FC Bayern München - Thomas Müller ledert gegen Uli Hoeneß wegen Kommunikation von Abgang: "Nicht sehr glücklich"
VonJan Zesewitz
Publiziert 20/08/2025 um 13:17 GMT+2 Uhr
Thomas Müller hat nach seinem Abschied von seinem Heimatverein FC Bayern München sein Debüt bei seinem neuen Team Vancouver Whitecaps FC in der nordamerikanischen MLS gegeben. In einem Interview mit der "Sport Bild" äußerte sich der 35-Jährige zu seinem Abschied aus München - auch über Aussagen von Uli Hoeneß, die der Bayern-Vereinslegende in ihrer Art und Weise nicht gepasst haben.
Müller nach Debüt: "Bin hier, um das Team zu etwas Speziellem zu führen"
Quelle: SNTV
"Der Verein hatte intern bereits entschieden und es mir noch nicht mitgeteilt", sagte Müller in dem Interview. "Dass Uli Hoeneß dann versucht hat, mir eine Brücke zu bauen, und sich öffentlich zu meiner Vertragssituation auf der Kino-Premiere meiner Doku geäußert hat, fand ich ehrlicherweise nicht sehr glücklich. Geradeaus hätte mir besser gefallen."
Hoeneß' "Brücke" in diesem Rahmen war es, dem 35-Jährigen ein Karriereende nach Ablauf der Saison nahezulegen. Intern war die Entscheidung bereits gefallen, dass man Müller keinen Vertrag mehr geben würde, der Spieler war aber noch nicht informiert.
"Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Freund des offenen Visiers bin. Trotz der bereits beschriebenen holprigen Einleitung war mein Abschied vom FC Bayern dann im Verlauf der letzten Monate absolut außergewöhnlich und sehr besonders für mich", sagte Müller.
Der 136-fache Nationalspieler ging in die Verhandlung mit den Bayern-Verantwortlichen in dem Glauben, noch ein Jahr beim Verein weiterzuspielen, das hatte Sportvorstand Max Eberl zu Beginn des Jahres angedeutet.
Müller: "Hat mir nicht geschmeckt"
"Wie ich schon Anfang April in meinem Brief erwähnt habe, war die Kommunikation zu meinem Vertragsende nicht wirklich optimal", erklärte Müller im Interview. "Dass mir das nicht geschmeckt hat, wie man in Bayern sagt, habe ich den Verantwortlichen auch mitgeteilt."
Nach 756 Pflichtspielen für die Bayern verabschiedete sich Müller ins kanadische Vancouver. Bei seinem Debüt wurde er eingewechselt, erzielte ein Abseitstor und musste mitansehen, wie die Whitecaps noch spät den Ausgleich gegen Houston Dynamo kassierten.
Mit dem neuen Kapitel ist die Unstimmigkeit mit den Bayern auch Geschichte - zumal sein Abschied dennoch eine intensive und emotionale Erfahrung für den "Ur-Bayer" war.
"Die Entscheidung, dass ich keinen neuen Vertrag mehr bekommen werde, kam für mich zu diesem Zeitpunkt und aufgrund der vorherigen Kommunikation schon überraschend",sagte Müller. "Das sind allerdings jetzt schon sehr alte Kamellen, zu denen sich alle Seiten auch schon detailliert geäußert haben."
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Quelle: Perform
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