FC Bayern verlängert vorzeitig mit Trainer Vincent Kompany - belgischer Coach erhält neuen Vertrag bis 2029

Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat den Vertrag mit Trainer Vincent Kompany (39) vorzeitig bis 2029 verlängert. Das gaben die Münchner am Dienstag bekannt. Der Belgier ist seit Sommer 2024 im Amt und führte die Bayern in seiner ersten Saison zum Meistertitel. Seinursprünglicher Vertrag lief noch bis Juni 2027. Er fühle sich "dankbar" und "geehrt", teilte Kompany mit.

Kompany: Vertragsverlängerung? "Das war meine einzige Bitte"

Quelle: Perform

Der überraschende Termin auf der Chefetage kam Vincent Kompany ein bisschen ungelegen.
"Mein Fokus ist ein bisschen gemischt, weil ich eigentlich nur morgen gewinnen will", sagte der Trainer des FC Bayern nach seiner unerwarteten Vertragsverlängerung bis 2029.
"Klar freut mich das", ergänzte der Belgier mit einem zarten Lächeln, "aber ich will die drei Punkte im nächsten Spiel!" Seine "einzige Bitte" an den Verein sei gewesen, "dass das alles schnell erledigt ist. Ab Morgen ist das auch vorbei."
Man habe, ergänzte auch Nationalspieler Jonathan Tah vor der Partie in der Champions League gegen Club Brügge am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker), "kein großes Ding daraus gemacht, der Fokus liegt auf dem Spiel. Bei der Besprechung ging es nur um den Gegner."

Kompany bringt "den Spaß zurück"

Dabei setzte der Rekordmeister einen Tag vor dem brisanten Wiedersehen von Kompany mit seiner eigenen Vergangenheit ein deutliches Zeichen. Das Ziel dieses "starken Vertrauensbeweises", wie es Präsident Hebert Hainer nannte, formulierte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen schulterzuckend so: "Natürlich Titel!"
Einen ersten großen hatte Kompany in seiner Premierensaison mit der Meisterschaft geliefert, die Bosse aber sehen viel mehr als die Schale oder den Startrekord in dieser Spielzeit mit elf Siegen.
Der stets bescheidene 39-Jährige habe nach unsteten, teils chaotischen Jahren "den Spaß zurückgebracht", sagte Dreesen, "und der Funke ist richtig übergesprungen. Unter seiner Führung ist eine echte Mannschaft gewachsen, die dominanten und attraktiven Fußball spielt."

Kompany und Bayern: "Das Gesamtpaket passt perfekt"

Kompany, auch das schätzen sie am Belgier, hat das bayerische "Mia san mia" verinnerlicht. "Ich verstehe, wie der Verein denkt, wie die Jungs denken. Wir haben die gleichen Ziele", sagte er am Dienstag: "Ich habe viel, viel Respekt vor der Vergangenheit dieses Vereins. Es gibt nicht viele bessere Plätze als Bayern München. Und ich möchte gerne, dass wir gemeinsam eine Geschichte schreiben, wo wir sagen: das ist Bayern - und da sind wir stolz drauf!"
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"Sehr happy": Tah gerät wegen Kompany ins Schwärmen

Quelle: Perform

Da ist er auf einem guten Weg. Sportvorstand Max Eberl nannte den Coach "eine Identifikationsfigur" und lobte "die Art und Weise, wie Vinnie mit den Spielern umgeht". Dass auf dem Platz "jeder für den anderen kämpft", sei Kompanys "Verdienst", meinte Dreesen. Sogar ein Superstar wie Harry Kane wirft sich ja grätschend am eigenen Sechzehner in die Zweikämpfe.
"Ich glaube", sagte der Torgarant, "es gibt in der Mannschaft gerade eine ganz besondere Bindung, die jeden alles geben lässt." Dank Kompany, dem Spielerversteher. "Er ist authentisch, spielt keine Show", sagte Sportdirektor Christoph Freund: "Er ist vor der Kamera so wie zu den Jungs, ein herausragender Mensch. Das Gesamtpaket passt perfekt."

Kompany wurde in Brügge einst rassistisch beleidigt

Das ist längst auch in Kompanys Heimat angekommen. Die belgische Zeitung "Het Laatste Nieuws" nannte ihn "Victor Frankenstein" - wie die Romanfigur seinen künstlichen Menschen habe Kompany beim FC Bayern "ein Monster geschaffen", das all seine Gegner frisst.
Der nächste ist Brügge, für Kompany ein "besonderer", wie er bekannte. Er ist als Profi und später als Trainer beim RSC Anderlecht groß geworden, dem im Gegensatz zum "Stolz Flanderns" ein "französisches" Image anhaftet.
Beim "voetbalklassieker" im Dezember 2021 in Brügge wurde RSC-Coach Kompany rassistisch beleidigt. "Dieser Tag", meinte er damals resigniert, "endet traurig, ich bin angewidert." Auch am Dienstag betonte er, dass ihn dies "auch vier Jahre später noch sprachlos macht".

Kimmich will einen "Sieg für den Trainer"

Das Wiedersehen mit dem belgischen Vizemeister, meinte Joshua Kimmich, sei für Kompany "ein sehr, sehr wichtiges Spiel".
Dementsprechend, ergänzte er schmunzelnd, "müssen wir gewinnen". Auch Dreesen weiß um die Brisanz.
"Ich hoffe auf einen Sieg für den Trainer", sagte er, "das wäre mein Wunsch."
(SID)
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Kompany zur Causa Boateng: "Nicht größer machen, als es ist"

Quelle: Perform


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