Vincent Kompany setzt beim FC Bayern auf deutlich mehr Rotation: Warum PSG das leuchtende Beispiel ist

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Sieben neue Spieler für den FC Bayern standen in Elversberg im Vergleich zum Champions-League-Spiel gegen FK Bodö/Glimt auf dem Platz. Trainer Vincent Kompany rotiert in dieser Saison bisher auffällig viel. Das liegt vor allem an der zurückliegenden Fußball-Weltmeisterschaft und einem breiteren Kader, aber auch an einem übergeordneten Plan, den der Trainer in seiner dritten Saison verfolgt.

Kompany lobt nach Sieg "eklige" Elversberger

Quelle: Perform

Es ist eine Machtdemonstration seinesgleichen, die Vincent Kompany am Sonntag in Elversberg zeigte, als er auf einen Schlag vier Spieler im Wert von 245 Millionen Euro einwechselte.
Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1 zwischen dem FC Bayern und Aufsteiger Elversberg, der Sieg war ernsthaft in Gefahr.
Es war erwartbar, dass die Qualität sich am Ende auszahlen und der Kader mit dem 20-fachen Marktwert 2:1 gewinnen würde. Und doch überraschte die Mannschaft des FC Bayern mit ihren sieben Wechseln im Vergleich zum Champions-League-Spiel gegen Bodø/Glimt am vergangenen Donnerstag.
Nach sechs Pflichtspielen in dieser Saison zeigt sich, dass Kompany deutlich mehr rotiert als in der Vergangenheit. Das liegt an mehreren Faktoren - und einem übergeordneten Ziel.

Alle Spieler sind mehr eingebunden

Auffällig ist, dass die Einsatzzeiten aller Spieler ausgewogener sind als in den vergangenen beiden Jahren, als Kompany stark auf seine Stammelf setzte - in allen Wettbewerben.
Auf die meisten Einsatzminuten kommen bisher Harry Kane (486) und Michael Olise (480). Erst dahinter taucht Joshua Kimmich auf, der in der Vorsaison die meisten Spielminuten aufwies. Auch Luis Díaz kommt auf weniger Spielzeit bisher.
Deutlicher zeigt sich die Einsatzzeit von Dauerbrenner Konrad Laimer, der gegen die SVE gar nicht zum Einsatz kam und Abwehrchef Dayot Upamecano, der im DFB-Pokal verschont blieb.
Dafür lief Neuzugang Ismael Saibari in allen sechs Spielen auf, Außenverteidiger Nathaniel Brown immerhin in fünf Partien.
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Bayerns Saibari stand gegen Schalke in der Startelf

Fotocredit: Getty Images

Belastungsprobe Weltmeisterschaft

Fünf Spiele in 16 Tagen. Dreimal Bundesliga, Supercup, DFB-Pokal, Champions League. Die volle Bandbreite. Die Gründe für die große Rotation liegen auf der Hand.
Wieder einmal war die Erholungspause für viele Nationalspieler kurz, die Belastung dafür aber direkt wieder groß. Leistungseinbrüche im Herbst gehörten beim FC Bayern in den Vorjahren beinahe schon zum guten Ton.
Gleichzeitig ist es die Aufgabe des Trainers, alle Spieler einzubinden und mitzunehmen. Der Kader ist etwas größer als im Vorjahr, alle wollen ihre Rolle für den Gesamterfolg spielen.
Trainer Kompany erklärte nach der Partie im Saarland, hinter der großen Rotation stecke "eine Logik". Er müsse "den Jungs Spielzeit geben, damit sie im richtigen Moment bereit sind. Wenn sie die ganze Saison nur abwarten und dann etwas passiert, wäre es zu spät."
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Vincent Kompany rotierte vor dem Spiel vom FC Bayern bei der SV Elversberg kräftig durch

Fotocredit: Getty Images

Belastungssteuerung: PSG macht es vor

Was Kompany damit meint, ist mehr als nur den Kader bei Laune zu halten. Mit einer gezielten Belastungssteuerung, die bis zum Saisonende gedacht ist, will der 40-Jährige Leistungseinbrüche in Zukunft vermeiden.
Denn "im richtigen Moment" heißt für den 40-Jährigen die entscheidende Phase in der Champions League im kommenden Frühjahr.
Hier lohnt sich ein Blick auf Paris Saint-Germain: Die Franzosen haben die Champions League zweimal in Folge gewonnen, dazu werden sie seit vielen Jahren französischer Meister.
Die Bayern scheiterten am französischen Starensemble im Frühjahr im Halbfinale nach 1:1 im Hin- und 5:4 im Rückspiel. Die Puste geht PSG schon lange nicht mehr aus.

"Mit elf Spielern gewinnt man nichts"

Der erfahrene Coach Luis Enrique erklärte erst vor wenigen Wochen wieder seine Philosophie: "Um Titel auf diese Weise zu gewinnen, braucht man einen Kader", sagte er zu seiner Rotation. "Mit nur elf Spielern gewinnt man nichts. Ich brauche 23 Spieler, nicht nur elf."
Was er damit meint: Die Einsatzzeiten der Spieler verteilt sich bei PSG stärker. In der aktuellen Spielzeit steht etwa Superstar Ousmane Dembélé gerade einmal auf Rang 13 der meisten Einsatzminuten (271 Minuten).
Auch im Gesamtranking der Vorsaison stehen er und Flügelstar Desiré Doué kaum besser da, weil Enrique seine Stars teilweise in der Liga schonte, um sie in der Königsklasse voll einzusetzen. Dembélé etwa startete 2025/26 nur elfmal und wurde elf weitere Male eingewechselt.
Die meiste Einsatzzeit in der Vorsaison hatte Mittelfeldspieler Warren Zaïre-Emery, den wohl kaum jemand auf dem Schirm hatte.
Natürlich stehe die Presse darauf, Spieler einzuteilen, "dieser hier ist ein Starter, das ist ein Bankspieler", sagte Enrique, der von dieser Denkweise merklich nichts hält. Auch Kompany scheint sich von diesen Gedanken verabschiedet zu haben.
Der Champions-League-Titel ist das große Ziel vor seinen Augen. PSG hat gezeigt, wie es geht.
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Brandt tut's schon wieder: Ajax rasiert Willem II

Quelle: SNTV


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