FC Bayern München überrollt RB Leipzig im Topspiel: Wird die Bundesliga-Dominanz des Rekordmeisters zum Problem?
Update 18/01/2026 um 18:33 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München ist in der Bundesliga wie fast immer konkurrenzlos. Die Dominanz des Teams von Trainer Vincent Kompany erinnert an die besten Zeiten unter Pep Guardiola. Am Samstag wurde auch Top-Team RB Leipzig vernichtend geschlagen - selbst ein 0:1-Rückstand zur Pause stellte kein Problem dar, letztlich gewann der FCB dominant mit 5:1. Doch das ist nicht nur positiv.
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Quelle: Eurosport
Zur Halbzeit schien es noch so, als könne dem FC Bayern München die erste Niederlage der Bundesliga-Saison bevorstehen. Der Tabellenführer kam mit dem aggressiven Spielstil von RB Leipzig überhaupt nicht zurecht und hatte Glück, nach 45 Minuten lediglich mit 0:1 zurückzuliegen.
Doch Trainer Vincent Kompany wusste, was zu tun ist: Joshua Kimmich kam ins Spiel, etwas später Michael Olise. Die nächste Machtdemonstration des FC Bayern begann und führte zu einem 5:1!
"Wir sind in der zweiten Halbzeit mit Wut rausgekommen, haben Vollgas gespielt und keine Sekunde nachgelassen", erklärte Kompany später. "Obwohl dieses Spiel nicht perfekt gewesen ist, war es ein Spiel, das ich nicht so schnell vergessen werde."
Den Konkurrenten dürfte es ähnlich ergehen. Es bleibt die Erkenntnis: Wenn der FC Bayern ernst macht, sind sie konkurrenzlos.
Rotationsmöglichkeiten und Erfolgshunger
Kompany kann sich in den Gegner hineinversetzen. "Ich kenne dieses Gefühl aus meiner Zeit als Spieler - gegen Bayern zu spielen war unglaublich unangenehm, fast unmöglich", erzählt er.
Die Perspektive für die kommenden Gegner wird nicht besser, denn mit Jamal Musiala hat ein weiterer Weltklasse-Spieler sein Comeback gegeben. Speziell in der Offensive kann die Mannschaft ohne Qualitätsverlust rotieren.
Hinzu kommt der große Erfolgshunger, wie Sportvorstand Max Eberl erfreut feststellt: "Das Schöne an der Mannschaft ist – es steht 2:1, es steht 3:1, sie wollen das vierte und das fünfte Tor machen. Das ist genau die Mentalität, die uns antreibt."
Bei elf Punkten Vorsprung auf den "Verfolger" Borussia Dortmund scheint die Meisterfrage längst geklärt zu sein (zur Bundesliga-Tabelle). Doch genau darin könnte auch eine Gefahr liegen.
Ist die Bundesliga bald vorbei wie unter Pep Guardiola?
Erinnerungen an frühere Spielzeiten unter Pep Guardiola werden wach, als Bayern ebenfalls die Bundesliga dominierte. "Die Bundesliga ist vorbei, wir haben schon gewonnen", sagte der Trainer bereits Wochen vor Saisonende.
Doch die mangelnde Konkurrenzsituation in der Bundesliga hatte auch eine Kehrseite: Es gelang ihnen in den drei Jahren unter Guardiola nicht, in der Champions League über das Halbfinale hinauszukommen.
"Das war eine ganz andere Mannschaft", sagte Manuel Neuer nach dem Auswärtsspiel in Leipzig, als er darauf angesprochen wurde. "Ich glaube nicht, dass wir uns an irgendetwas erinnern müssen. Wir haben viele extrem junge Spieler dabei, die sich an die damaligen Spiele und die damaligen Spieler überhaupt nicht mehr erinnern. Grundsätzlich haben wir einen Flow in der Mannschaft. Jeder weiß, worum es geht. Jeder weiß, wie die Abläufe sind. Das ist das Entscheidende."
Eine Frage der Einstellung
Auch Eberl gibt sich unbesorgt. Ob es schädlich sein könne, die Bundesliga dermaßen zu dominieren? "Es fühlt sich nicht so an", sagte er. "Wir schauen jetzt einfach auf das nächste Spiel in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise und wollen in das Achtelfinale einziehen. Dann kommt Augsburg. Das sind die Ziele, die wir haben. Wir wollen einfach jedes Spiel gewinnen, das uns vor die Flinte kommt."
Kane sieht das ähnlich. "Am Ende liegt es doch an uns", sagte der Stürmer. "Ich würde mich nicht beschweren, wenn wir bereits im März oder April die Meisterschaft klarmachen. Es geht um unsere Einstellung. Wir gehen unseren Weg und spielen unseren Fußball. Wir wissen, dass auch schwierige Phasen kommen werden. Uns stehen große Spiele in der Champions League bevor."
Und erst in denen wird sich entscheiden, wie erfolgreich diese Mannschaft wirklich ist.
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