RB Leipzig holt Ole Werner als neuen Chefcoach: Ex-Werder-Trainer stellt sich "großen Zielen und Ansprüchen"

Ole Werner wird neuer Trainer bei RB Leipzig. Wie der Klub nun mitteilte, unterschrieb der 37-Jährige einen Vertrag bis 2027. Zuletzt war Werner bei Werder Bremen tätig gewesen, der Verein hatte ihn Ende Mai freigestellt. Werner hatte Bremen 2021 noch zu Zweitligazeiten übernommen. In Leipzig folgt er auf Zsolt Löw, der in der Saisonendphase die Geschicke bei RB interimsweise geleitet hatte.

Ole Werner wird neuer Trainer bei RB Leipzig

Fotocredit: Imago

Als Jürgen Klopp und Co. bei Ole Werner ankamen, hatten sie ihr Adressbuch schon weit durchtelefoniert. Gerne hätten die Red-Bull-Bosse klangvolle Namen wie Cesc Fabregas oder Oliver Glasner zu RB Leipzig geholt - nach einigen Absagen und einem zähen Ablösepoker mit Werder Bremen wird es nun eine kleinere Lösung auf der Trainerposition.
Unverändert groß sind dagegen die Ambitionen: Werner soll die strauchelnden Sachsen zurück in die Champions League führen. "Ole ist ein junger, aufstrebender und äußerst ambitionierter Cheftrainer, der mit uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen wird", sagte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer. Man habe Werners Weg seit Längerem aufmerksam verfolgt: "Ole steht für eine klare Spielphilosophie, die er bei seinen Stationen in Kiel und Bremen erfolgreich auf den Platz gebracht hat."
Werner, dessen Verpflichtung RB am Dienstag publik machte, erhält in Leipzig einen Vertrag bis 2027. Seine Assistenten Patrick Kohlmann und Tom Cichon komplettieren das Trainerteam.

Leipzig zahlt Ablöse an Werder

Für die Dienste muss der Klub eine Ablöse an den Bundesliga-Rivalen aus Bremen überweisen, der Sockelbetrag soll bei 1,5 Millionen Euro liegen. Der 37-Jährige war in Bremen Ende Mai freigestellt worden, nachdem er angekündigt hatte, seinen 2026 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Die Bremer haben bereits Ende Mai Horst Steffen als neuen Trainer verpflichtet.
Werner freute sich über das Ende der tagelangen Verhandlungen und blickt der neuen Aufgabe mit Tatendrang entgegen. "RB Leipzig steht für einen mutigen und offensiven Spielstil mit Wiedererkennungswert, für ein professionelles und ambitioniertes Denken", sagte Werner: "Der Klub hat große Ziele und Ansprüche. Das sind genau die Parameter, die mich überzeugt haben und zu denen ich meinen Beitrag leisten möchte."
In Leipzig muss Werner nun nicht nur im Lichte möglicher Abgänge von Stars wie Xavi Simons und Benjamin Sesko die Neuausrichtung der Mannschaft gestalten, sondern auch nach dem Verpassen des europäischen Geschäfts die Rückkehr in die Spitzengruppe der Bundesliga schaffen.

RB gingen die Optionen aus

Die Entscheidung für Werner, die Schäfer gemeinsam mit unter anderem Red-Bull-Fußballchef Klopp fällte, kommt durchaus überraschend, wobei RB zuletzt die Optionen ausgegangen waren. Wochenlang war über Fabregas (Como 1907), Glasner (Crystal Palace) oder Jacob Neestrup (FC Kopenhagen) spekuliert worden. Deren Vereine sollen jedoch eine Freigabe verweigert haben.
Andere Kandidaten wie Sebastian Hoeneß oder Roger Schmidt sagten ab. Werner war indessen recht spontan auf den Markt gekommen. Als neuer Hoffnungsträger wird er bei RB von Beginn an unter Druck stehen.
Nach Stationen in Bremen und Kiel ist Leipzig mit Abstand seine bislang größte Aufgabe. Nachdem RB unter dem im März gefeuerten Marco Rose und auch Interimstrainer Zsolt Löw seine schwächste Bundesliga-Saison gespielt und mit Rang sieben alle Minimalziele verfehlt hatte, ist die Champions-League-Qualifikation Pflicht. Sonst müssen Klopp und sein Team ihr Telefonbuch womöglich schneller wieder zücken, als es ihnen lieb ist.
(SID)
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Quelle: Perform


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