FC Bayern München: Jonas Urbig sorgt im Duell mit dem VfL Wolfsburg für Aufsehen - und richtet den Blick auf die WM
Publiziert 10/05/2026 um 11:48 GMT+2 Uhr
Jonas Urbig hat eine starke Entwicklung beim FC Bayern München genommen und gilt spätestens nach seinem ansprechenden Auftritt beim VfL Wolfsburg (1:0) als Kandidat für Torhüterposition im DFB-Team bei der anstehenden Weltmeisterschaft. Im Anschluss gab es Lobeshymnen von allen Seiten für den ehemaligen Kölner, der auf lange Sicht die Nachfolge von Manuel Neuer beim Rekordmeister antreten soll.
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Quelle: Eurosport
Jonas Urbig hält sich an die Regeln.
Als er nach dem Auswärtssieg gegen den VfL Wolfsburg in der Mixed Zone an den schreibenden Journalisten vorbeiging, wusste er nicht, ob er etwas sagen darf oder nicht. ”Bin ich eingeteilt?” fragte er und suchte nach den Pressesprechern des FC Bayern München.
”Scheinbar nicht, keiner ist da. Ich muss das abklären”, sagte er und verschwand in Richtung Kabine.
Zuvor hatte der 22-Jährige ein richtig starkes Spiel abgeliefert. "Er hat uns im Spiel gehalten", lobte Sportdirektor Christoph Freund. Tatsächlich war es seinen starken Reflexen zu verdanken, dass der FC Bayern in Wolfsburg nicht zur Halbzeit zurücklag.
Mehrmals parierte er sehenswert, wenn die Wolfsburger die Bayern-Abwehr überspielten und vor seinem Tor auftauchten. Zudem bewies er "Nehmerqualitäten", als er Mitte der 1. Halbzeit bei einem Zweikampf an der Strafraumgrenze von Gegenspieler Adam Daghim hart getroffen wurde – und kurz darauf weitermachte, als wäre nichts gewesen.
Urbig: Erfahrungen in allen Wettbewerben
Urbig ist beim FC Bayern keine normale Nummer 2. Er wird kontinuierlich darauf vorbereitet, früher oder später die Nachfolge von Manuel Neuer anzutreten. In Wolfsburg hatte er bereits seinen 18. Pflichtspieleinsatz der laufenden Saison.
”Für seine Entwicklung ist es natürlich wichtig, dass er die Spiele bekommt”, sagte Bayern-Sportdirektor Christoph Freund auf Nachfrage von Eurosport.
Freund ergänzte: "Wir hatten das vor der Saison so besprochen, er hat diese Spiele bekommen und man sieht, wie er sich auf dem Niveau entwickelt. Er hat Spiele in allen Wettbewerben gemacht – Bundesliga, Champions League und Pokal. Er steht mit sehr viel Selbstvertrauen im Tor."
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Reagierte gegen Wolfsburg mehrfach stark: Jonas Urbig
Fotocredit: Getty Images
Zwangsweise stellt sich die Frage, ob er mit solchen Leistungen ein Kandidat für Deutschland bei der Weltmeisterschaft wäre. Im März nominierte ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann erstmals für die A-Nationalmannschaft, jedoch musste er aufgrund einer Kapselverletzung vorzeitig abreisen. Ob er zur WM eine weitere Chance erhält?
Urbig zur WM? "Er hätte das sicher verdient"
”Das ist nicht unsere Entscheidung”, sagte Freund. ”Aber jeder sieht, wie der junge Bursche sich entwickelt und was er abliefert. Er ist ein absoluter Top-Torwart. Er hätte das sicher verdient und hat auch die Qualität. Wenn man sieht, wie er tagtäglich arbeitet, ist das schön. Er hat sicher die Qualität für Deutschland.”
Und was sagt Urbig selbst? Gegenüber den anwesenden Reportern nicht viel, denn er kehrte nicht zurück. Dazu muss man wissen: Meist wird vom Verein vorgegeben, welche Spieler den Fernsehjournalisten und den schreibenden Journalisten Rede und Antwort stehen. Urbig war diesmal nur für ein TV-Interview bei "Sky" bestimmt.
Über das Thema Weltmeisterschaft wurde allerdings auch dort gesprochen.
Urbig freut sich über Matthäus-Lob
Als er hörte, dass Experte Lothar Matthäus in Urbig einen Kandidaten für die Nationalmannschaft sieht, schmunzelte er und reagierte dennoch abgeklärt. "Erst einmal freue ich mich, dass Lothar da eine positive Meinung über mich hat. Grundsätzlich versuche ich von Woche zu Woche sehr hart zu trainieren und schaue nur von Tag zu Tag und Woche zu Woche", sagte er: "Die WM ist noch ein paar Wochen hin. Bis dahin haben wir noch ein Heimspiel gegen Köln und das Pokalfinale - leider nicht das Champions-League-Finale. Erst danach würde ich mir Gedanken machen."
Sollte die Formkurve weiterhin nach oben zeigen, dürfte der Sprung zum Nationalspieler nur eine Frage der Zeit sein.
Und wer weiß: Vielleicht entscheidet er dann sogar selber, ob er nach einem Spiel spricht oder nicht.
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