Bayern-Wunschspieler Luis Díaz für den linken Flügel da - was kommt nach der Verpflichtung des Kolumbianers?

Mit der Verpflichtung von Luis Díaz hat der FC Bayern München seine größte Kader-Baustelle auf dem linken Flügel geschlossen. Doch die Arbeit ist für die Sportchefs Max Eberl und Christoph Freund damit nicht erledigt. Neben der nach wie vor ungeklärten Zukunft einiger (Bank-)Spieler besteht Bedarf auf der einen oder anderen Position. Bekommt der Nachwuchs nun auch mal eine Chance?

Eberl lobt Neuzugang Díaz: "Er ist für uns alles, was wir brauchen"

Quelle: Perform

Luis Díaz musste nachfragen. "Wie war der Name, den Sie genannt haben?", sprach der Neuzugang des FC Bayern einen Reporter direkt an. "Nick Woltemade", lautete die Antwort, woraufhin Díaz zugeben musste, den Angreifer vom VfB Stuttgart nicht zu kennen.
Díaz ist da, Woltemade (noch) nicht. Mit dem Kolumbianer hat der FC Bayern seinen "Wunschspieler geholt", wie Sportvorstand Max Eberl festhielt, von dem "alle im Verein - sportliche Leitung, Vorstand und Aufsichtsrat - überzeugt waren". Dahingehend habe er sich "auch so ins Zeug gelegt, um Lucho (Spitzname von Díaz, d. Red.) zu bekommen", sagte Eberl und erklärte, dass "unsere Arbeit erstmal getan ist".
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die nach den Abgängen von Leroy Sané und Thomas Müller dringend benötigte Verstärkung in der Offensive ist da, die Baustelle auf der linken Außenbahn zugeschüttet.
Um den von Trainer Vincent Kompany angestrebten "nächsten Schritt" zu machen, fehlen aber noch weitere Puzzleteile. Die Außenverteidigerpositionen sind dünn besetzt, zumal mit Alphonso Davies (Kreuzbandriss) die klare Nummer eins auf links noch länger ausfällt. Rechts spielte sich dagegen in der vergangenen Saison mit Konrad Laimer ein gelernter Mittelfeldspieler fest.
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Eberl zu möglichen Bayern-Abgängen: "Es wird noch was passieren"

Quelle: Perform

Eberl: Stuttgart will nicht über Woltemade verhandeln

Zudem fehlt weiterhin ein Backup für Mittelstürmer Harry Kane. Die Experimente mit Müller und Serge Gnabry in der vergangenen Saison funktionierten nicht.
Einer, der diese Lücke schließen und zudem den womöglich bis Jahresende andauernden Ausfall von Jamal Musiala (Wadenbeinbruch) kompensieren könnte, ist Woltemade. Doch dessen Arbeitgeber VfB Stuttgart weigert sich bislang beharrlich, die Gespräche mit dem FC Bayern aufzunehmen. "Wir haben ein Angebot abgegeben, das nicht gereicht hat, um an den Verhandlungstisch zu kommen. Das ist der Stand der Dinge", sagte Eberl.
Angeblich hatten die Münchner 55 Millionen Euro geboten. Woltemade steht beim VfB noch bis 2028 unter Vertrag. Auch bei den Bemühungen um Xavi Simons kommen die Münchner nicht weiter. Der Niederländer in Diensten von RB Leipzig bevorzugt offenbar einen Wechsel zu Tottenham Hotspur in die Premier League.
Díaz, Woltemade, Simons anstelle von Sané, Müller und (temporär) Musiala - aktuell eine schwer realisierbare Wunschvorstellung der Bayern-Bosse.
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Nick Woltemade: Aktuell Stuttgart - bald München?

Fotocredit: Getty Images

FCB will mit Transfers keine Kurzfristigkeit auffangen

Eberl erklärt die eher defensive Herangehensweise der Bayern auf dem Transfermarkt so: "Wir haben keine leichte Transferperiode aufgrund der Verletztenhistorie. Wir haben mit Phonzie (Alphonso Davies, Anm. d. Red.), Jamal (Musiala, Anm. d. Red.) und Hiroki (Ito, Anm. d. Red.) drei Spieler, die uns erst Ende der Hinrunde wieder zur Verfügung stehen werden. Wir wollen den Kader nicht per se aufblähen, um die nächsten drei, vier Monate zu überstehen. Wenn wir noch etwas tun, tun wir es für die Zukunft und nicht, um Kurzfristigkeit aufzufangen."
Generell, so Eberl, sei der FC Bayern nämlich "sehr glücklich mit dem Kader". Der Markt werde aber "weiter beobachtet, schließlich haben wir noch bis zum 1. September Zeit".
Ob die Münchner ihre Bemühungen noch einmal intensivieren, hängt auch von möglichen Abgängen ab. Min-Jae Kim, Sacha Boey, João Palhinha und Kingsley Coman gelten als Verkaufskandidaten. Außer bei Palhinha, den Tottenham zurück auf die Insel lockt (Leihe), gibt es aber keine Anzeichen für baldige Abschiede.

Karl und Wanner - bekommen die Talente eine Chance?

Für eine bestimmte Garde an Spielern könnte sich die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt allerdings als günstige Fügung erweisen: den eigenen Nachwuchs. Das 17-jährige Offensivtalent Lennart Karl soll dauerhaft Michael Olise auf dem rechten Flügel Dampf machen.
Paul Wanner kehrte nach Leihgeschäften mit der SV Elversberg und dem 1. FC Heidenheim zurück nach München und soll erstmal bleiben. "Es gibt viele Interessenten für Paul - was für uns schön ist, denn das zeigt, dass seine Entwicklung genau dorthin geht, wo wir sie gerne hätten. Dass er nämlich beim FC Bayern irgendwann eine Rolle spielt. Diese Möglichkeit hat Paul jetzt aufgrund der Verletzung von Jamal", verriet Eberl.
Mit den Namen Karl und Wanner konnte Díaz wahrscheinlich bisher genauso wenig anfangen wie mit Woltemade.
Es liegt nun an den Talenten, sich zu empfehlen und einen Namen beim FC Bayern zu machen.
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Transfer-Tracker: Reals neue Ära unter Alonso

Quelle: Perform


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