TSG 1899 Hoffenheim dreht Auswärtsspiel gegen VfL Wolfsburg - Wouter Burger mit Doppelpack, Abseitstor zählt nicht

Die TSG 1899 Hoffenheim hat zum Abschluss des neunten Bundesliga-Spieltags auswärts einen Sieg gegen den VfL Wolfsburg eingefahren und ist auf einen Europapokalplatz geklettert. Die Wölfe gingen zunächst durch Mohamed Amoura (14.) in Führung. Wouter Burger (31./62.) und Grischa Prömel (50.) drehten die Partie zugunsten der TSG. Erneut Amoura (56.) glich in der zweiten Hälfte zwischenzeitlich aus.

Wölfe-Coach Simonis leidet: "Eine schwierige Saison bis jetzt"

Quelle: Perform

Wolfsburg rutscht damit immer tiefer in die Krise, Sportdirektor Sebastian Schindzielorz stärkte Trainer Paul Simonis dennoch erneut den Rücken.
"Wir werden gemeinsam in die nächsten Tage gehen. Wir haben ein sehr wichtiges Spiel vor der Brust, das werden wir gemeinsam angehen", sagte Schindzielorz auf die Frage, ob Simonis auch im Spiel bei Werder Bremen am kommenden Freitag (20.30 Uhr im Liveticker) noch an der Seitenlinie stehen werde.
Simonis sprach von einer "schwierigen Zeit". "Ich hatte letzte Saison eine sehr einfache Saison mit vielen Siegen", sagte der Coach, der in der vergangenen Spielzeit noch in den Niederlanden gearbeitet hatte. Die aktuelle Saison sei deutlich schwerer für ihn.
Beim 2:3 (1:1) gegen Hoffenheim reichten zwei Treffer von Mohammed Amoura (14., 56.) nicht aus. Wouter Burger (31., 62.) und Grischa Prömel (50.) sorgten für die nächste schmerzhafte Heimpleite der Niedersachsen, die damit nach dem bitteren Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel ihre Negativserie fortsetzten. Seit Januar sind die Wölfe ohne Heimsieg.

Arnold mit Zweckoptimismus

"Vier Schüsse, drei Tore - das passt zu der Situation. Viel zu erklären gibt es nicht. Es wird natürlich nicht einfacher", sagte VfL-Kapitän Maximilian Arnold ratlos bei "DAZN", bemühte sich dennoch um Optimismus: "Es war heute eine andere Einstellung zu sehen. Wenn wir die weiter an den Tag legen, belohnen wir uns auch."
Nach neun Spieltagen steht der VfL nur auf Rang zwölf und hat lediglich drei Punkte Vorsprung vor dem Schlusslicht 1. FC Heidenheim. Statt um die Europapokalplätze zu spielen, droht Wolfsburg der Abstiegskampf.
Für die TSG war es dagegen nach dem dramatischen Pokal-Aus im Elfmeterschießen beim FC St. Pauli ein Erfolg im Kampf ums internationale Geschäft, Hoffenheim ist aktuell Sechster.

Amoura-Doppelpack reicht Wölfen nicht

Die Anfangsphase verlief ereignislos, beide Teams tasteten sich zunächst ab. Dann schlug Amoura zu: Nach einer sehenswerten Kombination über Christian Eriksen und Mattias Svanberg blieb der Algerier frei vor Nationaltorhüter Oliver Baumann cool und traf zur Führung.
Die Niedersachsen zeigten sich zwar in besserer Form, jedoch nutzte auch die TSG ihre erste echte Torchance. Vladimir Coufal steckte den Ball scharf in den Strafraum zu Burger durch, der völlig allein gelassen einschieben konnte. Kurz vor der Pause hatte Burger die Führung auf dem Fuß - verpasste das Tor aber um Zentimeter.
Nach dem Seitenwechsel startete Hoffenheim besser in die Partie. Nachdem die Wolfsburger einen Angriff zunächst abgewehrt hatten, brachte der nach der Halbzeit eingewechselte Andrej Kramaric den Ball erneut in den Strafraum, wo Prömel per Kopf traf. Doch Wolfsburg antwortete promt: Wieder war Amoura zur Stelle.
Nur vier Minuten später hatte der Algerier sogar das 3:2 auf dem Fuß, Baumann parierte jedoch stark. Das Spiel nahm nun deutlich an Fahrt auf – mit dem glücklicheren Ende für die Gäste. Burger traf nach sehenswerter Kombination zum zweiten Mal.
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(SID)
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Quelle: Eurosport


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