mittelfeldspieler", erörterte Hargreaves. "Einen dynamischen Sechser, einen athletischen Spieler - Johan Manzambi vom SC Freiburg wäre ein gutes Beispiel. Er ist ein guter Kicker, der auf vielen verschiedenen Positionen eingesetzt werden kann."
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Der FC Bayern hat laut Owen Hargreaves kaum Nachholbedarf in der Kaderplanung

Fotocredit: Getty Images

In der Offensive muss sich der FCB mit Kane, Olise und Díaz sowie Jamal Musiala und Lennart Karl ebenso nicht verstecken. Doch auch hier sieht Hargreaves in der Breite Raum für Verbesserung.
"Hinter Harry braucht es einen Ersatz. Er ist 32 Jahre alt und kann nicht mehr jedes Spiel bestreiten", so der einstige Mittelfeld-Star des FC Bayern. "Aktuell wird viel über Anthony Gordon gesprochen, der würde diese Flexibilität für alle Offensivpositionen mitbringen."

FC Bayern: Die Nuancen machen den Unterschied

Es sind Nuancen, die im Rennen um die Champions League entscheiden - und genau diese Nuancen könnten im Sommer an Bord geholt werden. "Sie brauchen nicht viel. Bayern braucht Spieler für die speziellen Momente wie gegen PSG, in denen sie dann den Unterschied machen", merkte Hargreaves an.
Mit den erwähnten Verstärkungen könnten die Bayern in einem abermaligen CL-Kracher gegen Paris Saint-Germain die Oberhand behalten. Hargreaves verlieh seiner Annahme, dass der französische Hauptstadtklub zurzeit auf einer außergewöhnlichen Welle reitet, aber noch einmal Nachdruck.
"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich eine Mannschaft innerhalb von drei Jahren jemals so sehr verändert hat wie Paris", schwärmte er von den Bayern-Bezwingern. Diese Transformation hänge unmittelbar mit Trainer Luis Enrique zusammen.

Hargreaves: "PSG hat deutsche Mentalität"

"Die Menschen vergessen häufig, was für ein geiler Fußballer er war", so der 45-Jährige. "Zwar hat er auf den offensiven Außenbahnen gespielt, aber er war ein Arbeiter. Und seine heutige Mannschaft hat diese Art des Spiels verinnerlicht: Alle müssen Gas geben."
Offensivstars, die Drecksarbeit verrichten - in Paris wahrlich kein Anblick, den man seit jeher gewohnt war. "Wenn ich an die Spiele mit Kylian Mbappé, Neymar und Lionel Messi vor ein paar Jahren zurückdenke, ist das sehr erstaunlich. Paris hat mittlerweile eine deutsche Mentalität: Mit dem Ball kann man Spaß haben, ohne Ball muss man Gas geben."
Daher darf das europäische Fazit beim FC Bayern trotz des dramatischen Scheiterns ausnahmsweise mal lauten: "Die Bayern haben es gut gemacht", so Hargreaves. "PSG war aber einfach ein bisschen besser."
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Quelle: Perform


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