FC Bayern München: Max Eberl selbst Schuld am Spar-Dilemma - Verhandlungen wegen Nick Woltemade das nächste Fettnäpfchen

Der FC Bayern muss auf dem Transfermarkt tätig werden, verliert sich aber in einer Vielzahl an Rechenspielen. Trotz der von der Gehaltsliste gestrichenen Thomas Müller und Leroy Sané gibt sich Sportvorstand Max Eberl bei Transferziel Nick Woltemade vergleichsweise knausrig, während für andere Spieler weniger nachvollziehbare Summen angedacht waren. Das Spar-Dilemma der Bayern ist ein Widerspruch.

"Müssen bereit sein": Kane warnt vor PSG

Quelle: SNTV

Der FC Bayern muss sparen. Der FC Bayern muss Geld ausgeben. Der FC Bayern muss sich neu erfinden - aber am Ende doch FC Bayern sein.
Während sich der deutsche Rekordmeister bei der Klub-Weltmeisterschaft in den USA auf den Viertelfinal-Showdown gegen Paris Saint-Germain vorbereitet (Samstag, ab 18:00 Uhr im Liveticker), verfängt er sich abseits des Rasens in Widersprüchen.
Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund geraten angesichts der prekären Kadersituation immer mehr unter Druck, auf der Haben-Seite gab es bisher noch keine großartigen Erfolge zu verzeichnen.
In den Transfer-Flow vermag der FCB nicht zu kommen. Vielmehr verlieren sich die Verantwortlichen immer weiter in Rechenspielen - deren Lösungswege aber nicht unbedingt aufschlussreich sind.

Bayern und Woltemade: Ohne Fettnäpfchen geht's nicht

"Ich kann nicht ein Fähnchen im Wind sein, wir müssen einen Plan haben", wurde Eberl nach dem Achtelfinal-Sieg über Flamengo (4:2) vom "kicker" zitiert. "Und dann müssen wir es umsetzen." Mit "Wir" meint der 51-jährige Trainer Vincent Kompany, Freund und sich selbst. Der Plan des bayerischen Trios ist aber noch nicht greifbar.
Auf die Transfer-Pleiten bei Florian Wirtz, Nico Williams und Jamie Bynoe-Gittens soll nun die Verpflichtung von U21-EM-Held Nick Woltemade folgen. Die Vorgehensweise sorgt aber für Stirnrunzeln, ohne Fettnäpfchen geht es nämlich wieder einmal nicht.
Ohne den VfB Stuttgart vorab über Gespräche in Kenntnis zu setzen, war sich der FC Bayern bereits mit seinem Wunschspieler einig - trotz Vertrages bis Juni 2028. Der VfB reagierte verständlicherweise angesäuert, forderte zunächst 100 Millionen für den 23-Jährigen.
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Nick Woltemade ist ein Wunschspieler des FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

Spart der FC Bayern am falschen Ende?

Laut Informationen von "Sky" schwebe den Schwaben nun eine Ablöse von rund 60 Millionen Euro vor. Für die Münchner aber weiterhin viel zu viel.
Eine überraschende Reaktion angesichts der Tatsache, dass Woltemade deutlich mehr Bayern-Probleme lösen würde als der sporadisch überzeugende Gittens, für den Eberl offenbar 55 Millionen Euro bezahlen wollte, oder der allgemein kontrovers gesehene Rafael Leão, für den rund 75 Millionen Euro angedacht waren.
Verhandeln sei Eberl selbstverständlich erlaubt. Nur wird der Beobachter das Gefühl nicht los, dass jetzt im falschen Moment ans Sparen gedacht wird.

Eberl ist selbst am Spar-Dilemma Schuld

"Die Rechnung ist relativ simpel. Auch im Fußball ist manchmal Mathematik hilfreich", meinte Eberl. "Budget ist Rechnen. Ich weiß nicht, wie oft mir mittlerweile mitgeteilt wurde: Ich muss sparen, ich muss sparen, ich muss sparen. Und dann wird mir gesagt, ich muss einen für 80 oder 100 Millionen Euro kaufen. Das ist absurd."
Eine Aussage, die als kleiner Seitenhieb in Richtung Vereinsführung verstanden werden kann. Die Anforderungen an Eberl sind hoch, letzten Endes aber auch nicht höher als an seine Vorgänger.
Übrigens: An dem Spar-Dilemma der Bayern trägt Eberl mittlerweile auch eine Mitschuld. Für die überteuerten Verträge, welche einst Hasan Salihamidzic mit Serge Gnabry oder auch Kingsley Coman ausgearbeitet hat, kann der Bayern-Sportvorstand natürlich nichts.
Seine jüngsten Errungenschaften wiesen aber die gegenteiligen Merkmale eines Sparkurses auf. Alphonso Davies erhielt bei seiner Vertragsverlängerung beispielsweise ein Handgeld von rund 22 Millionen Euro und damit deutlich mehr als Jamal Musiala.
Jonathan Tah strich hingegen eine zweistellige Millionensumme ein, für Tom Bischof wurde bei der Unterzeichnung eine hohe einstellige Millionensumme fällig. Das Spar-Theater der Bayern ist ein Widerspruch an sich - und Eberl nicht unschuldig.

Woltemade: Entscheidet sich hier Eberls Glück?

Mit Blick auf die kommenden Monate könnte Eberls Glück in München tatsächlich an der Personalie Woltemade hängen.
Deutscher Nationalspieler, enormes Potenzial, Backup für Harry Kane und eine Alternative zu Jamal Musiala im offensiven Mittelfeld: Was wollen die Bayern, denen hochwertige Kadertiefe fehlt, mehr?
Thomas Müller und Leroys Sané sind von der Gehaltsliste gestrichen, das Geld für einen Woltemade-Transfer ist also da. Und angesichts der Vertragssituation in Stuttgart und der Notwendigkeit einer solchen Verpflichtung wären 50 bis 60 Millionen alles andere als Wucher.
Wenn das Bild vom Fähnchen im Wind Geschichte sein soll, sollten Eberl und Co. bei Woltemade durchziehen - und den ersten Transfer-Knall des Sommers auslösen.
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"Freue ich mich auch drüber": Sané überlässt Musiala Nummer zehn

Quelle: Perform


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