Eurosport
FC Bayern: Matthias Sammer kritisiert Unruhe: "Alibi für die Spieler" - Max Eberl "darf auch mal zurückbeißen"
Von
Publiziert 12/09/2025 um 19:12 GMT+2 Uhr
Matthias Sammer hat sich im Vorfeld des Champions-League-Auftakts zu Max Eberl geäußert. Der frühere Sportvorstand des FC Bayern wünscht sich von seinem Nachfolger mehr Emotionen und Durchsetzungsvermögen. Gleichzeitig nimmt Sammer Eberl in Schutz und warnt vor der ständigen öffentlichen Kritik, die dem Verein auf Dauer schade. Mehr Ruhe im Umfeld des deutschen Rekordmeisters sei wichtig.
Eberl zu Gerüchten: "Never ever gedacht, hier hinzuschmeißen"
Quelle: Perform
Konkret erklärte Sammer bei einem Medientermin von "Prime Video": "Ich verfolge das ja schon länger, dass es für ihn nicht einfach ist in der Position. Er versucht sein Bestes, lässt in meinen Augen aber oftmals die Dinge zu sehr über sich ergehen. Ich hätte manchmal schon gedacht: Da darf man auch mal knurren oder platzen oder auch zurückbeißen."
Sammer war selbst von 2012 bis 2016 Sportvorstand beim Rekordmeister. Er finde, fügte der Europameister von 1996 an, dass "das Gleichgewicht, was den FC Bayern betrifft, auch in Form der Kritik an Max Eberl, auf Dauer nicht gut für den Klub ist".
Er würde sich, so Sammer, "für den Klub wünschen, dass Max ein bisschen mehr in Ruhe gelassen wird, dass er ein bisschen mehr in Ruhe arbeiten kann und dass sich nicht alle Medien, alle Experten an diesem Thema abarbeiten."
Man brauche "keinen Kuschelkurs. Man muss Dinge auch einmal klar benennen", führte Sammer weiter aus: "Aber es ist immer besser, keine latente Unruhe zu haben, weil das auf Dauer auch ein gewisses Alibi für die Spieler, für die Ergebnisse bringt."
Hoeneß trägt "sein Herz auf der Zunge"
Seit Tagen sorgen die kontroversen Aussagen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß über Eberl für einigen Wirbel. Hoeneß trage eben "sein Herz auf der Zunge", sagte Sammer: "Er ist alt genug zu wissen, was er tut."
Allerdings verteidigte Sammer den Münchner Sportvorstand im Hinblick auf den vermeintlich dünnen Kader der Bayern. "Ich finde, mit den jungen Spielern wie Lennart Karl und Wisdom Mike macht es den eher greifbar und sympathisch und in der Identität zu etwas, wo man sagen kann: Toll. Also ich finde das sympathisch", so der 58-Jährige.
Die Hinrunde sei ohnehin nur dazu da, "nichts zu versauen", wenngleich Bayern nach den ersten 17 Spielen "natürlich schon vorne stehen" sollte. Der FC Bayern sei in der Lage, im Winter spontan zu reagieren, sollte sich die Personalsituation ändern.
Im vergangenen Sommertransferfenster standen die Münchner Verantwortlichen immer wieder aufgrund des vermeintlich kleinen Kaders in der Kritik. Selbst Spieler wie Harry Kane erklärten öffentlich, die Personaldecke sei beim deutschen Meister "dünn". Schlussendlich holte Eberl Angreifer Nicolas Jackson im Transfer-Endspurt an die Säbener Straße.
Das könnte Dich auch interessieren: BVB überrascht mit neuem Auswärtstrikot - Fans laufen Sturm
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/09/12/image-7a2b572d-a4bf-4eab-b9db-610102b82747-85-2560-1440.jpeg)
Kompany schwärmt von Jackson: "Große Rolle diese Saison"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung